Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

6. Survey 2012/2013: Asthma, Allergien, Hörvermögen, Sprachentwicklung, Passivrauchbelastung

Dieser Survey fand von Herbst 2012 bis Sommer 2013 statt.

Themenschwerpunkt waren:

  • Häufigkeit von Asthma und Allergien; Durchführung von Allergietests und Sensibilisierungen gegen Allergene
  • Häufigkeit von Hörstörungen; Versorgung von Hörstörungen
  • Hörvermögen: Wie gut hören die Kinder?
  • Häufigkeit von Auffälligkeiten der Sprachentwicklung; Versorgung von Sprachauffälligkeiten
  • Sprachentwicklung: Wie gut ist die sprachliche Entwicklung des Kindes?
  • Mehrsprachigkeit: Welche Sprachen werden in der Familie gesprochen?
  • Passivrauchen: Derzeitiges Rauchverhalten der Eltern; Auswirkungen des Rauchverbots in öffentlichen Bereichen und Gaststätten; Nutzung von E-Zigaretten

An dem 6. GME-Survey nahmen 5052 Kinder mit ihren Eltern teil.

Asthma und Allergien

Die Häufigkeit von Asthma und Allergien wurde bereits in 3 GME-Surveys abgefragt: 2004/2005; 2006/2007; 2012/2013. Dadurch ist es möglich, zeitliche Trends in der Häufigkeit von Asthma und Allergien zu erfassen. Es stellte sich heraus, dass in allen drei Surveys Jungen mehr von Asthma und Allergien betroffen waren als Mädchen, außer bei Neurodermitis, hier sind Jungen und Mädchen gleichermaßen betroffen. Die Häufigkeit von Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis ist von 2004/2005 bis 2012/2013 weitgehend stabil geblieben. Die am häufigsten genannten Allergene bei der Frage nach den Sensibilisierungen der Kinder waren Hausstaubmilben, Pollen, Tiere und Nahrungsmittel.

Passivrauchen

Im Rahmen des 6. Surveys wurde untersucht, wie sich das Nichtraucherschutzgesetz auf das Passivrauchverhalten der Eltern auswirkt. Hierfür wurden Daten aus den Surveys vor dem Nichtraucherschutzgesetz (2004/05 und 2005/06) und nach dem Nichtraucherschutzgesetz (2008/09 und 2012/13) ausgewertet. Nach der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes verringerte sich die Passivrauchbelastung der Kinder um fast die Hälfte – im Gegensatz zu Survey 2004/05. Darüber hinaus sind die Kinder auch in Cafés, Restaurants und Autos in den späteren Surveys weniger Passivrauch ausgesetzt.

10 Jahre Gesundheits-Monitoring-Einheiten

10 Jahre nach Etablierung der GME wurden anhand der Surveys 2004/2005 und 2012/2013 zeitliche Trends und Stadt-Land-Unterschiede in Atemwegserkrankungen und Allergien sowie in der Tabakrauchexposition untersucht. Zudem wurden Assoziationen der Erkrankungen mit einer Tabakrauchexposition geprüft. Die Häufigkeit von Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis, Bronchitis und Pseudokrupp ist von 2004/2005 bis 2012/2013 weitgehend stabil geblieben und wies nur in geringem Maß Stadt-Land-Unterschiede auf. Die häusliche Tabakrauchexposition hat sich im gleichen Zeitraum halbiert und war in Städten im Vergleich zu den Landkreisen höher. Das Risiko für Asthma war erhöht, wenn mindestens ein Elternteil rauchte.

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