Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

1. Survey 2004/2005 und 2. Survey 2005/2006: Umwelt und Gesundheit von Kindern

1. Survey 2004/2005: Umwelt und Gesundheit von Kindern

An dem 1. GME-Survey nahmen die Eltern von 6.350 Kindern im Alter zwischen fünf und sieben Jahren teil. Eingesetzt wurde ein Fragebogen mit validierten Modulen aus umweltepidemiologischen Studien, dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey KiGGS und aus ISAAC (International Study of Asthma and Allergies in Childhood).

Themenschwerpunkte

  • Wohnbedingungen, soziale Lage und Gesundheit
    • Ausmaß der Belastung von Kindern mit Luftschadstoffen aus verschiedenen Quellen in Innenräumen und in der Außenluft und die Variation der Exposition nach sozialer Lage
    • Bedeutung des bebauten Wohnumfeldes für das Auftreten von Atemwegserkrankungen, Verkehrsunfällen und Adipositas
  • Unfälle
    • Prävalenz von Unfällen und unfallbedingter Verletzungen und ihrer soziodemographischen Determinanten
  • Adipositas
    • Zusammenhang zwischen Bewegung und Ernährung der Kinder und der Adipositasprävalenz
  • Impfstatus
    • Evaluation der Impfquote bei Kindern, die keinen Impfausweis bei der Schuleingangsuntersuchung vorlegen

Nähere Informationen zu ersten Ergebnissen des GME-Surveys 2004/2005 finden Sie in der rechten Spalte unter Downloads.

2. Survey 2005/2006: Umwelt und Gesundheit von Kindern

Wesentliche Module des ersten Surveys wurden in der zweiten Elternbefragung 2005/2006 erneut eingesetzt. Ein neuer Themenschwerpunkt war die Lärmexposition durch verschiedene Quellen im Wohnumfeld. Am 2. GME-Survey nahmen die Eltern von 6.206 Kindern im Alter zwischen fünf und sieben Jahren teil.

Bundesweite Studien haben gezeigt, dass Umweltlärm der am häufigsten genannte belästigende Umweltfaktor ist. Die bedeutendsten Quellen sind der Straßen-, Schienen- und Flugverkehrslärm, aber auch Nachbarn sind eine häufige Ursache für Lärmbelästigung. Verschiedene Faktoren wie soziale Lage und das Wohnumfeld können sowohl die objektive Lärmexposition als auch die subjektive Belästigung beeinflussen. Die Ergebnisse einer ersten Auswertung von Daten des 2. GME-Surveys 2005/2006 zeigen beispielsweise, dass die Belästigung der Familien durch Verkehrslärm höher ist als durch sonstigen Umweltlärm. Familien in Einkommensarmut fühlen sich häufiger sowohl am Tag als auch in der Nacht mittelmäßig bis sehr stark durch Verkehrslärm belästigt.

Evaluation des Interventionsprojekts TigerKids

Daten aus den ersten beiden GME-Surveys 2004/2005 und 2005/2006 zu Ernährung, körperlicher Aktivität und Übergewicht bei Kindern wurden zur Evaluation der Pilotphase des Interventionsprojekts TigerKids 2004–2006 genutzt.

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