Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

Über uns

Das Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial und Umweltmedizin des Klinikums der Universität München wird von Prof. Dr. med. Dennis Nowak geleitet. Schwerpunkte der Tätigkeiten am Institut sind Fragestellungen zu weitreichenden und umfassenden arbeitsmedizinischen Themen. Neben der Analyse körperlicher und psychischer Belastungen in der Arbeitswelt werden Umwelteinflüsse auf die menschliche Gesundheit, Rehabilitationsprozesse von arbeitsbedingten Erkrankungen und epidemiologische Untersuchungen im In- und Ausland durchgeführt. Arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Forschungstätigkeiten werden von betriebsärztlichen Aufgaben in Unternehmen flankiert, wodurch die Möglichkeiten gegeben sind, Soll- und Ist-Zustand zwischen Theorie und Praxis abzugleichen. Hierüber können sowohl neuer Forschungsbedarf als auch Umsetzungsschwierigkeiten erkannt und eine praktikable Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse unterstützt werden. Zusätzlich zu Ambulanz und Forschung hat das Institut an der LMU die Lehrverantwortung für die Fächer Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung sowie Gesundheitssystem und öffentliche Gesundheitspflege. Zudem werden arbeitsmedizinische Fortbildungen für die Praxis angeboten, wie z.B. „Psychosomatische Grundversorgung für Arbeitsmediziner/Betriebsärzte“.
2013 wurde das Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin erneut zum Collaborating Centre für Arbeitsmedizin der WHO berufen. Darüber hinaus ist das Institut das einzige Mitglied der Association of Occupational and Environmental Clinics (AOEC) außerhalb Nordamerikas.
Damit die komplexen und vielfältigen Themen der Arbeitswelt adäquat bearbeitet werden können, ist das Institut strukturell und organisatorisch entsprechend aufgestellt. In fünf Arbeitsgruppen und der Ambulanz werden in interdisziplinären und internationalen Teams wissenschaftlich relevante Forschungsthemen der Arbeits- und Umweltmedizin betrachtet:
Die Ambulanz (Leitung: Dr. med. Uta Ochmann) steht der Bevölkerung für spezifische und vor allem evidenzbasierte Beratungen in arbeits- und umweltmedizinischen Fachgebieten sowie der Diagnostik von beruflichen und umweltbedingten Gesundheitsschädigungen zur Verfügung. Darüber hinaus werden im Rahmen von Berufskrankheitenverfahren ausführliche, wissenschaftliche Fachgutachten angefertigt sowie arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen und Konsiliardienste durchgeführt. Die betriebsärztliche Betreuung verschiedener Firmen ergänzt das Aufgabenprofil.
Die Arbeitsgruppe Analytik und Monitoring (Leitung: Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Rudolf Schierl) beschäftigt sich v.a. mit der Entwicklung und Etablierung neuer Methoden des Monitorings von Gefahrstoffen in der Raumluft am Arbeitsplatz und des Biomonitorings zur Detektion von inneren Belastungen von Arbeitnehmern.
In der Arbeitsgruppe Arbeits- und Umweltepidemiologie & Net Teaching (Leitung: Prof. Dr. rer. biol. hum. Dipl.-Ing. Katja Radon MSc) werden nationale und internationale Probleme von Expositionsbedingungen und Strukturen von Arbeitsschutzsystemen systematisch erforscht.
Die Arbeitsgruppe Experimentelle Umweltmedizin (Leitung: PD Dr. rer. nat. Dipl.-Biol. Rudolf Jörres) entwickelt vor allem sensitive Beanspruchungsmarker, um frühzeitig adverse Effekte von Umweltnoxen vor allem auf den Atemtrakt erkennen zu können. Außerdem werden wesentliche Beiträge zu Verbundforschungsprogrammen zum Thema „COPD“ gestaltet.
Die Arbeitsgruppe Angewandte Psychologie und Medizin in der Arbeit (Leitung: PD Dr. phil. Dipl.-Psych. Britta Herbig und PD Dr. phil. Dipl.-Psych. Matthias Weigl) untersucht Einflussfaktoren der Arbeit auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten. Dies umfasst großangelegte Studien bei Beschäftigten zur Entwicklung ihrer Arbeitssituation und ihrer psychischen Gesundheit – gekennzeichnet durch Themen wie Engagement, Erhalt von Arbeits- und Leistungsfähigkeit wie auch Erholungsunfähigkeit, Depression und Burnout.
In der Arbeitsgruppe Pädiatrische Umweltmedizin werden vorrangig Fragen zu toxischen Belastung von Kindern in Entwicklungsländern, u.a. durch Quecksilber im Golderzbergbau, und deren Reduktion betrachtet.
Das Institut deckt somit wesentliche Felder der arbeitsmedizinischen Forschung bzw. klinischen Arbeit ab und trägt dadurch zur Weiterentwicklung von wissenschaftlich-fundierten Methoden und Erkenntnissen bei.

Stand der Versorgungsforschung

Schwerpunkte der Versorgungsforschung

Herausforderungen für die Versorgungsforschung

Veröffentlichungen

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