Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Warnung vor leicht entflammbaren Kopflausmitteln

Zur Behandlung bei Kopflausbefall sind verschiedene Produkte im Handel. Neben den gängigen Insektizid-haltigen Präparaten finden sich auch Produkte, die als Wirkstoff Dimeticon und Cyclometicon enthalten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert über Berichte verschiedener Behörden, wonach es nach Anwendung solcher Präparate zu schweren Verbrennungen von Haut und Haaren gekommen ist. Auch das österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen warnt vor der leichten Entflammbarkeit solcher Kopflausmittel und berichtet über Laboruntersuchungen, nach denen „Haare, zusammen mit dieser Substanzkombination heftigst brennen können und - einmal in Brand geraten -, schwer beziehungsweise kaum noch zu löschen sind“.

In Deutschland enthält beispielsweise ein Präparat eine entsprechende Wirkstoffkombination von 4 % Dimeticon und 96 % Cyclometicon. In der Gebrauchsanweisung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, das Haar während der Anwendung von Zündquellen (auch einem Fön!) fernzuhalten, bis es wieder trocken aussieht.

Andere ebenfalls in Deutschland erhältliche Dimeticon- oder Cyclometicon-haltige Produkte tragen seit kurzem einen entsprechenden Hinweis.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weist ausdrücklich auf die mögliche, leichte Entflammbarkeit Dimeticon-haltiger Kopflausmittel hin. Bei Anwendung entsprechender Produkte sind die Warnhinweise der Hersteller unbedingt zu befolgen.

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