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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Marktüberwachung im stofflichen Verbraucherschutz 2008

Klebstoffe

2008 untersuchte das LGL 66 Fahrradkleber, wobei in zwölf Proben Benzol und/oder Toluol über dem jeweiligen Grenzwert nachgewiesen wurden. Sechs von zehn Sekundenklebern enthielten Chloroform in einer nicht zugelassenen Konzentration. Auch fünf sonstige Klebstoffe enthielten verbotene Mengen an Toluol. Bei 20 % aller untersuchten Klebstoffe entsprach die Kennzeichnung nicht der ermittelten Zusammensetzung; 25 % hielten andere Kennzeichnungsvorschriften nicht ein.

Knicklichter

Das LGL testete insgesamt 33 Knicklichter, die als Dekorationsgegenstände angeboten wurden. Sieben von ihnen enthielten gefährliche Flüssigkeiten, die bei dieser Produktart nicht verwendet werden dürfen, bei fünf weiteren Proben entsprachen die allgemeinen Hinweise, wie zum Beispiel zum Hersteller, nicht den geltenden Vorgaben.

Graffitieentferner, Pinselreiniger und Verdünner

Graffitientferner, Pinselreiniger und Verdünner enthalten Lösemittel, die zu einer Gesundheitsgefährdung führen können. Bei 10 % der Proben fehlten gefahrstoffrechtliche Etikettierungselemente, die aufgrund der verwendeten Lösemittel notwendig sind; bei weiteren 30 % fehlten zum Beispiel die Herstellerangabe oder das Verzeichnis der Inhaltsstoffe.

Farben, Lacke und Lasuren

Auch Farben, Lacke und Lasuren enthalten größere Mengen an Lösemitteln. Daher dürfen nur bestimmte Konzentrationen an flüchtigen Stoffen vorhanden sein. Etwa 10 % der untersuchten Erzeugnisse hielten mit ihren Lösemittelkonzentrationen die vorgegebenen Begrenzungen nicht ein; weitere 10 % hatten eine fehlerhafte Kennzeichnung.

Dichtungen

Das LGL untersuchte Dichtungen, die bei nachfüllbaren Gartenfackeln verwendet werden. Bei allen Proben, die rote Dichtungen enthielten (zwölf von 16 Proben), wurden verbotene Asbestfasern nachgewiesen.

PVC und PVC-Fliesen

In Teppichläden und Baumärkten wurden 328 Proben von Rollenware aus PVC und PVC-Fliesen mit dem mobilen Röntgenfluoreszenzgerät auf ihren Gehalt an Cadmium untersucht. Bei drei Produkten lagen höhere Konzentrationen an Cadmium vor.

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