Pressemitteilung

08.09.2023
Nr. 33/2023

Gesundheit

Frühstück, Bewegung, Pausenbrot: Tipps für den Start in einen gesunden Schulalltag

Den ersten Schultag erwarten viele Kinder und auch ihre Eltern mit Vorfreude und Spannung. Ein „gesunder Alltag“ kann dazu beitragen, dass ein Kind sich wohlfühlt und der Spaß am Lernen möglichst lange anhält. Zu Beginn des neuen Schuljahres gibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) daher Tipps, was Eltern in Sachen Ernährung und Bewegung im Blick haben sollten, um eine gesunde Entwicklung der Kinder im Rahmen des Schultages zu gewährleisten. 

  • Ernährung
    Regelmäßige, gut über den Tag verteilte Mahlzeiten sind wichtig für Kinder und Jugendliche. Ein ausgewogenes Frühstück zu Hause oder alternativ – soweit angeboten – in der Schule oder im Hort trägt dabei zu einem guten Start in den Tag bei, um die Energiespeicher der Kinder vor Unterrichtsstart ausreichend aufzufüllen. Im weiteren Verlauf des Schultages sorgt dann das Pausenbrot für den erforderlichen Energienachschub. Ungesüßte Getränke, eine Hand voll frisches Obst oder Gemüse, Müsli ohne Zuckerzusatz oder Brot – idealerweise Vollkornprodukte – und ein Milchprodukt in Form von Milch, Joghurt oder Käse sind Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung am Morgen wie auch in der Pause. Dabei kommt es nicht nur auf die Zusammensetzung an, auch ausreichend Zeit und eine gute Atmosphäre sorgen dafür, dass das (Pausen-)Frühstück zum Genuss wird. 
     
  • Bewegung
    Das lange Stillsitzen in der Schule ist nicht nur für Erstklässlerinnen und Erstklässler ungewohnt, es steht auch im Widerspruch zum Bewegungsdrang von Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist ein entsprechender Ausgleich in der Freizeit. Generell sollten sich Schulkinder und Jugendliche mindestens 90 Minuten pro Tag bewegen, idealerweise an der frischen Luft. Schon der Schulweg kann dazu beitragen, indem er zu Fuß oder bei älteren Kindern mit dem Rad zurückgelegt wird. Angebote von Sportvereinen am Nachmittag sind zu empfehlen. 

Angebot für Schulen zur Gesundheitsförderung
Auch die Schule kann als Lebenswelt, in der Kinder und Jugendliche viel Zeit verbringen, einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention leisten. Dazu zählen die Vermittlung von Gesundheitskompetenzen genauso wie die gesundheitsförderliche Gestaltung des schulischen Umfeldes. Die Pausen- und Mittagsverpflegung, die Pausenzeit, Pausenhöfe, die Bewegungsanreize bieten oder Aufenthaltsräume, die zum Verweilen einladen, sind hierfür Beispiele. Das Landesprogramm für die gute gesunde Schule Bayern zeichnet jährlich Schulen aus, die sich im Rahmen von zwei Projekten der schulischen Gesundheitsförderung widmen. Das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am LGL unterstützt hier als Programmkoordination. Auch im Schuljahr 2023/2024 können sich Schulen für das Landesprogramm anmelden. 

Weiterführende Informationen
Landesprogramm für die gute gesunde Schule Bayern: 
>  https://www.zpg-bayern.de/gute-gesunde-schule.html
>  https://www.ggs.bayern.de
Frühstücken in der Schule: 
>  www.bzfe.de/bildung/praxiswissen-schule/fruehstuecken-in-schule-und-kita
Bayerische Leitlinien für die Schulverpflegung: 
>  https://www.kita-schulverpflegung.bayern.de/schulverpflegung/index.php


Über das LGL
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist die zentrale Fachbehörde des Freistaats Bayern für Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, Veterinärwesen und Arbeitsschutz/Produktsicherheit.
Am LGL sind verschiedene Fachgebiete bewusst unter einem Dach vereint. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Lebensmittelchemiker, Ärzte, Tierärzte, Ingenieure, Physiker, Psychologen, Ökotrophologen, Chemiker, labortechnische Fachkräfte, Juristen, Biologen und andere Experten. Sie arbeiten über Fachgrenzen hinweg zusammen und betrachten Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln. 

Über das ZPG
Die Schwerpunkte der Arbeit des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am LGL sind allgemeine Themen der Gesundheitsförderung, die Prävention von HIV/AIDS, die Suchtprävention sowie die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit. Das ZPG verbindet dabei Präventionspraxis, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement, entwickelt Kampagnen, Maßnahmen und Materialien. Fachkräfte werden durch das ZPG fortgebildet und Bürgerinnen und Bürger über gesundheitsbezogene Themen informiert. Gute Praxis macht das ZPG unter anderem durch den Bayerischen Präventionspreis bekannt.