Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

ß-Carotin

ß-Carotin ist ein natürlich vorkommender Pflanzenfarbstoff, den Verbraucher vor allem von Karotten kennen. Dort ist dieser Farbstoff ein besonders gut erkennbar und bestimmt die Farbe des Gemüses. Der Farbstoff kommt aber in sehr viel mehr Obst und Gemüsesorten vor, selbst wenn diese Früchte äußerlich andere Farben zeigen. Die orange Farbe wird dann durch die anderen Farbtöne überdeckt. Dies ist z.B. bei Spinat oder Broccoli der Fall. Auch die Färbung des Laubes im Herbst zeigt die zuvor unter dem Blattgrün (Chlorophyll) versteckten anderen Farbstoffe, darunter auch ß-Carotin.

ß-Carotin ist ein Provitamin, d.h. eine Vorstufe zu Vitamin A. Dieses Vitamin A kann im Körper aus dem Provitamin hergestellt werden.

ß-Carotin ist in vielen Lebensmitteln von Natur aus enthalten. Es wird aber auch verbreitet zugesetzt, zum Teil als Farbstoff (z.B. Erfrischungsgetränke. Süßwaren, Käse), zum Teil gezielt als Provitamin (z.B. Vitaminpräparate, Nahrungsergänzungsmittel).

Das zum Färben von Lebensmitteln zugesetzte ß-Carotin kann natürlichen Ursprungs sein, z.B. als Karottensaftkonzentrat, oder auch synthetisch hergestellt sein.

Überdosierungen von ß-Carotin sind normalerweise beim Menschen nicht möglich. In Studien wurde aber belegt, dass die Aufnahme größerer Mengen von ß-Carotin bei Rauchern zu einem erhöhten Krebsrisiko führt. Ob die Aufnahme größerer Mengen auch für Nichtraucher ein Risiko darstellt, ist noch nicht bekannt.

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Untersuchungsergebnisse

2009