Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Pollendaten des elektronischen Polleninformationsnetzwerks 2018

Hintergrund

Das Elektronische Polleninformationsnetzwerk (ePIN) ist Teil der bayerischen Klimaanpassungsstrategie und wird im Auftrag des StMGP sowie des StMUV federführend durch das LGL umgesetzt. Sieben der acht elektronischen Pollenmonitore wurden in Altötting, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Marktheidenfeld, Viechtach, Mindelheim und Feucht aufgestellt.

Symptom-relevante Konzentrationen von Pollen

Um die im Rahmen von ePIN gemessenen Pollenwerte bewerten und einordnen zu können, führte das LGL unter Einbezug internationaler Literatur ein Projekt durch, in dem ein systematischer Literaturreview zu symptom-relevanten Konzentrationen von aerogenen Pollen (Projekt „Systematischer Literaturreview zu symptom-relevanten Konzentrationen von aerogenen Pollen“, LUPO) entstand. Basierend auf den Ergebnissen sollen Möglichkeiten und Grenzen zur Bewertung des Pollenflugs in Bezug auf die empfindliche Bevölkerung dargestellt werden. In die Auswertung fließen ca. 50 Studien ein; die meisten dieser Studien erheben Gräser- bzw. Ambrosiapollen. Neben allergischen Symptomen bei Augen, Nase und Bronchien werden sekundäre Daten aus Krankenhäusern und Notaufnahmen hinsichtlich Asthma ausgewertet. Die Ergebnisdarstellung variiert zwischen der Angabe eines Grenzwertes, ab wann Symptome zu erwarten sind, Expositions-Wirkungsfunktionen oder dem prozentualen Anstieg von beispielsweise Asthmafällen.

Maßnahmen zur Minderung von aeroallergen bedingten allergischen Beschwerden

Zudem erstellte das LGL im Rahmen eines zweiten Projekts einen zweiten systematischen Literaturreview zu bisherigen Ergebnissen zu Maßnahmen zur Minderung von aeroallergen bedingten allergischen Beschwerden („Systematischer Literaturreview zu Maßnahmen zur Minderung von aeroallergen bedingten allergischen Beschwerden“, LIMA). Mehr als 20 Studien konnten identifiziert werden, die die Wirkung von beispielsweise Luftfiltern, Nasenfiltern, Brillen und Masken, Salben und Nasenspülungen zur Minderung von allergischen Reaktionen durch Pollen untersuchen. Die überwiegend randomisierten kontrollierten Studien verwenden oftmals Symptom-Scores oder Angaben zur Lebensqualität, um die Wirkung zu messen. Die Ergebnisse beider Reviews werden unter Einbeziehung wissenschaftlich ausgewiesener Experten evaluiert. Die Erkenntnisse aus den beiden Projekten LUPO und LIMA zur Bewertung von Pollenkonzentrationen sowie zur Empfehlung von Maßnahmen zur Symptomminderung werden mit Start der Systematischer Literaturreview zu Maßnahmen zur Minderung von aeroallergen bedingten allergischen Beschwerden-Webseite des ePIN veröffentlicht.