Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Digitales Impfarchiv der bayerischen Corona-Impfzentren

Was ist das digitale Impfarchiv?

Das digitale Impfarchiv ist eine Datenbank. In dieser werden die von den bayerischen Impfzentren an das Impfarchiv zu übermittelten Impfdaten zur Corona-Impfung in deren Auftrag gespeichert. Die Daten sind mit einem Schlüssel des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege verschlüsselt und können somit nur vom digitalen Impfarchiv des LGL gelesen werden. Die Daten werden nur in gesetzlich vorgesehenen und zulässigen Fällen entschlüsselt.

Das Impfarchiv nimmt im Auftrag der Impfzentren nach Abschluss des Impfvorgangs die erforderlichen Daten zur zentralen elektronischen Impfdokumentation an, verarbeitet diese Impfdaten nach Entscheidung und Zugriffshoheit weisungsgebunden im Auftrag und für Zwecke der Impfzentren.

Nachdem die Daten aus der bayerischen Impf-Anwendung „BayIMCO“ an das digitale Impfarchiv übertragen wurden, kann jede*r selbst entscheiden ob und falls ja wann die Daten aus der Impf-Anwendung gelöscht werden. In der separaten Datenbank des digitalen Impfarchivs, in dem die Daten mit dem Schlüssel des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geschützt verschlüsselt sind, werden die Daten weiterhin (in der Regel zehn Jahre) aufbewahrt.

Ausführliche Datenschutzinformationen zur digitalen Impfverwaltung in Bayern

Welche Hauptleistungen erbringt das Impfarchiv für die Bürger?

1. Impfnachweise

Durch die Datenbank ist es möglich einen erneuten Nachweis über erfolgte Corona-Impfungen auszustellen, wenn die Bürgerin / der Bürger selbst keine weiteren Nachweise zur Impfung mehr besitzt (Impfpass, digitale Nachweise über die Impfung).

Diese Anfragen bei Verlust können betroffene Bürgerinnen und Bürger wohnortnah bei dem bayerischen Impfzentrum stellen, in dem sie ihre Impfung erhalten haben.

Übersicht der bayerischen Impfzentren (bayern.de)

Das Impfarchiv selbst stellt weder neue Impfpässe noch digitale Impfzertifikate (QR-Codes) aus..

2. Widerrufe, Berichtigungen, Geltendmachung weiterer Datenschutzrechte

Geimpfte, welche ihre Daten für Forschungszwecke nicht (mehr) zur Verfügung stellen möchten, können diesen Widerruf an das Impfarchiv adressieren. Sie können ebenfalls einen Antrag stellen, dass ein Eintrag in der Datenbank korrigiert werden soll (z. B.: weil Tippfehler bei der Erfassung der Daten unterlaufen sind). Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass im LGL lediglich die Archivdaten gespeichert werden. Eine umgehende Änderung an allen anderen eventuell noch vorhandenen Impf-Datensätzen oder bereitgestellten-Daten (z. B.: „BayIMCO“-Anwendungsdaten oder QR-Codes des digitalen Impfzertifikats) ist dem Impfarchiv nicht möglich.

Ausführliche Information zu den Datenschutzrechten (Nr. 8)

Welche Informationen benötigt das Impfarchiv um entsprechende Anfragen zu bearbeiten?

Für die Erledigung der oben genannten Aufgaben benötigen wir von Ihnen mindestens den vollständigen Vor- und Nachnamen sowie das Geburtsdatum, die bei der Impfung angegebene E-Mail-Adresse (alternativ: Anschrift), damit die Beschäftigten des Impfarchivs Sie eindeutig in unserer Datenbank identifizieren können. Gerne können Sie uns auch noch weitere Daten mitteilen. Weitere wichtige Suchkriterien sind beispielsweise die Impftermine oder das Impfzentrum.

Wie ist das Impfarchiv zu erreichen?

  1. Über das E-Mail-Postfach Impfarchiv@lgl.bayern.de
  2. Per Post an Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
    Sachgebiet K 5
    Digitales Impfarchiv der bayerischen Corona-Impfzentren
    Schweinauer Hauptstr. 80, 90441 Nürnberg

Welche Leistungen werden vom Impfarchiv nicht erbracht?

  • Auskunft über medizinische Fragen
  • Änderungen an den BayIMCO Online-Benutzerkonten
  • Ausstellung neuer Impfpässe
  • Erstellung digitaler Impfzertifikate mit QR-Codes