Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Forschungsprojekt:Clostridium botulinum und Clostridium difficile – Statuserhebungen entlang der Lebensmittelkette („from stable to table“)

Kurzbeschreibung

Die Statuserhebungen, die im Rahmen des Projektes „Humanpathogene Clostridium spp. – Statuserhebung in Lebensmitteln, Futtermittel-, Veterinär- und Umweltproben“ begonnen wurden, sollten in den folgenden beiden Jahren mit Schwerpunkt auf dem Nachweis von Clostridium botulinum Typ C und D sowie Clostridium difficile fortgesetzt werden. Bei beiden Erregern ist noch nicht abschließend geklärt, ob und ggf. wie eine (zoonotische) Übertragung auf den Menschen erfolgen kann. Um zukünftig wissenschaftlich fundiert derartige Befunde bei lebensmittelliefernden Tieren sowie in den entsprechenden Lebensmitteln beurteilen zu können, war eine umfassende Statuserhebung mit einer Ausweitung der untersuchten Probenzahlen speziell für diese Erreger unumgänglich, insbesondere nachdem Fragestellungen zur möglichen Übertragbarkeit beider Erreger durch Lebensmittel oder Tierkontakt inzwischen häufiger in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Die in den durchgeführten Untersuchungen bei den unterschiedlichen Lebensmittelmatrizes festgestellten Prävalenzen von 0 – 7 % ähneln den durchschnittlichen Prävalenzen, die für andere pathogene Mikroorganismen (z. B. Salmonella spp. und STEC/VTEC) im Rahmen der jährlichen Erhebungen des BfR und der EFSA ermittelt werden. Insofern lässt sich aus den 11 Ergebnissen der Statuserhebungen ableiten, dass mit dem Vorkommen potentiell pathogenen Clostridium spp., insbesondere auch C. difficile, in Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs gerechnet werden muss. Dabei sollten für weitere Untersuchungen nicht nur Lebensmittel tierischen, sondern auch insbesondere Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs im Fokus stehen, da die Ergebnisse aus den Untersuchungen in der Primärproduktion zeigen, dass zwar durchaus mit einem Eintrag entlang der Lebensmittelkette gerechnet werden muss, dass aber auch Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs eine Quelle für eine entsprechende Kontamination sein können.

Im Hinblick auf die Bedeutung für evtl. Erkrankungen des Menschen wird sich in den kommenden Jahren zeigen, in welcher Häufigkeit Lebensmittel insbesondere im Hinblick auf C. difficile ein Vehikel für eine Übertragung des Erregers auf den Menschen darstellen.

Laufzeit: 2011-2013