Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Forschungsprojekt: Etablierung des Laboratory Biorisk Standards (CWA 15793:2008) für das Management von biologischen Risiken im Arbeitsbereich des S3-Labors

Kurzbeschreibung

Mit der Umsetzung der Europäischen Richtlinie über den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in geschlossenen Systemen (2001/41/EG, vormals 98/81/EG und 90/219/EWG) wurde eine Reihe von organisatorischen, technischen und experimentellen Schutzmaßnahmen für die biologische Sicherheit definiert. Die Erfüllung dieser Anforderungen garantiert die Wahrung des Umweltschutzes bei der Durchführung von Tätigkeiten mit biologischen (inklusive gentechnisch veränderten) Agenzien. Die Umsetzung der Richtlinie trägt gleichzeitig dazu bei, einen gewissen Schutz gegen den Missbrauch von biologischen Agenzien zu erreichen. Der vielseitige Charakter der biologischen Schutzmaßnahmen führt jedoch dazu, dass verschiedene Organisationseinheiten eines Betriebes sich mit der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen befassen müssen. Eine erfolgreiche Koordination dieser komplexen Zusammenarbeit kann auch durch die Implementierung eines Systems für das biologische Risikomanagement umgesetzt werden.

Der Laboratory Biorisk Management Standard CWA 15793 unterstützt alle Ebenen eines Betriebes bei der Etablierung und bei der kontinuierlichen Optimierung eines Systems für das Management von biologischen Risiken. Die Anwendbarkeit dieses Standards in qualitätsgesicherten Betrieben ist durch seine Kompatibilität mit anderen Managementsystemen, wie z.B. ISO 9001:2000, EN ISO 14001:2004, OHSAS 18001:2007 und DIN EN 17025, gegeben. Die Integration der Anforderungen des CWA 15793:2008 in das bestehende Biosicherheitsmanagement des S3-Labors des LGL erforderte vergleichsweise geringen Aufwand, da die einschlägigen nationalen Rechtsnormen die Forderungen des CWA 15793:2008 bereits weitgehend abdecken. Es ist in Frage zustellen, ob die Umsetzung des CWA in Laboratorien der Sicherheits- bzw. Schutzstufen 1 und 2 vom Aufwand her verhältnismäßig ist.

Laufzeit: 2009 bis 2011

Finanzielle Förderung: Dieses Forschungsprojekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) gefördert.