Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Pressemitteilung

04.05.2022
Nr. 12/2022

Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Nicht nur gegen Corona gut: Händehygiene beugt diversen Krankheitserregern vor!

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Einhaltung der AHA+L-Regeln (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen + Lüften) ein zentraler Bestandteil der Schutzmaßnahmen. Anlässlich des Welttags der Handhygiene am 5. Mai weist das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf den generell hohen Nutzen einer für alle Verbraucherinnen und Verbraucher einfach durchführbaren Schutzmaßnahme hin: das regelmäßige Händewaschen.

Krankheitserreger können grundsätzlich schnell über gemeinsam genutzte Gegenstände oder das Schütteln der Hände weitergegeben werden. Durch unbewusstes Berühren des Gesichts, insbesondere Mund, Nase und Auge, können Keime in den Körper gelangen und so zu Erkrankungen führen. Das Händewaschen dient dazu, den Übertragungsweg durch solche sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion zu unterbrechen und kann so vor einer Ansteckung durch Infektionskrankheiten wie Grippe (Influenza), Erkältungs- oder Magen-Darm-Viren schützen.

Studien belegen Bedeutung der Handhygiene für Prävention 

Seit Beginn der Corona-Pandemie registriert das Robert-Koch-Institut (RKI) einen deutlichen Rückgang verschiedener Infektionskrankheiten. Dies betraf neben der Grippe auch Magen-Darm-Erkrankungen durch z. B. Rotavirus- oder Norovirus-Infektionen. Insgesamt hat wohl das Zusammenspiel vieler Maßnahmen (u. a. Reise- und Kontaktbeschränkungen) zu einem Rückgang solcher Erkrankungsfälle beigetragen, internationale Studien weisen in diesem Zusammenhang aber unter anderem auf die Händehygiene als wichtigen Faktor zur Prävention hin. Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nennt Schätzungen, nach denen durch sorgfältiges Händewaschen mit Wasser und Seife beispielsweise das Risiko von Durchfallerkrankungen fast halbiert werden kann. 

Auch im Zusammenhang mit COVID-19 tritt häufig die Frage auf, inwieweit es zu einer Übertragung durch Schmierinfektionen z. B. beim Einkaufen und im Umgang mit Lebensmitteln kommen kann. Solche Übertragungen über Oberflächen oder Gegenstände sind grundsätzlich möglich, jedoch nach aktuellem Stand nur in einem sehr kurzen Zeitraum nach erfolgter Verunreinigung mit SARS-CoV-2 wahrscheinlich. Auch gibt es keine nachgewiesenen Fälle, in denen sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Dennoch ist zu empfehlen, sich während des Einkaufs nicht ins Gesicht zu fassen und sich nach dem Einkauf gründlich die Hände zu waschen.

Händewaschen generell bei Umgang mit Lebensmitteln wichtig

Unabhängig von SARS-CoV-2 sind jedoch im Kontakt mit Lebensmitteln generelle Regeln der Händehygiene immer angeraten. Lebensmittel sind in der Regel nicht keimfrei, insbesondere tierische, aber auch pflanzliche Produkte können nicht selten mit Verderbniskeimen oder Krankheitserregern (z. B. Salmonellen) belastet sein, die sich schon bei Zimmertemperaturen schnell vermehren können. Vor und nach jeder Essenszubereitung – insbesondere nach Kontakt mit Eiern, rohem Fleisch oder Erde (an frischem Gemüse) – sowie vor dem Essen sollten daher regelmäßig die Hände sorgfältig mit warmem Wasser und Seife, gegebenenfalls mit Bürste, gewaschen werden. Das gilt insbesondere nach dem Besuch der Toilette oder dem Wechseln von Windeln, nach Gartenarbeiten und Tierkontakten.

Weiterführende Informationen zum Thema:
LGL-Ratgeber Infektionsschutz: Wichtige Hygieneregeln zum Schutz vor Virusinfektionen (bayern.de)
BZgA-Hygienetipp: Händewaschen (infektionsschutz.de)
LGL-Ratgeber Lebensmittel: Händehygiene im Lebensmittelbereich (bayern.de)
LGL-Merkblatt: FAQs für den Umgang mit SARS-CoV-2 im Lebensmittelbereich (bayern.de)