Pressemitteilung

24.01.2008
Nr. 5/08

LGL: Ein Drittel aller Unfälle ereignet sich im häuslichen Bereich - rückläufiger Trend bei Verkehrsunfällen

In seinem jetzt veröffentlichten Gesundheitsmonitor „Unfälle in Bayern“ fasst das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Verkehrs-, Arbeits- und Unfälle in Heim und Freizeit des Jahres 2006 zusammen. Fazit des LGL: Etwa ein Drittel der Unfälle geschieht im häuslichen Bereich; gefährdet sind vor allem Säuglinge und ältere Menschen.

Laut aktuellem Monitor gibt es in Bayern jährlich etwa 1,25 Millionen Verletzte infolge von Verkehrsunfällen, Arbeitsunfällen und Unfällen im Heim und Freizeit, davon etwa ein Drittel im häuslichen Bereich. Etwa 1.000 von insgesamt etwa 2.700 Unfalltoten verunglücken bei häuslichen Unfällen. Risikogruppen sind vor allem Kinder und älte-re Menschen. Ein besonderes Risiko stellen Stürze dar. Drei Viertel der Säuglinge, die mit einer Verletzung im Krankenhaus behandelt werden müssen, haben eine Kopfverletzung, meist durch einen Sturz von Wickeltisch oder Treppe. Bei den älte-ren Menschen kommt es durch Stürze vor allem zu Hüft- und Oberschenkelfrakturen, in der Altersgruppe 65 und älter etwa 20.000 mal im Jahr. Bei den Verkehrsunfällen ist seit Jahren ein rückläufiger Trend zu verzeichnen. Besonders gefährdet sind Fahranfänger. In keiner Altersgruppe ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, so groß wie bei den 18-21-Jährigen. Im Gesundheitswesen verursachen Unfälle jährlich in Bayern Kosten in Höhe von mehr als 1,5 Mrd. Euro.

Die LGL-Gesundheitsmonitore erscheinen mehrmals jährlich. Sie beleuchten aktuelle Daten zur gesundheitlichen Situation der Menschen in Bayern und sind Teil der Gesundheitsberichterstattung als wichtigem Analyseinstrument der Gesundheitspolitik. Der aktuelle 16seitige Gesundheitsmonitor „Unfälle in Bayern“ ist zu finden unter http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/gbe.htm.