Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Forschungsprojekt: Schimmelpilztoxine (Mykotoxine) - Expositionsmonitoring und Human-Biomonitoring; Methodenentwicklung im Bereich der Mykotoxinanalytik

Kurzbeschreibung:

Mit der Beschaffung des LC-MS/MS QTRAP®-Instrumentes sind qualitätsgesicherte analytische Grundlagen zur Messung von Mykotoxinen in gesundheitlich relevanten Medien (z. B. im Hausstaub) und im Menschen gelegt. Eine entsprechende Analysenmethode wurde für zurzeit 15 Mykotoxine als Multimethode entwickelt. Die etablierten Nachweisgrenzen von 500 fg bis ca. 10 pg lassen erwarten, dass die Mykotoxine in relevanten Konzentrationen in Matrix nachweisbar sein werden. Damit hat das LGL nun die Möglichkeiten, die aktuelle Belastungssituation in der Bevölkerung und die Exposition im Rahmen von z. B. Verdachtsfällen auf Mykotoxin-Intoxikationen beispielsweise durch den Aufenthalt von Personen in kontaminierten Räumen durch Bestimmung der äußeren Exposition ermitteln zu können.
In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit weiterer Mykotoxin-Standards kann die bisher entwickelte Methode erweitert werden. In bestimmten Spezialfällen wird man aufgrund mangelnder Sensitivität der Multimethode in bestimmten Matrices auf den Einzelnachweis des jeweiligen Mykotoxins ausweichen müssen. In diesem Fall stellen die MS3- oder IDA-Scan-Methoden des verfügbaren Massenspektrometers gute Optionen dar, um einen sensitiven Nachweis zu erreichen. Auch im Bereich des Humanbiomonitorings zur Abschätzung der inneren Exposition des Menschen kann die beschriebene Technik Anwendung finden. Allerdings liegen nur für wenige Mykotoxine wie z. B. Ochratoxin A toxikokinetische Daten vor, die als Grundlage für ein Humanbiomonitoring unabdingbar sind.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass im Rahmen dieses Projektes die Grundlagen geschaffen wurden, um für den gesundheitlich besonders bedeutsamen Bereich der Schimmelpilzbelastung in Innenräumen zukunftsweisende Methoden entwickeln zu können. Damit ist die Grundlage gelegt, weiterer Messprogramme und Forschungsvorhaben in diesem wichtigen Bereich durchführen zu können. Gleichzeitig stellen diese eine notwendige Basis für eine valide Risikoabschätzung dar. Mit Hilfe der Ergebnisse erhält das StMUG und der ÖGD zudem die Möglichkeit klare Aussagen für einen wichtigen Bereich des bevölkerungsbezogenen Gesundheitsschutzes zu treffen.

Laufzeit: 2009 bis 2010

Ausführliche Projektbeschreibung

Interne und externe Expositionsabschätzung gegenüber Mykotoxinen