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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Stärkung des Impfwesens: Führende Rolle des LGL

Die Geschäftsstelle Nationaler Impfplan nimmt mit der Gründungssitzung der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen am 23.5. 2016 offiziell ihre Tätigkeit auf. Sitz der Geschäftsstelle ist am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Damit nimmt das LGL eine wichtige Rolle ein, indem es insbesondere die Arbeit der Institution Nationaler Impfplan stärkt und das Thema Impfen so insgesamt weiter voranbringt.
Die Geschäftstelle Nationaler Impfplan wird die Nationale Lenkungsgruppe Impfen, ein Gremium, in dem bundesweit alle für das Impfen verantwortlichen Akteure zusammen arbeiten, koordinieren. Ferner wird sie an der Weiterentwicklung des Nationalen Impfplans und dessen Anpassung an europäische Standards mitwirken, für Fragen zum Thema Impfwesen in Deutschland zuständig sein und die Öffentlichkeit weiter für das wichtige Thema „Impfen“ sensibilisieren.

Gute Küchenhygiene bietet wirksamen Schutz – auch vor Hepatitis E

Seit einigen Jahren ist deutschlandweit eine leichte Zunahme der Hepatitis E- Erkrankungen zu verzeichnen, die Gründe dafür sind aber nach wie vor nicht geklärt. Als mögliche Ursachen für den Anstieg kommen unter anderem eine gestiegene Aufmerksamkeit der Ärzteschaft für das Thema sowie häufiger angewandte und sensiblere Diagnoseverfahren in Betracht. Da das Virus auch bei Haus- und Wildschweinen festgestellt wurde, können auch manche tierische Lebensmittel, insbesondere rohe Fleischerzeugnisse, als mögliche Übertragungsquellen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) empfiehlt Verbrauchern daher auch weiterhin vorsorglich entsprechende Hygienemaßnahmen in der Küche.

V. EHEC Workshop 2016 in Nördlingen

Vom 08.06.bis 10.06.2016 findet der V. EHEC Workshop in Nördlingen statt. Themenschwerpunkte der Veranstaltung sollen Diagnostik, Epidemiologie und Klinik von EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli)-Erkrankungen, EHEC in Lebensmitteln, Tier und Umwelt sowie Pathogenitätsfaktoren und Genomics sein.
Nach dem bisher beispiellosen Ausbruch durch EHEC O104:H4 im Jahre 2011 stellen Infektionen mit den darmpathogenen EHEC-Bakterien immer noch eine häufige Ursache lebensmittelbedingter Erkrankungen dar. Immer wieder kommt es dabei auch zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Der Workshop soll den interdisziplinären Austausch zwischen Grundlagenforschung, Diagnostik und Klinik sowie dem Infektionsschutz durch den öffentlichen Gesundheitsdienst fördern. Sie sind herzlich eingeladen, sich aktiv mit wissenschaftlichen Beiträgen an der Tagung zu beteiligen (Einreichung von Abstracts bis 15.03.2016, Anmeldung bis 15.04.2016).

„Dein Ticket zur J1“ – Modellprojekt zur Vorsorgeuntersuchung gestartet

Junge Leute zur Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung J1 bewegen – das ist das Ziel eines aktuellen Modellprojektes, das Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Projektleiterin Dr. Uta Nennstiel-Ratzel vom LGL in Bamberg Schülerinnen und Schülern der Hugo-von-Trimberg Grund- und Mittelschule vorstellten. Mit dabei: der Kinder- und Jugendarzt Dr. Elmar Schmid, der die J1-Untersuchung aus „der Praxis“ erklärte.
Das Projekt "Dein Ticket zur J1" nutzt verschiedene Kanäle, um vor allem 12- bis 14-Jährige, aber auch deren Eltern zu erreichen. So gibt es einen animierten Videoclip, der in den sozialen Medien auf die Vorsorgeuntersuchung aufmerksam macht. Hinzu kommen Info-Flyer und eine informative Website. Kern ist die Vorsorgeuntersuchung J1, bei der Risiken für die Gesundheit und Erkrankungen frühzeitig erkannt werden sollen.

Als Modell-Landkreise wurden Mühldorf am Inn, Landsberg am Lech und Rhön-Grabfeld ausgewählt. Dort wird das LGL untersuchen, wie mehr junge Leute zur J1 motiviert werden können.

Leitfaden zur Kontrolle gentechnischer Veränderungen in Lebensmitteln

Der Arbeitskreis Lebensmittelchemischer Sachverständiger (ALS) veröffentlichte mit der ALS-Stellungnahme Nr. 2016/01 einen Leitfaden, der die wichtigsten Themengebiete aus dem Bereich „Überwachung gentechnisch veränderter Lebensmittel“ aufgreift, zu denen seit dem Jahr 2003 Stellungnahmen erarbeitet wurden. Er soll bei der Anwendung von Rechtsvorschriften Orientierung geben und zur Kontrolle gentechnischer Veränderungen dienen. Der Leitfaden ist vor allem an Überwachungsbehörden gerichtet.

Der ALS setzt sich im Wesentlichen aus Vertretern der Untersuchungs-einrichtungen der Bundesländer und der Bundeswehr zusammen. Im Rahmen regelmäßiger Sitzungen werden in diesem Gremium anhand konkreter Anfragen die Auslegungen von Rechtsvorschriften diskutiert und als Beschlüsse im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht.

Ausstellung "Kindersprechstunde": Kinder psychisch kranker Eltern erzählen in Bildern und Texten

Mit der Eröffnung der Ausstellung "Kindersprechstunde" am 11. Mai in Augsburg startet der Jahresschwerpunkt des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Thema der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. In der Ausstellung berichten Kinder von Eltern mit einer psychischen Erkrankung in Bildern und Geschichten von ihren Ängsten, Hoffnungen und Wünschen. Die Wanderaustellung kann von interessierten Institutionen kostenlos ausgeliehen werden.

Mehr Klarheit für die Verbraucher – neue LGL- Publikation zur Lebensmittel­informationsverordnung

Im Zentrum einer neuen LGL-Publikation steht die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die seit dem 13.12.2014 EU-weit einheitlich regelt, welche Informationen über Lebensmittel dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden müssen. Ziel ist die bessere Information der Verbraucher über die von ihnen gekauften Lebensmittel. Die Vorgaben der neuen LMIV betreffen in erster Linie die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln. Erfasst werden auch weitergehende Informationen über ein Lebensmittel, wie z. B. Aussagen in der Werbung. Die nun veröffentlichten Vorträge zu diesem Thema waren 2015 im Rahmen der LGL-Veranstaltung "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung: Mehr Klarheit für die Verbraucher" in Oberschleißheim zu hören.

Verleihung des 6. IBK-Preises für Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention im Bodenseeraum stärken, Beispiele guter Praxis länderübergreifend bekannt machen und den fachlichen Austausch fördern: Das sind die Ziele des Preises für Gesundheitsförderung und Prävention der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). Die Koordination des Wettbewerbs für Bayern liegt beim Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im LGL.
Am 21. April wurden im Bregenzer Festspielhaus im Rahmen eines Fachsymposiums die diesjährigen Gewinner prämiert:
Das baden-württembergische Projekt "Gesund aufwachsen – gesund leben in Michelfeld" hat den 1. Preis gewonnen. Mit dem 2. Preis wurde das Gemeinschaftsprojekt "Freelance – Prävention.Gesundheit" der Kantone Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen und dem Fürstentum Liechtenstein ausgezeichnet. Der 3. Preis ging nach Bayern an das Projekt "Tischlein-deck-dich".

Ausbau der Gesundheitsregionenplus

Das Förderprogramm Gesundheitsregionenplus des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) stößt weiterhin auf großes Interesse in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern. Seit 1. April 2016 können folgende 8 zusätzliche Gesundheitsregionenplus starten: Ansbach (Stadt und Land), Erding, Forchheim, Freising, Regensburg (Stadt und Land), Rosenheim, Straubing, Wunsiedel i. Fichtelgebirge.
Das LGL flankiert die Umsetzung der Gesundheitsregionenplus fachlich und stellt die 24 bisherigen Gesundheitsregionenplus in Form von Steckbriefen mit Hintergrundinformationen vor:

500 Jahre Reinheitsgebot: Lebensmittelrechtliche Vorgaben für Bier

Vor 500 Jahren, im April 1516, erließ Herzog Wilhelm IV die Verordnung, wonach zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden sollen. Das sogenannte Reinheitsgebot ist damit eine der ältesten, noch heute gültigen Lebensmittelverordnungen der Welt. Das LGL nimmt regelmäßig nicht nur das Endprodukt Bier, sondern auch die Rohstoffe wie Wasser, Getreide und Hopfen unter die Lupe, um bei Auffälligkeiten bereits im Vorfeld eingreifen zu können. Dabei gehen die Beanstandungen bei Bier im Hinblick auf die Gefährdung der menschlichen Gesundheit gegen Null.

Auslobung des Bayerischen Preises für Arbeitsmedizin

Am 01.12.2016 wird erstmalig der "Bayerische Preis für Arbeitsmedizin", ausgelobt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS), verliehen. Geehrt werden soll eine Ärztin / ein Arzt, die / der in den vergangenen zwei Jahren eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin in Deutschland veröffentlicht hat. Alle weiteren Informationen finden Sie im Text "Auslobung des Bayerischen Preises für Arbeitsmedizin" durch das StMAS.

Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt am LGL für FSME-Schutzimpfung

Zu Beginn der diesjährigen Zeckensaison hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in einer Pressekonferenz am LGL in Erlangen über die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) informiert und für eine FSME-Impfung geworben. Die gefährliche Infektionskrankheit FSME wird durch Viren ausgelöst, die über Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden können.

Das Virus kann zu einer Hirnhautentzündung, für die es keine entsprechende Therapie gibt, führen. Man kann sich aber durch eine Impfung vor dieser Erkrankung schützen. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V. , Dr. Nikolaus Frühwein, und dem Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf, informierte die Ministerin über die Infektionsrisiken durch Zeckenstiche und über die FSME-Schutzimpfung.

Informationen zu Pollenbelastung für Allergiker

In Deutschland leiden mehr als 15 Prozent der Bevölkerung unter einer Pollenallergie (Heuschnupfen). Diese Atemwegserkrankung wird durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Wildkräutern ausgelöst. Insbesondere Birkenpollen zeigen dabei eine besonders aggressive Wirkung. Nach Einschätzung der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst wird die Belastung der Luft mit Birkenpollen in diesem Jahr besonders stark ausfallen; der Blühbeginn der Birke wird in Deutschland je nach Region für Mitte bis Ende März erwartet.

Unbehandelt kann eine Pollenallergie zu Asthma führen. Betroffene sollten sich daher untersuchen und entsprechend behandeln lassen.

Glyphosatrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln

Das LGL untersucht seit 2009 im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung pflanzliche Lebensmittel auf Rückstände von Glyphosat, darunter Bierzutaten wie Gerste oder Weizen. Diese Proben werden risikoorientiert und nach Vorgaben der bundesweiten Untersuchungsprogramme ausgewählt.

Im Zeitraum 2013 bis 2015 kontrollierte das LGL insgesamt 418 Proben, lediglich in rund 2 Prozent wurden Glyphosatrückstände nachgewiesen. Allerdings blieben die festgestellten Gehalte stets deutlich unter den zulässigen Rückstandshöchstgehalten und ein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher kann bei den nachgewiesenen Gehalten mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.