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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

LGL -Forschungsprojekt zum Nachweis von Mikroplastik in ausgewählten Lebensmitteln

Unter dem Begriff „Mikroplastik“ versteht man kleine Kunststoffteilchen primären oder sekundären Ursprungs, deren Größe häufig zwischen einem Mikrometer und fünf Millimetern angegeben wird. Seit einigen Jahren werden vermehrt Studien zum Vorkommen von Mikroplastik in der Umwelt durchgeführt. Die bisherigen Untersuchungen belegen, dass Mikroplastik praktisch ubiquitär zu finden ist.
Unter anderem berichten einige Studien auch über den Nachweis von Kunststoffpartikeln in Lebensmitteln, jedoch fehlt es bisher an validen und einheitlichen Verfahren zur qualitativen und quantitativen Analyse der Kontamination von Lebensmitteln mit Mikroplastik.
Das LGL entwickelt nun erstmals in einem Forschungsprojekt routinetaugliche Untersuchungsverfahren für den Nachweis von Mikroplastik in Lebensmitteln. Ziel dieses Projekts ist es, erste belastbare Daten zu Menge, Größe und Zusammensetzung der Kunststoffpartikel in verschiedenen Lebensmitteln zu erarbeiten. Diese Daten sind eine wichtige Voraussetzung für eine Bewertung des gesundheitlichen Risikos für den Menschen aufgrund der potentiellen Kontamination von Lebensmitteln mit Mikroplastik.

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Küchenhygiene ist besonders im Sommer sehr wichtig

Salmonellen und Campylobacter-Bakterien sind weltweit die häufigsten Erreger von bakteriellen Durchfallerkrankungen. Sie können über Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Milch oder Fleisch übertragen werden.
Der zeitliche Zusammenhang zwischen steigender Umgebungstemperatur und einer wachsenden Anzahl an Infektionen durch Salmonellen und Campylobacter konnte nun durch eine wissenschaftliche Studie belegt werden. Forscher der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) untersuchten dabei zusammen mit Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) das Auftreten verschiedener Erreger im Jahresverlauf in Abhängigkeit von der Temperatur und veröffentlichten ihre Ergebnisse jetzt im Fachmagazin Scientific Reports. Über einen Zeitraum von vier Jahren werteten die Wissenschaftler für die Städte Berlin und München sowie drei ländliche Gebiete in Südbayern Daten zur Umgebungstemperatur und Daten zum Auftreten von Salmonellosen und Campylobacteriosen aus.
Um Magen-Darm-Erkrankungen vorzubeugen, ist es besonders in der warmen Jahreszeit sehr wichtig, bei der Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln die entsprechenden Hygienemaßnahmen einzuhalten. So sollte Fleisch gut durchgegart und Lebensmittel tierischen Ursprungs sollten kühl aufbewahrt werden. Werden Fleisch, Eier oder Milchprodukte nicht richtig gelagert, können sich Bakterien auf den Produkten gut vermehren.

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LGL rät zu Überprüfung des Tetanus-Impfschutzes

Die Tetanus-Erkrankungen in Deutschland gingen in den letzten Jahrzenten stark zurück und liegen derzeit bei ca. zehn bis fünfzehn Fällen pro Jahr. Mit diesem Erfolg, der maßgeblich einer hohen Impfquote geschuldet ist, wächst zugleich die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit für die auch als Wundstarrkrampf bezeichnete Krankheit bei der Bevölkerung und auch bei der Ärzteschaft abnimmt. Dabei gab es erst in jüngster Zeit einen Tetanus-Todesfall in Bayern.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ruft daher dazu auf, den individuellen Tetanus-Impfschutz zu überprüfen.

Der Impfstatus der Kinder in Bayern – Update 2016

Die neuen Daten zum Impfstatus der Kinder in Bayern sind veröffentlicht. Erfreulich ist die weitere Steigerung der Masernimpfraten. 95,8 % der Schulanfänger sind inzwischen mindestens einmal gegen Masern geimpft. Der Report enthält auch eine Sonderauswertung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, die zeigt, dass die Masernimpfraten entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch bei den Kleinkindern zunehmen.

Forum Bayerische Gewerbeaufsicht - "Bayerischer Arbeitsschutztag 2016"

Am 20. Oktober 2016 findet in Kloster Banz bei Bad Staffelstein das Forum Bayerische Gewerbeaufsicht – Bayerischer Arbeitsschutztag 2016 – statt. Der diesjährige Arbeitsschutztag steht unter dem Motto „Auf dem Weg in die Arbeitswelt 4.0 – Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und weiter?“. Es erwarten Sie zahlreiche Fachvorträge und eine abschließende Podiumsdiskussion.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Im Urlaub gesund bleiben

Empfehlungen, um gesundheitliche Risiken auf Reisen zu verringern

Reisende können gesundheitliche Risiken gerade in den südlichen oder außereuropäischen Ländern minimieren, wenn sie fünf elementare Hinweise beachten.
Das LGL empfiehlt den Urlaubern, schon vor der Reise zu überprüfen, ob ihr Impfschutz ausreicht. Auch die Reiseapotheke sollte auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Darüber hinaus sind im Urlaubsland der richtige Umgang mit Lebensmitteln, hygienisches Verhalten und maßvolles Sonnen wesentliche Faktoren für ungetrübte Ferien.

Tagungsband zur 6. Fachtagung Gentechnik veröffentlicht

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat im Juni 2016 den Tagungsband zur 6. Fachtagung Gentechnik in Oberschleißheim am 17. November 2015 veröffentlicht. Der Tagungsband ist als Band 9 der Schriftenreihe Gentechnik für Umwelt und Verbraucherschutz erschienen.
Der Schwerpunkt der Fachtagung lag auf gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen. Zu diesem Thema referierten verschiedene Dozenten aus Behörden, Universitäten sowie der Industrie. Die 6. Fachtagung Gentechnik richtete sich insbesondere an Fachpersonal aus Wissenschaft, Behörden und der Praxis.

„Gesundheitsmanagement in Betrieben – Ein Wettbewerbsvorteil für Betriebe?“ - Fortbildung für Personalverantwortliche und Betriebsärzte

Am Mittwoch, dem 20.07.2016, fand unter dem Titel „Gesundheitsmanagement in Betrieben - Ein Wettbewerbsvorteil für Betriebe?“ eine Fortbildung für Personalverantwortliche, Führungskräfte und Betriebsärzte statt. Hierbei wurden Themen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) wie Angebote zur Grippeimpfung und zum Darmkrebsscreening behandelt. Weitere Themen waren das Präventionsgesetz sowie die psychische Gefährdungsbeurteilung. Darüber hinaus wurde auch der in dem Projekt FlexA (Flexibilisierung in der Arbeitswelt) entstandene Handlungsleitfaden vorgestellt. Die Veranstaltung sollte dazu dienen, Personalverantwortlichen praktische Wege einer sinnvollen Gestaltung des Gesundheitsmanagements in Betrieben aufzuzeigen und vorzustellen. Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements wird in den kommenden Jahren immer stärker an Bedeutung gewinnen. Qualifizierte Arbeitnehmer suchen sich ihre Betriebe unter anderem auch nach deren Leistungsangebot im Gesundheitswesen aus.

Tee in Pad- bzw. Kapselform – Wie gut ist die Qualität bei maschineller Zubereitung?

Unkompliziert und zeitsparend: Nun haben auch Teehersteller diesen Trend zu Pads und Kapseln entdeckt. Verschiedene Kapsel/Padsysteme unterschiedlicher Preisklassen sind auf dem Markt. Die Zubereitung des Teegetränkes weicht dabei stark vom „normalen“ Brühvorgang mit mehrminütiger Ziehzeit ab.
Das LGL hat nun im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes geprüft, wie sich diese Art der Zubereitung auf Tee und teeähnliche Erzeugnisse wie Kräuter- und Früchtetees, auswirkt und ob die Erwartungen der Verbraucher an die Produkte erfüllt werden. Neben einer sensorischen Beurteilung wurde die mikrobiologische Qualität der Rohware geprüft und im Fall von schwarzem und grünem Tee.der der Koffeingehalt als Qualitätsparameter bestimmt.

Interdisziplinäres Symposium „Antibiotikaresistenz – Verantwortung übernehmen“ am 19. September 2016 in Erlangen

Der häufige Einsatz von Antibiotika hat weitreichende Folgen. Das Auftreten von antibiotikaresistenten Keimen nimmt weltweit immer mehr zu. Resistenzen können sich über Art-und Gattungsgrenzen der Bakterien hinweg verbreiten, aber auch zwischen Menschen, Tieren, aus der Umwelt und mit Nahrungsmitteln ausgetauscht und aufgenommen werden.
Das Interdisziplinäre Symposium „Antibiotikaresistenz – Verantwortung übernehmen“ verdeutlicht die Vielschichtigkeit des Problems der Resistenzentwicklung. Das Programm berücksichtigt die verschiedensten Aspekte bis hin zu Alternativen zum Antibiotikaeinsatz. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Badegewässer auf einen Blick

Vielerorts laden die Temperaturen mittlerweile zum ausgiebigen Baden unter freiem Himmel ein. Eine gute Nachricht für alle, die darauf warten, ins kühle Nass zu springen oder einfach nur an einem See entspannen möchten: Bayerns Badeseen haben meistens eine ausgezeichnete Wasserqualität. Damit der Badespaß ungetrübt bleibt, wird die Qualität der Badeseen systematisch überprüft. Zur Überwachung der Wasserqualität während der Badesaison nehmen die Kreisverwaltungsbehörden regelmäßig Wasserproben, die am LGL untersucht werden.

Derzeit sind im Bayern 376 Badestellen in Bayern (Stand Mai 2016) offiziell als EU-Badegewässerstellen ausgewiesen. Insgesamt schneiden die bayerischen Seen dabei im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. Mehr als 94 Prozent der 376 EU-Badestellen im Freistaat sind aktuell als 'ausgezeichnet' eingestuft. Damit liegen die bayerischen Badeseen zehn Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt.

Im Rahmen dessen stellt das LGL eine interaktive Karte der EU-Badestellen bereit, mittels der sich badehungrige Nutzer über die einzelnen Badestellen informieren können.

LGL Jahresbericht 2015 veröffentlicht

Das LGL untersuchte 2015 knapp 70.000 Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, kosmetische Mittel und Tabakwaren – nur 0,2 Prozent fielen als gesundheitsschädlich auf. Stark engagierte sich die Behörde unter anderem auch im Bereich der Kindergesundheit, hier übernahmen LGL-Experten das Projektmanagement der neu konzipierten Schuleingangsuntersuchung. Außerdem leistete das LGL einen großen Beitrag dazu, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst die Herausforderungen durch die steigende Anzahl der Asylsuchenden erfolgreich bewältigen konnte. Dies geht aus dem LGL-Jahresbericht hervor, der am 05.07.2016 im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde.

Listeriennachweise in Fleisch- und Wurstwaren und vegetarischen Produkten

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben das Bayerische Verbraucherschutzministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit 27.05.2016 davon abgeraten, Produkte der Fa. Sieber, Geretsried, zu konsumieren. Inzwischen sind diese Produkte (auch bei Eigenmarken des Handels) zurückgerufen und aus dem Handel genommen worden, da die Produkte möglicherweise mit Listerien belastet waren. Um die Sicherheit ihrer Produkte wiederherzustelllen, wurden der Firma verschiedene behördliche Auflagen auferlegt, bevor sie erneut Produkte in Verkehr bringen darf. Da diese Auflagen inzwischen erfüllt sind, ist das Verbot des Inverkehrbringens zum 24.08.2016 weggefallen und die Firma Sieber darf nun wieder Produkte in Verkehr bringen.

Kongress „Sichere Lebensmittel – Von der Früherkennung bis zur Sanktion“

Vom 18.10.bis 19.10.2016 findet der 2. LGL Kongress Lebensmittelsicherheit in Erlangen statt. Unter dem Motto „Sichere Lebensmittel – von der Früherkennung bis zur Sanktion“ bieten wir Ihnen nicht nur praxisnahe Informationen zu aktuellen Themen der Lebensmittelsicherheit und -überwachung. Der Kongress ist darüber hinaus eine Austauschplattform zu allen Fragestellungen, die diesem breiten Themenspektrum zuzurechnen sind - vom Lebensmittelrecht über die Bewertung von Rückständen und Kontaminanten bis zur Probenahme und Kennzeichnung.

Sie sind herzlich eingeladen, sich aktiv mit Beiträgen an der Tagung zu beteiligen (Einreichung von Abstracts bis 10.06.2016, Anmeldung bis 04.10.2016).

Stärkung des Impfwesens: Führende Rolle des LGL

Die Geschäftsstelle Nationaler Impfplan nimmt mit der Gründungssitzung der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen am 23.5. 2016 offiziell ihre Tätigkeit auf. Sitz der Geschäftsstelle ist am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Damit nimmt das LGL eine wichtige Rolle ein, indem es insbesondere die Arbeit der Institution Nationaler Impfplan stärkt und das Thema Impfen so insgesamt weiter voranbringt.
Die Geschäftstelle Nationaler Impfplan wird die Nationale Lenkungsgruppe Impfen, ein Gremium, in dem bundesweit alle für das Impfen verantwortlichen Akteure zusammen arbeiten, koordinieren. Ferner wird sie an der Weiterentwicklung des Nationalen Impfplans und dessen Anpassung an europäische Standards mitwirken, für Fragen zum Thema Impfwesen in Deutschland zuständig sein und die Öffentlichkeit weiter für das wichtige Thema „Impfen“ sensibilisieren.

Gute Küchenhygiene bietet wirksamen Schutz – auch vor Hepatitis E

Seit einigen Jahren ist deutschlandweit eine leichte Zunahme der Hepatitis E- Erkrankungen zu verzeichnen, die Gründe dafür sind aber nach wie vor nicht geklärt. Als mögliche Ursachen für den Anstieg kommen unter anderem eine gestiegene Aufmerksamkeit der Ärzteschaft für das Thema sowie häufiger angewandte und sensiblere Diagnoseverfahren in Betracht. Da das Virus auch bei Haus- und Wildschweinen festgestellt wurde, können auch manche tierische Lebensmittel, insbesondere rohe Fleischerzeugnisse, als mögliche Übertragungsquellen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) empfiehlt Verbrauchern daher auch weiterhin vorsorglich entsprechende Hygienemaßnahmen in der Küche.

Mehr Klarheit für die Verbraucher – neue LGL- Publikation zur Lebensmittel­informationsverordnung

Im Zentrum einer neuen LGL-Publikation steht die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die seit dem 13.12.2014 EU-weit einheitlich regelt, welche Informationen über Lebensmittel dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden müssen. Ziel ist die bessere Information der Verbraucher über die von ihnen gekauften Lebensmittel. Die Vorgaben der neuen LMIV betreffen in erster Linie die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln. Erfasst werden auch weitergehende Informationen über ein Lebensmittel, wie z. B. Aussagen in der Werbung. Die nun veröffentlichten Vorträge zu diesem Thema waren 2015 im Rahmen der LGL-Veranstaltung "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung: Mehr Klarheit für die Verbraucher" in Oberschleißheim zu hören.

Glyphosatrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln

Das LGL untersucht seit 2009 im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung pflanzliche Lebensmittel auf Rückstände von Glyphosat, darunter Bierzutaten wie Gerste oder Weizen. Diese Proben werden risikoorientiert und nach Vorgaben der bundesweiten Untersuchungsprogramme ausgewählt.

Im Zeitraum 2013 bis 2015 kontrollierte das LGL insgesamt 418 Proben, lediglich in rund 2 Prozent wurden Glyphosatrückstände nachgewiesen. Allerdings blieben die festgestellten Gehalte stets deutlich unter den zulässigen Rückstandshöchstgehalten und ein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher kann bei den nachgewiesenen Gehalten mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.