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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Über den Einfluss der Innenarchitektur in Krankenhäusern

Am Dienstag, den 27. September 2016, fand von 10.00 bis 16.00 Uhr am Uniklinikum Würzburg der eintägige Kongress „Bauen in medizinischen Einrichtungen – eine interdisziplinäre Herausforderung“ statt. Der Kongress wurde neben der Bayerischen Architektenkammer, der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, der Bayerischen Krankenhausgesellschaft und dem Uniklinikum Würzburg auch vom LGL getragen.

Bei der Veranstaltung wurde beleuchtet, welchen Einfluss räumliche Bedingungen in medizinischen Einrichtungen auf Gesundheit von Patienten und Personal haben können. Ziel war, den interdisziplinären Dialog zwischen Architekten, Ingenieuren, Klinikern, Umweltmedizinern und Hygienikern zu stärken.

Kongress „Sichere Lebensmittel – Von der Früherkennung bis zur Sanktion“

Vom 18.10.bis 19.10.2016 findet der 2. LGL Kongress Lebensmittelsicherheit in Erlangen statt. Unter dem Motto „Sichere Lebensmittel – von der Früherkennung bis zur Sanktion“ bieten wir Ihnen nicht nur praxisnahe Informationen zu aktuellen Themen der Lebensmittelsicherheit und -überwachung. Der Kongress ist darüber hinaus eine Austauschplattform zu allen Fragestellungen, die diesem breiten Themenspektrum zuzurechnen sind - vom Lebensmittelrecht über die Bewertung von Rückständen und Kontaminanten bis zur Probenahme und Kennzeichnung.

Sie sind herzlich eingeladen, die Tagung zu besuchen (Anmeldung online bis 04.10.2016 sowie am 18. oder 19.10.2016 Vorort an der Registrierung).

Interdisziplinäres Symposium „Antibiotikaresistenz – Verantwortung übernehmen“

Die Gefährdung der Gesundheit des Menschen durch zunehmende Resistenzen gegenüber Antibiotika und die Notwendigkeit zum Erhalt der Wirksamkeit dieser Medikamente sind inzwischen als dringliche Probleme in der Human- und Veterinärmedizin erkannt. Diese Thematik und die daraus resultierenden Herausforderungen für globales und regionales Handeln waren Gegenstand des interdisziplinären Symposiums „Antibiotikaresistenz – Verantwortung übernehmen“, welches das LGL am 19. September 2016 gemeinsam mit dem Institut für klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Universität Erlangen veranstaltete.

Neben einer zusammenfassenden Darstellung der aktuellen Situation der Antibiotikaresistenzen und ihrer weltweiten Entwicklung lag ein wichtiger Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Vorstellung von Aktivitäten und Strategien zur Verminderung und Vermeidung des Einsatzes von Antibiotika. Weiterhin wurden Projekte zur Erweiterung des gegenseitigen Wissens in Human-und Veterinärmedizin in Bezug auf die Antibiotikaanwendung und Resistenzproblematik sowie bereits genutzte Synergien in beiden Fachbereichen präsentiert. Neben möglichen Alternativen zur Gabe von Antibiotika wurden auch die ethischen Aspekte eines restriktiven Antibiotikaeinsatzes beleuchtet. Abschließend fassten die Partner im Bayerischen Aktionsbündnis gegen Antibiotikaresistenzen (BAKT) ihre Aktivitäten im Rahmen des Bündnisses zusammen.

Neue App „VerbraucherSchutz“ des StMUV

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz stellt seit kurzem eine neue App zur Verfügung, über die Verbraucher mobil über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln informiert und vor nicht sicheren Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen gewarnt werden. Die App „VerbraucherSchutz“ bietet unter anderem eine kostenlose Lebensmittel-Beratung durch die Verbraucherschutz-Einrichtungen in Bayern, darüber hinaus wird Verbrauchern durch eine neu entwickelte Meldefunktion ein direkter Kontakt zu den Lebensmittelbehörden ermöglicht.

Zum Schutz vor Infektionen: Rohmilch vor dem Verzehr abkochen

Das LGL rät zum Schutz vor Infektionen dazu, Rohmilch vor dem Verzehr abzukochen, da in Rohmilch immer wieder Krankheitserreger vorkommen können. Dabei liegt die Gefahr hauptsächlich in einer Übertragung von Campylobacter- und EHEC-Bakterien. Die Krankheitserreger stammen in den meisten Fällen nicht unmittelbar aus der Milch, sondern gelangen beim Melken aus der Stallumgebung in die Rohmilch und lassen sich auch bei einer vorbildlichen Melkhygiene niemals gänzlich ausschließen. Durch Abkochen der Milch können Verbraucher diese Keime zuverlässig abtöten. Das LGL weist zudem darauf hin, dass die Übertragung von EHEC grundsätzlich unter anderem auch über den Verzehr von Rohmilchprodukten, z. B. Rohmilchweich- und Rohmilchschnittkäse, möglich ist.

Gesunder Schulstart mit passend sitzenden Ranzen

Mit Beginn des Schullebens rückt auch das Thema Schulranzen in den Vordergrund. Dabei ist ein passender Tornister nicht nur für ABC-Schützen, sondern auch für Kinder, die schon länger die Schulbank drücken, wichtig. Das LGL empfiehlt, bei der Auswahl der Büchertasche vor allem darauf zu achten, dass der Schulranzen richtig sitzt und vor dem Tragen nicht zu schwer beladen wird.

Richtig sitzt der Tornister, wenn die Breite der Schulterbreite des Kindes entspricht, er an den Schulterblättern anliegt, dicht am Körper getragen wird und die Oberkante waagerecht auf Höhe der Schultern verläuft. Wichtig sind verstellbare, gepolsterte Gurte, ein Brustgurt fixiert den Ranzen und sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung. Für die Sicherheit sind Reflektoren und Leuchtstreifen angebracht.

Das maximale Gewicht eines gefüllten Schulranzens kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Es hängt unter anderem von Alter, der Qualität des Ranzens und der Muskelkraft des Kindes ab. Eine Überbelastung sollte auf jeden Fall vermieden werden. Ein häufig genannter Richtwert liegt bei ca. 12 % des Eigengewichts des Kindes.

Neugeborenen-Screening wird ab September um Mukoviszidose-Untersuchung erweitert

Ab 1. September 2016 haben alle Neugeborenen in Deutschland den Anspruch auf ein Screening auf Mukoviszidose, auch Cystische Fibrose oder CF genannt. Das Screening wird in der Regel aus der gleichen Blutprobe wie das etablierte Neugeborenenscreening durchgeführt. Bei Kindern mit Mukoviszidose wird zähflüssiger Schleim in der Lunge und anderen Organen gebildet. Diese entzünden sich dadurch dauerhaft. Die Kinder sind in der Folge oft untergewichtig und wachsen schlecht. Bei schweren Verläufen kann die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigt werden. Ziel dieser Untersuchung ist die frühzeitige Diagnose, damit möglichst früh mit einer Behandlung begonnen werden kann und so die Lebensqualität und Lebenserwartung der betroffenen Kinder verbessert werden.
In Bayern sorgt das Screeningzentrum im LGL wie beim bisherigen Neugeborenenscreening auf angeborene Stoffwechsel- und Hormonstörungen sowie dem Neugeborenen-Hörscreening für eine hohe Prozessqualität.

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LGL -Forschungsprojekt zum Nachweis von Mikroplastik in ausgewählten Lebensmitteln

Unter dem Begriff „Mikroplastik“ versteht man kleine Kunststoffteilchen primären oder sekundären Ursprungs, deren Größe häufig zwischen einem Mikrometer und fünf Millimetern angegeben wird. Seit einigen Jahren werden vermehrt Studien zum Vorkommen von Mikroplastik in der Umwelt durchgeführt. Die bisherigen Untersuchungen belegen, dass Mikroplastik praktisch ubiquitär zu finden ist.
Unter anderem berichten einige Studien auch über den Nachweis von Kunststoffpartikeln in Lebensmitteln, jedoch fehlt es bisher an validen und einheitlichen Verfahren zur qualitativen und quantitativen Analyse der Kontamination von Lebensmitteln mit Mikroplastik.
Das LGL entwickelt nun erstmals in einem Forschungsprojekt routinetaugliche Untersuchungsverfahren für den Nachweis von Mikroplastik in Lebensmitteln. Ziel dieses Projekts ist es, erste belastbare Daten zu Menge, Größe und Zusammensetzung der Kunststoffpartikel in verschiedenen Lebensmitteln zu erarbeiten. Diese Daten sind eine wichtige Voraussetzung für eine Bewertung des gesundheitlichen Risikos für den Menschen aufgrund der potentiellen Kontamination von Lebensmitteln mit Mikroplastik.

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Küchenhygiene ist besonders im Sommer sehr wichtig

Salmonellen und Campylobacter-Bakterien sind weltweit die häufigsten Erreger von bakteriellen Durchfallerkrankungen. Sie können über Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Milch oder Fleisch übertragen werden.
Der zeitliche Zusammenhang zwischen steigender Umgebungstemperatur und einer wachsenden Anzahl an Infektionen durch Salmonellen und Campylobacter konnte nun durch eine wissenschaftliche Studie belegt werden. Forscher der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) untersuchten dabei zusammen mit Wissenschaftlern des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) das Auftreten verschiedener Erreger im Jahresverlauf in Abhängigkeit von der Temperatur und veröffentlichten ihre Ergebnisse jetzt im Fachmagazin Scientific Reports. Über einen Zeitraum von vier Jahren werteten die Wissenschaftler für die Städte Berlin und München sowie drei ländliche Gebiete in Südbayern Daten zur Umgebungstemperatur und Daten zum Auftreten von Salmonellosen und Campylobacteriosen aus.
Um Magen-Darm-Erkrankungen vorzubeugen, ist es besonders in der warmen Jahreszeit sehr wichtig, bei der Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln die entsprechenden Hygienemaßnahmen einzuhalten. So sollte Fleisch gut durchgegart und Lebensmittel tierischen Ursprungs sollten kühl aufbewahrt werden. Werden Fleisch, Eier oder Milchprodukte nicht richtig gelagert, können sich Bakterien auf den Produkten gut vermehren.

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LGL rät zu Überprüfung des Tetanus-Impfschutzes

Die Tetanus-Erkrankungen in Deutschland gingen in den letzten Jahrzenten stark zurück und liegen derzeit bei ca. zehn bis fünfzehn Fällen pro Jahr. Mit diesem Erfolg, der maßgeblich einer hohen Impfquote geschuldet ist, wächst zugleich die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit für die auch als Wundstarrkrampf bezeichnete Krankheit bei der Bevölkerung und auch bei der Ärzteschaft abnimmt. Dabei gab es erst in jüngster Zeit einen Tetanus-Todesfall in Bayern.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ruft daher dazu auf, den individuellen Tetanus-Impfschutz zu überprüfen.

Der Impfstatus der Kinder in Bayern – Update 2016

Die neuen Daten zum Impfstatus der Kinder in Bayern sind veröffentlicht. Erfreulich ist die weitere Steigerung der Masernimpfraten. 95,8 % der Schulanfänger sind inzwischen mindestens einmal gegen Masern geimpft. Der Report enthält auch eine Sonderauswertung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, die zeigt, dass die Masernimpfraten entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch bei den Kleinkindern zunehmen.

Forum Bayerische Gewerbeaufsicht - "Bayerischer Arbeitsschutztag 2016"

Am 20. Oktober 2016 findet in Kloster Banz bei Bad Staffelstein das Forum Bayerische Gewerbeaufsicht – Bayerischer Arbeitsschutztag 2016 – statt. Der diesjährige Arbeitsschutztag steht unter dem Motto „Auf dem Weg in die Arbeitswelt 4.0 – Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und weiter?“. Es erwarten Sie zahlreiche Fachvorträge und eine abschließende Podiumsdiskussion.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Im Urlaub gesund bleiben

Empfehlungen, um gesundheitliche Risiken auf Reisen zu verringern

Reisende können gesundheitliche Risiken gerade in den südlichen oder außereuropäischen Ländern minimieren, wenn sie fünf elementare Hinweise beachten.
Das LGL empfiehlt den Urlaubern, schon vor der Reise zu überprüfen, ob ihr Impfschutz ausreicht. Auch die Reiseapotheke sollte auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Darüber hinaus sind im Urlaubsland der richtige Umgang mit Lebensmitteln, hygienisches Verhalten und maßvolles Sonnen wesentliche Faktoren für ungetrübte Ferien.

Tee in Pad- bzw. Kapselform – Wie gut ist die Qualität bei maschineller Zubereitung?

Unkompliziert und zeitsparend: Nun haben auch Teehersteller diesen Trend zu Pads und Kapseln entdeckt. Verschiedene Kapsel/Padsysteme unterschiedlicher Preisklassen sind auf dem Markt. Die Zubereitung des Teegetränkes weicht dabei stark vom „normalen“ Brühvorgang mit mehrminütiger Ziehzeit ab.
Das LGL hat nun im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes geprüft, wie sich diese Art der Zubereitung auf Tee und teeähnliche Erzeugnisse wie Kräuter- und Früchtetees, auswirkt und ob die Erwartungen der Verbraucher an die Produkte erfüllt werden. Neben einer sensorischen Beurteilung wurde die mikrobiologische Qualität der Rohware geprüft und im Fall von schwarzem und grünem Tee.der der Koffeingehalt als Qualitätsparameter bestimmt.

Badegewässer auf einen Blick

Vielerorts laden die Temperaturen mittlerweile zum ausgiebigen Baden unter freiem Himmel ein. Eine gute Nachricht für alle, die darauf warten, ins kühle Nass zu springen oder einfach nur an einem See entspannen möchten: Bayerns Badeseen haben meistens eine ausgezeichnete Wasserqualität. Damit der Badespaß ungetrübt bleibt, wird die Qualität der Badeseen systematisch überprüft. Zur Überwachung der Wasserqualität während der Badesaison nehmen die Kreisverwaltungsbehörden regelmäßig Wasserproben, die am LGL untersucht werden.

Derzeit sind im Bayern 376 Badestellen in Bayern (Stand Mai 2016) offiziell als EU-Badegewässerstellen ausgewiesen. Insgesamt schneiden die bayerischen Seen dabei im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. Mehr als 94 Prozent der 376 EU-Badestellen im Freistaat sind aktuell als 'ausgezeichnet' eingestuft. Damit liegen die bayerischen Badeseen zehn Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt.

Im Rahmen dessen stellt das LGL eine interaktive Karte der EU-Badestellen bereit, mittels der sich badehungrige Nutzer über die einzelnen Badestellen informieren können.

Listeriennachweise in Fleisch- und Wurstwaren und vegetarischen Produkten

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben das Bayerische Verbraucherschutzministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit 27.05.2016 davon abgeraten, Produkte der Fa. Sieber, Geretsried, zu konsumieren. Inzwischen sind diese Produkte (auch bei Eigenmarken des Handels) zurückgerufen und aus dem Handel genommen worden, da die Produkte möglicherweise mit Listerien belastet waren. Um die Sicherheit ihrer Produkte wiederherzustelllen, wurden der Firma verschiedene behördliche Auflagen auferlegt, bevor sie erneut Produkte in Verkehr bringen darf. Da diese Auflagen inzwischen erfüllt sind, ist das Verbot des Inverkehrbringens zum 24.08.2016 weggefallen und die Firma Sieber darf nun wieder Produkte in Verkehr bringen.

Mehr Klarheit für die Verbraucher – neue LGL- Publikation zur Lebensmittel­informationsverordnung

Im Zentrum einer neuen LGL-Publikation steht die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die seit dem 13.12.2014 EU-weit einheitlich regelt, welche Informationen über Lebensmittel dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden müssen. Ziel ist die bessere Information der Verbraucher über die von ihnen gekauften Lebensmittel. Die Vorgaben der neuen LMIV betreffen in erster Linie die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln. Erfasst werden auch weitergehende Informationen über ein Lebensmittel, wie z. B. Aussagen in der Werbung. Die nun veröffentlichten Vorträge zu diesem Thema waren 2015 im Rahmen der LGL-Veranstaltung "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung: Mehr Klarheit für die Verbraucher" in Oberschleißheim zu hören.

Glyphosatrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln

Das LGL untersucht seit 2009 im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung pflanzliche Lebensmittel auf Rückstände von Glyphosat, darunter Bierzutaten wie Gerste oder Weizen. Diese Proben werden risikoorientiert und nach Vorgaben der bundesweiten Untersuchungsprogramme ausgewählt.

Im Zeitraum 2013 bis 2015 kontrollierte das LGL insgesamt 418 Proben, lediglich in rund 2 Prozent wurden Glyphosatrückstände nachgewiesen. Allerdings blieben die festgestellten Gehalte stets deutlich unter den zulässigen Rückstandshöchstgehalten und ein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher kann bei den nachgewiesenen Gehalten mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.