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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Tiergesundheit – Aktuelles

Änderung der Annahmezeiten für Veterinärproben und Tierkörper am LGL Oberschleißheim
ab 1. Mai 2012

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Standort Oberschleißheim ändert zum 1. Mai 2012 die Annahmezeiten für Veterinärproben und Tierkörper.

Neue Annahmezeiten:

Mo bis Do 8:00 bis 16:30 Uhr

Freitag 8:00 bis 14:30 Uhr

Samstag 9:00 bis 12:00 Uhr

Schmallenberg-Virus - Ein neuer Krankheitserreger bei Wiederkäuern in Europa

Foto: Schafe und Lämmer auf einer Weide

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) hat Hinweise auf eine neue, durch Arthropoden (Stechmücken) übertragene Orthobunyavirus-Infektion bei Wiederkäuern gefunden, die in Zusammenhang mit erheblichen kongenitalen Schäden, sowie Früh- und Totgeburten bei Schafen und Rindern gebracht wird. Bestätigte Fälle liegen bislang aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien vor. Innerhalb Deutschlands liegen bestätigte Fälle inzwischen aus fast allen Bundesländern vor. Weitere Untersuchungen zur Charakterisierung des Virus und seiner möglichen bundesweiten Ausbreitung werden unternommen. Eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen besteht nicht.


weitere Informationen zum Thema

Übersichtskarte und Landkreisinformationen zu Betrieben in Bayern, die vom Schmallenberg-Virus betroffen sind


Tiergesundheit – Themengebiet

Die Aufgaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf dem Gebiet der Tiergesundheit umfassen die Diagnostik von Tierkrankheiten, deren Prävention und Bekämpfung, den Tierschutz sowie die Überwachung des Verkehrs mit Tierarzneimitteln. Der diagnostische Bereich deckt neben der pathologischen Untersuchung mit dem Schwerpunkt auf landwirtschaftlichen Nutztieren ein breites Spektrum an Virusinfektionen, bakteriellen Erkrankungen und Pilzerkrankungen sowie Parasitosen ab. Daneben erreichen das LGL Aufträge aus dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) sowie Anfragen und Bitten um Unterstützung von den Regierungen und Veterinärämtern. Die Überwachung des Tierarzneimittelverkehrs bei Lebensmittel liefernden Tieren steht insbesondere aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Qualität der Lebensmittel und damit auf die Verbrauchergesundheit im öffentlichen Interesse. Auf dem Gebiet des Tierschutzes ist das Fachwissen des LGL bei der Beurteilung von Tierhaltungen und im Zusammenhang mit weiteren tierschutzrechtlichen Fragestellungen wie dem Tiertransport, dem Handel mit Tieren und der Tiertötung gefragt. Die Prävention von Tierseuchen wird vorrangig unterstützt. Im Tierseuchen-Verdachtsfall und bei Ausbrüchen ist die schnelle und sichere Diagnostik essenziell für eine gezielte Bekämpfung. Die Aktivitäten des LGL sollen die durch Tierseuchen bedingten wirtschaftlichen Schäden möglichst gering halten. Des Weiteren hat das LGL eine wichtige Funktion in der amtlichen Futtermittelüberwachung, unter anderem durch die behördlich angeordnete Untersuchung von Futtermittelproben und die Erstellung von Gutachten für das StMUG und die Regierung von Oberbayern.