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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel - Aktuelles

VDI-Preis für Bachelorarbeit

Für ihre herausragende Leistung in ihrer Bachelorarbeit im Studiengang „Industrielle Biotechnologie“ erhielt Bettina Knörr den Preis des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) 2015 der Hochschule Ansbach. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Akademischen Abends der Hochschule im Dezember 2015 statt. Der VDI-Preis ist eine Auszeichnung der VDI-Bezirksgruppe Ansbach in Kooperation mit der Hochschule Ansbach. Er wird alljährlich für die beste Arbeit in der Fakultät Ingenieurwissenschaften verliehen.

Bettina Knörr studierte Industrielle Biotechnologie an der Hochschule Ansbach. Ihre Bachelorarbeit fertigte sie am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) in Erlangen im Sachbereich LH3.2 Lebensmittelhygiene an. Betreut wurde die Arbeit am LGL von Frau Dr. Anja Carl und seitens der Hochschule Ansbach von Frau Prof. Dr. Annette Martin. Thema war die Entwicklung eines molekularbiologischen Testsystems zum Nachweis und zur Unterscheidung der Tierarten Damhirsch, Rothirsch und Reh in Wildfleischerzeugnissen. Das in der Bachelorarbeit entwickelte Verfahren ergänzt das am LGL vorhandene Methodenspektrum für die Untersuchung von Lebensmitteln im Sinne des effektiven Verbraucherschutzes.


Information zum Salmonellen-Fall bei der Firma Bayern-Ei

Mit Beschlüssen vom 12. und 27. Januar 2016 hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof angeordnet, dass die Fa. Bayern-Ei Eier aus ihren Standorten Aiterhofen/Niederharthausen und Aholming/Tabertshausen erst dann wieder als Lebensmittel verkaufen darf, wenn sie eine fachliche Stellungnahme des LGL aufgrund dreier unmittelbar aufeinanderfolgender Untersuchungen mit einem negativen Salmonellenbefund vorlegen kann.

Leitfaden zur Lebensmittelhygiene für ehrenamtliche Helfer ist nun mehrsprachig verfügbar

Hygienefehler beim Umgang mit Lebensmitteln können immer wieder zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, die besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen lebensbedrohlich werden können. Solche lebensmittelbedingten Erkrankungen können bei Vereins- und Straßenfesten oder ähnlichen Veranstaltungen, aber auch bei der Essensausgabe in Gemeinschaftseinrichtungen, schnell einen größeren Personenkreis betreffen.

Nun haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) einen "Leitfaden zur Lebensmittelhygiene für ehrenamtliche Helfer" in zahlreichen verschiedenen Sprachen herausgegeben. Dieser Leitfaden kann daher gut bei der Essensausgabe mit Hilfe nicht-deutschsprachiger ehrenamtlicher Helfer bzw. bei gemeinsamen Veranstaltungen eingesetzt werden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


„Bio-Tomaten oder Tomaten aus konventionellem Anbau“? LGL entwickelt neue Analysemethode zur Prüfung von Biolebensmitteln

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Biolebensmitteln ist für einen effektiven Verbraucherschutz nicht nur die Kontrolle ökologischer Erzeuger- und Verarbeitungsbetriebe wichtig. Ebenso entscheidend ist es, bei den im Handel angebotenen Bioprodukten analytisch zu überprüfen, ob die Bezeichnung „Bio“ bzw. die Verwendung des Bio-Siegels gerechtfertigt ist. Da über die bisher verfügbaren Analyseverfahren nicht immer eine gesicherte Aussage zur Bioqualität gewährleistet ist, wurde am LGL im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein neues Untersuchungsverfahren entwickelt und getestet. Dieses Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. In Kooperation mit der Universität Würzburg und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau konnten Lebensmittelchemiker in der LGL-Dienststelle Würzburg am Beispiel von Anbauversuchen verschiedener Tomatensorten erstmals zeigen, dass die Methode der Protonen-Kernresonanzspektroskopie (1H-NMR) geeignet ist, konventionelle Produkte von ökologisch angebauten Produkten zu unterscheiden. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein einer entsprechenden Datenbank mit authentischen Vergleichsproben. Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung zu den ersten Ergebnissen im Journal of Agricultural and Food Chemistry ist international auf sehr großes Interesse gestoßen. Um zu testen, ob ein Einsatz der Methode in der Routine sowie auch bei anderen Lebensmitteln möglich ist, sind am LGL weitere Untersuchungen geplant.

Lebensmittel – Themen

Als Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse definiert, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden können. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe, einschließlich Wasser, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Be- oder Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden (Artikel 2 der VO (EG) 178/2002). Lebensmittel werden vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund aufgenommen.

Lebensmittel lassen sich nach den Hauptgruppen (Pflanzliche LM, Tierische LM, Getränke) weiter in Warengruppen gliedern. Die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind unter den jeweiligen Warengruppen einzusehen.

Um qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel herzustellen, werden diese meist technologisch be- oder verarbeitet. Die Technologien reichen vom Salzen und Trocknen bis zu hochtechnischen Verarbeitungen.

Verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit ist in erster Linie der Lebensmittelunternehmer. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert den Lebensmittelverkehr sowie die Lebensmittelbetriebe. Stichprobenartig und risikoorientiert entnimmt die Lebensmittelüberwachung Lebensmittelproben. Diese werden am LGL mit chemischen (Lebensmittelchemie) sowie mikro- und molekularbiologischen (Hygiene) Methoden untersucht. Das LGL überprüft auch die Kennzeichnung der Proben.