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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel - Aktuelles

Erfahrungsaustausch des Verbandes der Lebensmittelkontrolleure mit dem LGL

Am 14. April 2015 fand das Jahresgespräch des Verbands der Lebensmittelkontrolleure Bayerns e.V. (VLK) mit dem LGL in Oberschleißheim statt. Der Präsident des LGL, Herr Dr. Zapf, begrüßte die Vertreter des VLK, mit ihrem Vorsitzenden Herrn Michael Förtsch an der Spitze, herzlich im LGL. Von Seiten des Verbandes war die gesamte Vorstandschaft anwesend, von Seiten des LGL Vertreter der Abteilungen R, SE, LM und AGL. Zahlreihe v.a. praxisorientierte Themen der Lebensmittelüberwachung standen auf der Tagesordnung der Besprechung. Unter anderem wurden der Sachstand des EDV-Projekts Tizian, die Übermittlung der Befunde von Lebensmittelproben, die Untersuchungsdauer von Lebensmittelproben, praktische Aspekte der Probenanalytik und Fragen der Ausbildung angesprochen. Herr Dr. Zapf betonte, dass die menschliche Gesundheit eng mit der Lebensmittelsicherheit verknüpft ist. "Eine effiziente Lebensmittelüberwachung bedeutet daher einen wirkungsvollen Gesundheitsschutz und benötigt einen interdisziplinären Ansatz. Aus diesem Grunde sind der jährlich stattfindende Erfahrungsaustausch und das direkte Gespräch mit den Lebensmittelkontrolleuren für das LGL von hoher Bedeutung. Von der engen Zusammenarbeit zwischen den Kontrolleuren vor Ort, der Analytik mit einer lebensmittelrechtlichen Bewertung am LGL und dem Vollzug vor Ort profitiert die Lebensmittelsicherheit in Bayern sehr."

„Bio-Tomaten oder Tomaten aus konventionellem Anbau“? LGL entwickelt neue Analysemethode zur Prüfung von Biolebensmitteln

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Biolebensmitteln ist für einen effektiven Verbraucherschutz nicht nur die Kontrolle ökologischer Erzeuger- und Verarbeitungsbetriebe wichtig. Ebenso entscheidend ist es, bei den im Handel angebotenen Bioprodukten analytisch zu überprüfen, ob die Bezeichnung „Bio“ bzw. die Verwendung des Bio-Siegels gerechtfertigt ist. Da über die bisher verfügbaren Analyseverfahren nicht immer eine gesicherte Aussage zur Bioqualität gewährleistet ist, wurde am LGL im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein neues Untersuchungsverfahren entwickelt und getestet. Dieses Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. In Kooperation mit der Universität Würzburg und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau konnten Lebensmittelchemiker in der LGL-Dienststelle Würzburg am Beispiel von Anbauversuchen verschiedener Tomatensorten erstmals zeigen, dass die Methode der Protonen-Kernresonanzspektroskopie (1H-NMR) geeignet ist, konventionelle Produkte von ökologisch angebauten Produkten zu unterscheiden. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein einer entsprechenden Datenbank mit authentischen Vergleichsproben. Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung zu den ersten Ergebnissen im Journal of Agricultural and Food Chemistry ist international auf sehr großes Interesse gestoßen. Um zu testen, ob ein Einsatz der Methode in der Routine sowie auch bei anderen Lebensmitteln möglich ist, sind am LGL weitere Untersuchungen geplant.

Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung auf der Basis von Ziegenmilchproteinen ist zulässig

Die Europäische Kommission hat im August 2013 Säuglingsanfangsnahrung (ab der Geburt) und Folgenahrung (ab dem 6. Monat) auf der Basis von Ziegenmilchprotein zugelassen. Die EU-Mitgliedsländer waren aufgefordert, die neuen Vorgaben bis Ende Februar 2014 in nationales Recht umzusetzen, was in Deutschland durch Anpassung der Diätverordnung erfolgt ist.

Nitrosamin in Bier

Nitrosamine können bei der Bierherstellung während der Trocknung bzw. Röstung der Gerste entstehen. Sie gehören zu den karzinogenen (krebserzeugenden) Substanzen. Das LGL hat deutsche und ausländische Biere getestet. Das Ergebnis: Die Nitrosamin-Werte sind aufgrund verbesserter Herstellungsverfahren gesunken.

Antibiotikaresistente Erreger in Lebensmitteln

Daten Sonderuntersuchungsprogramm

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht regelmäßig im Rahmen von Sonderuntersuchungsprogrammen Lebensmittel unter anderem auf das Vorkommen antibiotikaresistenter Erreger. Die vorliegenden Daten weisen darauf hin, dass nicht nur, wie bereits seit einigen Jahren bekannt, mit dem Vorkommen von MRSA, sondern auch mit dem Nachweis von ESBL-E. coli insbesondere bei rohem Geflügelfleisch gerechnet werden muss.

Lebensmittel – Themen

Als Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse definiert, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden können. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe, einschließlich Wasser, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Be- oder Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden (Artikel 2 der VO (EG) 178/2002). Lebensmittel werden vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund aufgenommen.

Lebensmittel lassen sich nach den Hauptgruppen (Pflanzliche LM, Tierische LM, Getränke) weiter in Warengruppen gliedern. Die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind unter den jeweiligen Warengruppen einzusehen.

Um qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel herzustellen, werden diese meist technologisch be- oder verarbeitet. Die Technologien reichen vom Salzen und Trocknen bis zu hochtechnischen Verarbeitungen.

Verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit ist in erster Linie der Lebensmittelunternehmer. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert den Lebensmittelverkehr sowie die Lebensmittelbetriebe. Stichprobenartig und risikoorientiert entnimmt die Lebensmittelüberwachung Lebensmittelproben. Diese werden am LGL mit chemischen (Lebensmittelchemie) sowie mikro- und molekularbiologischen (Hygiene) Methoden untersucht. Das LGL überprüft auch die Kennzeichnung der Proben.