Spirituosen, spirituosenhaltige Getränke
Warenkunde
Die Produktpalette der Spirituosen umfasst sowohl Brände vergorener zucker-, stärke- und inulinhaltiger Rohstoffe als auch Erzeugnisse, die aus Ethylalkohol durch Zusatz von bestimmten Zutaten (Früchte, Beeren, Kräuter, Gewürze etc.) und/oder durch Zusatz von Aromastoffen gewonnen werden. Auch das breit gefächerte Sortiment der Liköre (z. B. Frucht-, Sahne-, Kräuter- und Eierlikör) zählt zur Warengruppe der Spirituosen. Unter spirituosenhaltigen Getränken werden alle Mischgetränke verstanden, die Spirituosen enthalten.
Was wird generell untersucht?
Die Untersuchung von Spirituosen am LGL ist auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet:
- Erfassung mengenmäßig reglementierter Inhaltsstoffe sowie toxikologisch nicht unbedenklicher Bestandteile und Kontaminanten
- Prüfung bestimmter Qualitätskriterien (z. B. Nachweis von Stoffen, die Indikatoren für die Verwendung wertgeminderter Zutaten sind)
- Nachweis der Authentizität von Produkten (z. B. Analytik von Komponenten, die auf einen unzulässigen Zusatz von Stoffen (Zusatzstoffe, Aromastoffe) bzw. auf einen Verschnitt hindeuten)
- Begutachtung der Kennzeichnung und Aufmachung der untersuchten Erzeugnisse
Rechtliche Grundlagen
Neben den allgemein zur Beurteilung von Lebensmitteln heranzuziehenden Rechtsnormen gelten:
- Aromenverordnung vom 22. Dezember 1981 (BGBl. I S. 1625)
- Richtlinie 88/388/EG des Rates vom 22. Juni 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aromen zur Verwendung in Lebensmitteln und über Ausgangsstoffe für ihre Herstellung (ABl.Nr. L 109 S. 29)
- Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 zur Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen sowie zum Schutz geografischer Angaben für Spirituosen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 (ABl.Nr. L 39 S. 16)
- Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 des Rates vom 29. Mai 1989 zur Festlegung der allgemeinen Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen (ABl.Nr. L 160 S. 1) EU-Dok.-Nr. 3 1989 R 1576
- Verordnung (EWG) Nr. 1014/90 der Kommission vom 24. April 1990 mit Durchführungsbestimmungen für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen (ABl.Nr. L 105 S. 9) EU-Dok.-Nr. 3 1990 L 1014
- Verordnung über bestimmte alkoholhaltige Getränke (Alkoholhaltige Getränke-Verordnung – AGeV) vom 30. Juni 2003 (BGBl. I S. 1255) in der aktuellen Fassung
- Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. März 2000 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln sowie die Werbung hierfür (ABl.Nr. L 109 S. 29)
- Begriffsbestimmungen für Spirituosen aus dem Jahr 1971
- Verordnung (EWG) Nr. 315/93 des Rates vom 8. Februar 1993 zur Festlegung von gemeinschaftlichen Verfahren zur Kontrolle von Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl.Nr. L 37 S. 1) EU-Dok.-Nr. 3 1993 R 0315
- Verordnung (EWG) Nr. 2676/90 der Kommission vom 17. September 1990 zur Festlegung gemeinsamer Analysenmethoden für den Weinsektor (ABl. L 272 vom 3. Oktober 1990
- Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 des Rates vom 17. Mai 1999 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (ABl.Nr. L 179 S. 1) in der aktuellen Fassung
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Untersuchungsergebnisse
2009
- Eierlikör und andere Emulsionsliköre aus kleingewerblicher Herstellung - Untersuchungsergebnisse 2009
- Ethylcarbamat (EC) in Steinobstbränden - Untersuchungsergebnisse 2009
