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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Impfen

Warum impfen?

Impfungen zählen zu den wirksamsten Präventivmaßnahmen in der Medizin. Durch ihren Einsatz sind viele in der Vergangenheit gefürchtete Infektionskrankheiten, wie Kinderlähmung oder Diphtherie, zurückgedrängt worden. Die lebensgefährlichen Pocken konnten im Jahr 1980 durch konsequente weltweite Impfprogramme und kontinuierliche Überwachung sogar ausgerottet werden.

Trotz dieser großen Erfolge bestehen aktuell noch Defizite bei der Akzeptanz von einzelnen empfohlenen Impfungen in Deutschland und auch in Bayern. Als Beispiel sei die Masernimpfung genannt: Die oft als harmlose Kinderkrankheit verkannte Erkrankung kann schwere bis tödliche Verläufe nehmen und verursacht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich weltweit immer noch über 340.000 Todesfälle bei Kindern. Seit vielen Jahren ist daher die globale Masernelimination ein erklärtes Ziel der WHO.

Die Masernelimination erfordert eine sehr hohe Bevölkerungsimmunität, die 95 % der Bevölkerung schützend umfassen sollte. Dass dies möglich ist, haben die bereits als masernfrei erklärten Kontinente Amerika, Australien und die Länder Skandinaviens vorgemacht. Deutschland zählt zu den Ländern Europas, die noch nicht die ausreichend hohen Durchimpfungsraten flächendeckend erreicht haben. Dies zeigt sich in immer wieder auftretenden, regional begrenzten Masernausbrüchen – auch in Bayern. Die Zielmarke der WHO für die Masernelimination in Europa wurde daher auch 2010 nicht erreicht und wurde inzwischen auf das Jahr 2015 verlängert.

Auch weitere komplikationsreiche Erkrankungen wie Keuchhusten (Pertussis) bei Säuglingen oder Virus-Grippe (Influenza) bei Senioren könnten durch ein Zusammenspiel von individuellem Impfschutz und hohen Impfraten in der Bevölkerung vermieden werden. Die aktuellen Impfraten der Schulanfänger in Bayern werden regelmäßig von den Gesundheitsämtern erhoben und vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für ganz Bayern zusammengefasst, veröffentlicht und bewertet (siehe Gesundheitsmonitor unter Publikationen).