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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Nitrosamine

Nitrosamine ist die Sammelbezeichnung für N-Nitrosoverbindungen von sekundären Aminen. Sie gehören zu den karzinogenen (krebserzeugenden) Substanzen und wurden gründlich im Tierversuch getestet. Die krebserzeugende Wirkung beruht auf reaktiven Metaboliten der Nitrosamine im Stoffwechsel, die mit der Erbsubstanz DNA reagieren, sie dadurch schädigen und Tumore auslösen können. Beim Menschen ist aufgrund der niedrigen Dosierung die Latenzzeit sehr lang, sodass ein kausaler Zusammenhang schwer zu beweisen ist.

Eine grundsätzlich unschädliche Konzentration kann für Nitrosamine ebenso wenig wie für andere krebserzeugende Stoffe ermittelt werden.

Nitrosamine kommen in vielen Bereichen vor, u. a. auch in Nahrungsmitteln, Tabak, Kosmetika, Bedarfsgegenständen aus Latex u. a. m. (exogene Belastung).

Auch im menschlichen Organismus selbst ist eine Nitrosaminbildung möglich (endogene Belastung), da sowohl die Umwelt als auch die Nahrung nitrosierbare Amine und nitrosierende Stoffe enthält. Bei diesen Substanzen handelt es sich um Vorläufer der Nitrosamine, die erst nach dem Übergang aus dem Speichel im sauren Milieu des Magens zu den krebserzeugenden Nitrosaminen umgewandelt werden können.

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