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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Managementsysteme

Managementsysteme sind unbestritten die bestgeeigneten Instrumente, um wirtschaftliche Erfolgspotentiale von Unternehmen zu erkennen, zu nutzen und zu sichern. Betriebe, denen es gelingt, die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden, ihres Umfelds und ihrer Mitarbeiter zu erkennen, sind wirtschaftlich erfolgreich und bleiben dies auch. Hierbei helfen Managementsysteme, die Organisationsstrukturen und Abläufe in den Unternehmen abbilden, effizient gestalten und reproduzierbar halten.

Sie haben sich insbesondere auf den Gebieten der Qualitätssicherung, des Umweltschutzes, des Arbeitsschutzes und der Anlagensicherheit durchgesetzt und werden als

  • Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS)
  • Qualitätsmanagementsysteme (QMS)
  • Umweltmanagementsysteme (UMS)
  • Sicherheitsmanagementsysteme (SMS)

vorwiegend in den Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft eingesetzt.

Diese Erkenntnis beeinflusst zunehmend auch die Organisation des Arbeitsschutzes in den Unternehmen mit der Folge, dass Arbeitsschutzmanagementsysteme immer häufiger in die vielfach bereits vorhandenen Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme der Betriebe integriert werden. Hierdurch wird der Arbeitsschutz effektiver und wirtschaftlicher gewährleistet.

Die Bayerische Staatsregierung und die Arbeitsschutzbehörden haben dieses Potenzial frühzeitig erkannt und gemeinsam mit der Wirtschaft OHRIS entwickelt: Dies ist ein vollintegrierbares Managementsystemkonzept, dessen betriebliche Umsetzung den Schutz der Beschäftigten ebenso sichert und verbessert wie die Sicherheit technischer Anlagen.

Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS)

Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) sind für Unternehmen nicht verpflichtend vorgeschrieben, werden aber trotzdem in immer mehr Betrieben freiwillig eingesetzt. Die Gründe hierfür mögen sicherlich vielfältiger Natur sein und können hier nicht umfassend dargestellt werden. Sicher ist aber, dass immer mehr Unternehmer die wirtschaftlichen Vorteile von AMS erkannt haben. Denn arbeitsbedingte Erkrankungen oder Unfälle von hoch qualifiziertem Fachpersonal können sehr teuer kommen und unter Umständen sogar die Produktion erheblich beeinträchtigen, wenn Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum ausfallen.

Die Unternehmer haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf Prävention. Ein AMS eignet sich auch ausgezeichnet, um die Maßnahmen zur Prävention auf deren Wirksamkeit zu prüfen, denn entsprechend eines Regelkreises wird ständig der Sollwert (Ziel des Unternehmens im Arbeitsschutz) mit dem Istwert (Realität im Betrieb, z. B. drei Arbeitsunfälle im Jahr) verglichen und festgestellt, ob die durchgeführten Maßnahmen des Arbeitsschutzes im Betrieb ausreichen oder ob diese Maßnahmen korrigiert werden müssen, um die Unternehmensziele im Bereich des Arbeitsschutzes zu erreichen.

Ein AMS ist folglich kein starres System, sondern bietet den Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, die besonderen Anforderungen auf die jeweilige Branche des Betriebes bzw. die Betriebsgröße anzupassen. Aber auch eine Unternehmenspolitik, welche die Arbeitnehmer bei Entscheidungsprozessen zum Arbeitsschutz mit einbindet, kann zu einem besseren "Miteinander" im Betrieb beitragen und dadurch die Motivation erhöhen. Eine entsprechende Unternehmenspolitik wird beim AMS vorausgesetzt.

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