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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Tierarzneimittel (TAM)

Die in Deutschland geltenden arzneimittelrechtlichen Vorschriften dienen der Arzneimittelsicherheit wie auch der Sicherung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.

Arzneimittel für Menschen und Tiere werden in Deutschland dabei in einem gemeinsamen Gesetz, dem Arzneimittelgesetz (AMG) geregelt, das im neunten Abschnitt besondere Vorschriften für Arzneimittel, die bei Tieren zur Anwendung kommen, enthält.

Das AMG legt in § 2 eine genaue Definition für Arzneimittel fest. Diese können Sie nachlesen unter:

Gesetze im Internet:: §2 Arzneimittelbegriff

Vereinfacht kann man sagen, dass Arzneimittel durch Anwendung am oder im Körper

  • der Heilung, Linderung oder Verhütung menschlicher oder tierischer Krankheiten oder krankhafter Beschwerden,
  • der Wiederherstellung, Korrektur oder Beeinflussung von Körperfunktionen bzw.
  • der medizinischen Diagnosestellung dienen.

Arzneimittel sind jedoch auch Produkte, die durch ihre Auslobung oder Kennzeichnung beim Verbraucher den Eindruck erwecken, dass es sich dabei um ein Arzneimittel handelt.

Um festzustellen, ob ein Präparat überhaupt als Arzneimittel einzustufen ist bzw. eingestuft werden kann, ist es oftmals unumgänglich, eine eingehende Untersuchung des Produktes vorzunehmen.

Arzneimittel, die in Deutschland vertrieben werden, müssen grundsätzlich zugelassen sein. Hierfür ist ein aufwändiges Verfahren zu durchlaufen.

Auch der weitere Vertriebsweg für Arzneimittel ist sehr streng geregelt.

So gilt für apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel das sog. Apothekenmonopol. Nur in wenigen Ausnahmen wird hiervon abgewichen, z. B. durch das tierärztliche Dispensierrecht.

Freiverkäufliche Arzneimittel hingegen können auch im Einzelhandel außerhalb von Apotheken vertrieben und erworben werden.

Für Tierhalter ist sowohl der Erwerb von Arzneimitteln gesetzlich geregelt, insbesondere auch um zu gewährleisten, dass die Versorgung von Nutztieren, die Lebensmittel liefern, mit Arzneimitteln nicht zu unerwünschten Arzneimittelrückständen in tierischen Lebensmitteln führt. Ein häufiger Weg der Arzneimittelanwendung in der Nutztierhaltung ist zum Beispiel die Verabreichung über das Futter. Hierbei ergeben sich besondere Problemstellungen, die Tierarzt und Landwirt gemeinsam zu meistern haben.

Alle Personen, die berufs- oder gewerbsmäßig mit Arzneimitteln umgehen, unterliegen der regelmäßigen behördlichen Überwachung.