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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Neue LGL-Veranstaltungsreihe "Gespräche zu Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz"

Mit seiner neuen Veranstaltungsreihe "Gespräche zu Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz" möchte das LGL eine Plattform liefern, um aktuelle Themen aus dem Bereich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz darzustellen und den Dialog zwischen den Behörden, Verbrauchervertretern, der Wissenschaft und der Wirtschaft zu intensivieren. Die erste Veranstaltung in der Reihe befasst sich mit dem Thema "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelinformationsverordnung – mehr Klarheit für die Verbraucher?" und findet am 30.07.2015 in der LGL-Dienststelle Oberschleißheim statt.
Sprecherinnen und Sprecher aus Wissenschaft, Verbraucherverbänden, Wirtschaft und Überwachung werden das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten und erste Erfahrungen berichten. Die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Frau Ulrike Scharf wird nach der Begrüßung durch den Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf, ein Grußwort sprechen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Bitte melden Sie sich, gerne per E-Mail unter lm@lgl.bayern.de an; Anmeldeschluss ist der 17.07.2015.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.

Verleihung des 13. Bayerischen Präventionspreises

"Gesundheit stärken, Lebenswelten gestalten": Unter diesem Motto stand der Wettbewerb um den 13. Bayerischen Präventionspreis, dessen Preisträger am 9. Juni in München ausgezeichnet wurden. Die Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, Ruth Nowak, in Vertretung von Ministerin Huml, überreichte gemeinsam mit Dr. Dr. Markus Schick, dem Vizepräsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die Urkunden an die Vertreter der Gewinnerprojekte. Erstmals wurde der Preis in vier Kategorien vergeben, die sich an den Handlungsfeldern des neuen Bayerischen Präventionsplans orientieren: "Gesund aufwachsen" (1), "Ausbildung und Betrieb" (2), "Prävention im Alter" (3) und – über alle Lebensphasen hinweg – die "Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit" (4). Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern!

Darüber hinaus würdigte die Jury vier Projekte für besondere Leistungen mit Belobigungen. Insgesamt hatten sich 50 Projekte um den Bayerischen Präventionspreis beworben. Ihnen allen gebührt Anerkennung und Dank für ihr Engagement für mehr Gesundheit für die Menschen in Bayern! Unabhängig von der Vergabe des Präventionspreises würdigen wir dies mit der Aufnahme der Projektberichte in das Netzwerk Prävention, unsere aus den Wettbewerben erwachsende Datenbank.

Neuer Gesundheitsreport: Rauchen und Nichtrauchen in Bayern

Wussten Sie, dass Schätzungen von Fachleuten zufolge weltweit jährlich immer noch 6 Millionen Menschen infolge des Rauchens sterben? Für Deutschland wären dieses pro Jahr etwa 100.000 bis 120.000, für Bayern entsprechend etwa 15.000 bis 18.000 Menschen.
Am 31.Mai wird in diesem Jahr der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierte jährliche Weltnichtrauchertag begangen, um auf Gefahren und Folgen des Rauchens aufmerksam zu machen. Mit dem Titel "Rauchen und Nichtrauchen in Bayern – Update 2015" hat das LGL nun einen neuen Gesundheitsreport herausgegeben. Dargelegt werden Zahlen von erwachsenen und jugendlichen Raucher(inne)n in Bayern sowie Daten zum Zusammenhang zwischen Rauchen und sozialer Lage, zur Passivrauchbelastung, zum Konsummuster und zur Verbreitung neuer Trends, wie dem Rauchen von E-Zigaretten oder Wasserpfeifen.

IHK Onlinehilfe Lebensmittelhygiene

In der Europäischen Union tragen die Hersteller von Lebensmitteln die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Produkte. Sie müssen gewährleisten, dass die von ihnen angebotenen Lebensmittel rechtskonform hergestellt wurden und sicher sind. Unterstützung bekommen sie dabei von der IHK Bayern, die eine "Onlinehilfe Lebensmittelhygiene" für Lebensmittelunternehmer, insbesondere aus der Gastronomie und dem Handel, aufgebaut hat. Als einer der Partner für diese Internetplattform fungiert das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Sowohl das StMUV als auch die Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit des LGL unterstützen das Projekt fachlich.

Gelebter Erfahrungsaustausch - Vertreter der Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen hospitieren bei der AGL

Die Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am LGL konnte vom vor kurzem Vertreter der Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen zu einem Erfahrungsaustausch der besonderen Art begrüßen.
Im Rahmen des in den letzten Jahren immer enger werdenden Austausches zwischen den Akademien wurden erstmals Vertreter der Landesakademie als Hospitanten auf eine Veranstaltung der AGL entsandt. Die in Bayern seit Jahren erfolgreiche und stets ausgebuchte Fortbildungsreihe zur Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft fand mit dem Modul "Grundlagen der Vernehmungslehre" vom 15. bis 17. April in der Benediktinerabtei Plankstetten statt.

LGL untersucht Spargel auf Herkunft, Kennzeichnung und mögliche Rückstände

Zu Beginn der Spargelzeit interessieren sich Verbraucher wieder sehr für die Qualität dieses beliebten Gemüses. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht regelmäßig Spargel im Hinblick auf Beschaffenheit und Kennzeichnung, korrekte Herkunftsangaben und das mögliche Vorkommen von Pflanzenschutzmittelrückständen.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

Interdisziplinäres Seminar zum Thema "Lebensmittelanalytik und Recht": Die Problematik der Grenzwertsetzung im Spannungsfeld zwischen Analytik und Gesetz

Am 12. Mai 2015 veranstaltete die Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht der Universität Bayreuth (FLMR) in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein interdisziplinäres Seminar zum Thema "Lebensmittelanalytik und Recht" in der LGL-Dienststelle München.
Das Seminar behandelte aus analytischer und aus juristischer Sicht eine Vielzahl der hochkomplexen Fragen aus dem interdisziplinären Bereich der Lebensmittelsicherheit. Ein zentraler Aspekt der Veranstaltung war die Problematik der Grenzwertsetzung, die unter verschiedenen Aspekten aus den Blickwinkeln von Lebensmittelrecht und Lebensmittelanalytik betrachtet wurde. Wichtige Themen waren hierbei der Umgang mit Nulltoleranzen und deren rechtliche Bewertung hinsichtlich ihrer Verhältnismäßig- und Systemgerechtigkeit sowie die Diskussion gesetzlicher Steuerungsansätze.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)- Erkrankungen

Bei dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) handelt es sich um eine schwer verlaufende, menschliche Atemwegserkrankung, die durch das MERS-Coronavirus hervorgerufen wird.
Von April 2012 bis Anfang Juni 2015 sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäische Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) weltweit 1.204 laborbestätigte MERS-Erkrankungen mit insgesamt 448 Todesfällen bekannt geworden. Die meisten Fälle traten in Ländern der arabischen Halbinsel auf, also in Saudi-Arabien (mehr als 85% der Fälle), den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar und dem Yemen.
Aktuell ist in Südkorea der bislang größte MERS-CoV-Ausbruch in einem Land außerhalb der arabischen Halbinsel zu verzeichnen. Dieser wurde durch einen südkoreanischen Reisenden ausgelöst, der sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrein und Katar aufgehalten hatte.

Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Mehr Transparenz durch verpflichtende Angaben zur Herkunft von Fleisch

Basierend auf der Lebensmittelinformationsverordnung tritt ab dem 01.04.2015 eine neue Regelung in Kraft, wonach die Herkunft von Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch auf dem Etikett europaweit geltend anzugeben ist. Die neue Verordnung verpflichtet den Handel zu einer Herkunftskennzeichnung von verpacktem Fleisch, das frisch, gekühlt oder gefroren zum Verkauf angeboten wird.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.

Informationen zur Geflügelpest: Infektionen mit H5N8

Anfang November 2014 wurde die Geflügelpest, verursacht durch Infektion mit hochpathogenem Influenza A (HPAI) Virus vom Subtyp H5N8, bei Hausgeflügel in Mecklenburg-Vorpommern, dann auch in den Niederlanden und Großbritannien diagnostiziert. Im Dezember 2014 ereigneten sich weitere Geflügelpestausbrüche in Niedersachsen und Norditalien. Mit dem Virus verwandte H5N8 waren zuvor in Südkorea, Japan und im Osten Chinas bei Hausgeflügel und Wildvögeln nachgewiesen worden. Am 22.11.2014 wurde erstmals auch in Europa, auf der Insel Ummanz bei Rügen, H5N8 bei einem Wildvogel - einer Krickente - nachgewiesen.

Wasservögel sind die natürlichen Wirte der Aviären Influenza A Viren. Sie erkranken selten schwer (eine Ausnahme war H5N1), können die Viren aber effektiv vermehren und ausscheiden. In Europa ist bisher, im Gegensatz zur vergangenen H5N1-Epidemie, keine erhöhte Sterblichkeit bei Wildvögeln aufgefallen. Seit dem Nachweis von H5N8 bei der gesunden Krickente treffen einige besonders gefährdete Bundesländer Maßnahmen, um ihre Geflügelbestände besser zu schützen. Die Anordnung einer Stallpflicht ist in der Regel die erste Maßnahme, wenn die Gefahr der Ausbreitung von Geflügelpest-Virus in Hausgeflügelbestände besteht. In Bayern wird, wie auch in den meisten anderen Bundesländern entsprechend, das Influenza A - Monitoring der Wildvögel in Kooperation mit dem Bayerischen Jagdverband gezielt intensiviert. Hausgeflügelbestände dagegen unterliegen ohnehin durch die gesetzlichen Vorgaben einer strengen Kontrolle. Hier stehen Biosicherheitsmaßnahmen im Betrieb und die Untersuchungen gemäß Geflügelpestverordnung in Vordergrund.


"Chlorhühnchen"

In jüngster Zeit ist im Rahmen der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) sehr häufig von „Chlorhühnchen“ aus den USA die Rede. Worum geht es dabei?


Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Ob auf der Wiese im Stadtpark oder im Garten – im Sommer verlegen viele Menschen am Wochenende oder zum Feierabend die Küche nach draußen auf den Grill. Damit Gegrilltes nicht nur gut schmeckt, sondern möglichst schonend zubereitet wird, sollten einige Hinweise beachten werden. Wir haben Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zusammengestellt.