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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Zweiter BAKT-Newsletter erschienen

Das Bayerische Aktionsbündnis Antibiotikaresistenz BAKT hat sich die Reduzierung von Antibiotikaresistenzen zum Ziel gesetzt. Dafür sind Partner aus verschiedenen Bereichen in Verbindung gebracht worden, die bisher zumeist kaum Berührungspunkte haben und demzufolge wenig voneinander wissen. Der BAKT-Newsletter ist ein Schritt auf dem Weg zur interdisziplinären Vernetzung. Im aktuellen BAKT-Newsletter August 2014 berichten die Partner im BAKT wieder über ihre Aktivitäten zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen.

Kampagne "Schwanger? Null Promille!" informiert jetzt in sieben Sprachen

Warum ist es so wichtig, in der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten? Wie können wir werdende Mütter dabei unterstützen? Und wo finden Frauen Unterstützung, die den Alkoholverzicht alleine nicht schaffen? Über all diese Fragen informiert unsere Kampagne „Schwanger? Null Promille!“. Damit auch Frauen und Männer, die in der deutschen Sprache nicht sicher zu Hause sind, darauf zugreifen können, wurde die Website der erfolgreichen Kampagne um sieben Sprachen erweitert.

Ungetrübter Badespaß

Die Wasserqualität bayerischer Badeseen ist in den meisten Fällen hervorragend. Dies belegen die Daten des LGL und der örtlichen Gesundheitsämter. Die Wasserqualität wird im Zeitraum vom 15. Mai bis zum 15. September mindestens einmal im Monat von den örtlichen Gesundheitsämtern untersucht. Die bislang in diesem Jahr genommenen 1.137 Gewässerproben haben ergeben, dass 99 Prozent der bayerischen Badestellen eine ausgezeichnete Qualität besitzen. Nur neun der Proben bekamen lediglich die Bewertung "gut". Eine Probe war "ausreichend" und eine weitere "mangelhaft". Das LGL überprüft die eingesandten Wasserproben auf die Darmbakterien "Escherichia coli" und "Intestinale Enterokokken".
Die Ergebnisse der Untersuchungen finden Sie hier:

Gründung der Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet)

Logo der ARE-Vet

Am 26. Juni 2014 fand die konstituierende Sitzung der bayerischen Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet) am LGL in Oberschleißheim statt. Beteiligt waren Institutionen aus dem Arzneimittel-, Agrar-, Lebensmittel- und Veterinärbereich. Ziel der ARE-Vet ist es, über einen breitangelegten interdisziplinären Ansatz wirksame Lösungsmöglichkeiten zur Minimierung von Antibiotikaresistenzen in der Tierhaltung und bei Lebensmitteln tierischer Art zu finden und umzusetzen.

Jahresbericht des LGL erschienen

Das LGL hat seinen Jahresbericht 2013 präsentiert. Im Gesundheitsbereich stehen unteranderem Hygiene, Infektiologie, Arzneimittelüberwachung, Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Vorsorge sowie Förderprogramme im Fokus. Bei der Lebensmittelsicherheit hat die Überprüfung und Analyse von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetika einen großen Anteil. Letztes Jahr hat die Behörde über 70 000 Proben unter die Lupe genommen. Die Spanne reicht von Gemüse über Fleisch bis zu Milch. Die Ergebnisse fasst das LGL jetzt auf 182 Seiten in seinem Jahresbericht 2013 zusammen. Gut zu wissen: Bayerische Lebensmittel sind ganz überwiegend sicher. Bei über 70 000 Proben ging nur von 152 Proben ein gesundheitliches Risiko aus. Damit lag die Quote bei nur 0,22 Prozent und blieb auf dem Vorjahresniveau.


Ebola-Erkrankungen in Westafrika

Am 21.03.2014 informierte das Gesundheitsministerium von Guinea die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über einen Ausbruch von Ebola, der sich mittlerweile auch auf die Nachbarstaaten Sierra Leone, Liberia und Nigeria ausgeweitet hat. Bis Mitte August 2014 sind laut WHO mehr als 2000 Menschen in den genannten vier Ländern an Ebola erkrankt, über 50 % von ihnen daran verstorben. Ebolaviren kommen in Wildtieren wie Flughunden und Affen in Afrika vor. Eine Übertragung auf den Menschen geschieht durch engen Kontakt mit infizierten Tieren oder den Verzehr von infiziertem Wildfleisch ("bushmeat"). Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist durch Kontakt mit Blut oder anderen virushaltigen Körperflüssigkeiten von erkrankten Menschen oder Verstorbenen möglich. Eine besondere Gefahr besteht daher für Personen und insbesondere medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu an Ebola Erkrankten oder Verstorbenen. Das Risiko einer Einschleppung von Ebola nach Europa wird von der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC derzeit als äußerst gering angesehen. Die WHO und die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC stellen regelmäßige Updates zur Entwicklung der epidemiologischen Lage in Westafrika auf ihren Internetseiten zur Verfügung; ECDC und das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) bewerten diese Daten kontinuierlich hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Gesundheit der Bürger in Europa bzw. Deutschland.


"Chlorhühnchen"

In jüngster Zeit ist im Rahmen der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) sehr häufig von „Chlorhühnchen“ aus den USA die Rede. Worum geht es dabei?


Neue Daten zum Impfstatus bei Kindern in Bayern

Soeben ist der neue Gesundheitsreport Bayern zum Impfstatus der Einschulungskinder erschienen. Die Impfraten steigen weiter an, es gibt aber deutliche regionale Unterschiede. Kinder in Nordbayern sind etwas besser geimpft als Kinder in Südbayern. Mehr dazu im Gesundheitsreport Bayern 1/2014: Der Impfstatus der Kinder.


Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Ob auf der Wiese im Stadtpark oder im Garten – im Sommer verlegen viele Menschen am Wochenende oder zum Feierabend die Küche nach draußen auf den Grill. Damit Gegrilltes nicht nur gut schmeckt, sondern möglichst schonend zubereitet wird, sollten einige Hinweise beachten werden. Wir haben Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zusammengestellt.

Allergie-auslösende Duftstoffe in Kosmetika

Parfumzerstäuber

Duftstoffe sind nach Nickel die häufigsten Auslöser von Kontaktallergien. Naturgemäß weisen Parfums, Eaux de Toilettes, Rasierwässer/ Aftershaves und ähnliche Produkte, die der Vermittlung von Geruchseindrücken dienen, sehr hohe Duftstoffanteile auf. Nach europäischer Gesetzgebung müssen derzeit 26 potentiell Allergie-auslösenden Duftstoffe in der Liste der Bestandteile gekennzeichnet werden, wenn ihre Konzentration einen entsprechenden Wert übersteigt.

Das LGL untersuchte im vergangenen Jahr 26 Aftershaves und Eaux de Toilette für Männer auf deren Gehalt an allergenen Duftstoffen. Häufig fand sich in den untersuchten Kosmetika der Duftstoff Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (HICC). Diese als synthetischer Maiglöckchenduftstoff eingesetzte Verbindung wird Studien zufolge als stark allergen eingestuft.

Derzeit berät die EU-Kommission über verschiedene Änderungen in der Kosmetikverordnung. In einem öffentlichen Konsultationsverfahren hatten sowohl Einzelpersonen als auch Verbände und Organisationen bis zum 14. Mai 2014 die Gelegenheit, sich öffentlich zu diesen Plänen zu äußern.