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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Mehr Klarheit für die Verbraucher – neue LGL- Publikation zur Lebensmittel­informationsverordnung

Im Zentrum einer neuen LGL-Publikation steht die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die seit dem 13.12.2014 EU-weit einheitlich regelt, welche Informationen über Lebensmittel dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden müssen. Ziel ist die bessere Information der Verbraucher über die von ihnen gekauften Lebensmittel. Die Vorgaben der neuen LMIV betreffen in erster Linie die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln. Erfasst werden auch weitergehende Informationen über ein Lebensmittel, wie z. B. Aussagen in der Werbung. Die nun veröffentlichten Vorträge zu diesem Thema waren 2015 im Rahmen der LGL-Veranstaltung "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung: Mehr Klarheit für die Verbraucher" in Oberschleißheim zu hören.

Verleihung des 6. IBK-Preises für Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention im Bodenseeraum stärken, Beispiele guter Praxis länderübergreifend bekannt machen und den fachlichen Austausch fördern: Das sind die Ziele des Preises für Gesundheitsförderung und Prävention der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). Die Koordination des Wettbewerbs für Bayern liegt beim Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im LGL.
Am 21. April wurden im Bregenzer Festspielhaus im Rahmen eines Fachsymposiums die diesjährigen Gewinner prämiert:
Das baden-württembergische Projekt "Gesund aufwachsen – gesund leben in Michelfeld" hat den 1. Preis gewonnen. Mit dem 2. Preis wurde das Gemeinschaftsprojekt "Freelance – Prävention.Gesundheit" der Kantone Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen und dem Fürstentum Liechtenstein ausgezeichnet. Der 3. Preis ging nach Bayern an das Projekt "Tischlein-deck-dich".

Ausbau der Gesundheitsregionenplus

Das Förderprogramm Gesundheitsregionenplus des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) stößt weiterhin auf großes Interesse in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern. Seit 1. April 2016 können folgende 8 zusätzliche Gesundheitsregionenplus starten: Ansbach (Stadt und Land), Erding, Forchheim, Freising, Regensburg (Stadt und Land), Rosenheim, Straubing, Wunsiedel i. Fichtelgebirge.
Das LGL flankiert die Umsetzung der Gesundheitsregionenplus fachlich und stellt die 24 bisherigen Gesundheitsregionenplus in Form von Steckbriefen mit Hintergrundinformationen vor:

Bayerische HIV-Testwoche 2016

Bereits zum vierten Mal findet in diesem Jahr die Bayerische HIV-Testwoche statt. Vom 9. bis 13. Mai haben Sie bayernweit zahlreiche Möglichkeiten, sich sofort und anonym auf HIV testen zu lassen. Gesundheitsämter, AIDS-Beratungsstellen und andere Einrichtungen bieten in dieser Woche wieder besondere Angebote, erweiterte Öffnungszeiten oder spezielle Events an, um auf das nach wie vor wichtige Thema aufmerksam zu machen. Weitere Informationen zu den Terminen in Ihrer Nähe finden Sie auf testjetzt.de.

500 Jahre Reinheitsgebot: Lebensmittelrechtliche Vorgaben für Bier

Vor 500 Jahren, im April 1516, erließ Herzog Wilhelm IV die Verordnung, wonach zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden sollen. Das sogenannte Reinheitsgebot ist damit eine der ältesten, noch heute gültigen Lebensmittelverordnungen der Welt. Das LGL nimmt regelmäßig nicht nur das Endprodukt Bier, sondern auch die Rohstoffe wie Wasser, Getreide und Hopfen unter die Lupe, um bei Auffälligkeiten bereits im Vorfeld eingreifen zu können. Dabei gehen die Beanstandungen bei Bier im Hinblick auf die Gefährdung der menschlichen Gesundheit gegen Null.

4. Bayerische Impfwoche vom 18. bis 24. April 2016

Die 4. Bayerische Impfwoche der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) und des Gesundheitsministeriums startet am Montag den 18. April 2016 mit einem Pressetermin. Sie hat die Masernimpfung für Jugendliche und junge Erwachsene im Fokus. In Bayern bestehen nach wie vor deutliche Impflücken. In vielen großen bayerischen Städten finden in der Woche vom 18. bis 24. April Aktionen für die Bevölkerung statt.

Auslobung des Bayerischen Preises für Arbeitsmedizin

Am 01.12.2016 wird erstmalig der "Bayerische Preis für Arbeitsmedizin", ausgelobt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS), verliehen. Geehrt werden soll eine Ärztin / ein Arzt, die / der in den vergangenen zwei Jahren eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin in Deutschland veröffentlicht hat. Alle weiteren Informationen finden Sie im Text "Auslobung des Bayerischen Preises für Arbeitsmedizin" durch das StMAS.

Radioaktivität in Lebensmitteln – häufig gestellte Fragen

Vor dem Hintergrund, dass sich das Reaktorunglück von Tschernobyl 2016 zum 30. Mal jährt, rückt auch das Thema "Radioaktivität in Lebensmitteln" verstärkt in den Fokus. Aktuell werden nur noch bei Wildpilzen und Wildfleisch nennenswerte Cäsium-137 Werte festgestellt. Bei allen anderen Lebensmitteln liegen die Cäsium-137 Gehalte unterhalb der Nachweisgrenze bzw. nur geringfügig darüber. Welche Höchstwerte gibt es? Wie ist die gesundheitliche Bewertung von Radiocäsium in Lebensmitteln? Diese und weitere aktuelle Informationen hat das LGL in FAQs zusammengestellt, jahresbezogene Daten finden sich in den LGL-Jahresberichten.

Welt-Tuberkulosetag 2016

Am 24. März 2016 ist Welt-Tuberkulosetag. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass jährlich immer noch ca. 9,6 Millionen Menschen weltweit neu an Tuberkulose erkranken und 1,5 Millionen Menschen daran sterben.

Informationen zur Situation der Tuberkulose-Erkrankungen in Bayern und zur Infektionskrankheit Tuberkulose finden Sie unter folgenden Links:

Regionaltagung der Lebensmittelchemischen Gesellschaft am LGL

Am 10.03.2016 fand in der Dienstelle des LGL in Erlangen die Arbeitstagung 2016 des Regionalverbandes Bayern der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG) statt. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden des Regionalverbandes Bayern, Dr. Michael Granvogl, überbrachte Prof. Monika Pischetsrieder von Lehrstuhl für Lebensmittelchemie der Universität Erlangen-Nürnberg die Grüße des Vorstandes der LChG. Als Gastgeber der Tagung betonte der Präsident des LGL, Dr. Andreas Zapf, die große Bedeutung des fachlich-wissenschaftlichen Austausches für das Landesamt, das eine wichtige Schaltstelle, an der neue wissenschaftliche Erkenntnisse in entsprechendes Verwaltungshandeln umgesetzt werden, darstellt. In Form von Vorträgen und Postern wurden anschließend neue wissenschaftliche Ergebnisse aus den Themenbereichen Lebensmittelanalytik, Lebensmittelsicherheit, Physiologie und Sensorik präsentiert und diskutiert. Im Rahmen der Veranstaltung fand zudem die Wahl eines neuen Regionalverbandsvorsitzenden für die kommende Amtszeit statt: Im nächsten Jahr wird Dr. Ulrich Busch, Leiter des Landesinstitutes für Lebensmittel, Lebensmittelhygiene und Kosmetische Mittel am LGL, diese Tätigkeit übernehmen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt am LGL für FSME-Schutzimpfung

Zu Beginn der diesjährigen Zeckensaison hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in einer Pressekonferenz am LGL in Erlangen über die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) informiert und für eine FSME-Impfung geworben. Die gefährliche Infektionskrankheit FSME wird durch Viren ausgelöst, die über Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden können.

Das Virus kann zu einer Hirnhautentzündung, für die es keine entsprechende Therapie gibt, führen. Man kann sich aber durch eine Impfung vor dieser Erkrankung schützen. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V. , Dr. Nikolaus Frühwein, und dem Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf, informierte die Ministerin über die Infektionsrisiken durch Zeckenstiche und über die FSME-Schutzimpfung.

Informationen zu Pollenbelastung für Allergiker

In Deutschland leiden mehr als 15 Prozent der Bevölkerung unter einer Pollenallergie (Heuschnupfen). Diese Atemwegserkrankung wird durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Wildkräutern ausgelöst. Insbesondere Birkenpollen zeigen dabei eine besonders aggressive Wirkung. Nach Einschätzung der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst wird die Belastung der Luft mit Birkenpollen in diesem Jahr besonders stark ausfallen; der Blühbeginn der Birke wird in Deutschland je nach Region für Mitte bis Ende März erwartet.

Unbehandelt kann eine Pollenallergie zu Asthma führen. Betroffene sollten sich daher untersuchen und entsprechend behandeln lassen.

Glyphosatrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln

Das LGL untersucht seit 2009 im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung pflanzliche Lebensmittel auf Rückstände von Glyphosat, darunter Bierzutaten wie Gerste oder Weizen. Diese Proben werden risikoorientiert und nach Vorgaben der bundesweiten Untersuchungsprogramme ausgewählt.

Im Zeitraum 2013 bis 2015 kontrollierte das LGL insgesamt 418 Proben, lediglich in rund 2 Prozent wurden Glyphosatrückstände nachgewiesen. Allerdings blieben die festgestellten Gehalte stets deutlich unter den zulässigen Rückstandshöchstgehalten und ein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher kann bei den nachgewiesenen Gehalten mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

V. EHEC Workshop 2016 in Nördlingen

Vom 08.06.bis 10.06.2016 findet der V. EHEC Workshop in Nördlingen statt. Themenschwerpunkte der Veranstaltung sollen Diagnostik, Epidemiologie und Klinik von EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli)-Erkrankungen, EHEC in Lebensmitteln, Tier und Umwelt sowie Pathogenitätsfaktoren und Genomics sein.
Nach dem bisher beispiellosen Ausbruch durch EHEC O104:H4 im Jahre 2011 stellen Infektionen mit den darmpathogenen EHEC-Bakterien immer noch eine häufige Ursache lebensmittelbedingter Erkrankungen dar. Immer wieder kommt es dabei auch zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Der Workshop soll den interdisziplinären Austausch zwischen Grundlagenforschung, Diagnostik und Klinik sowie dem Infektionsschutz durch den öffentlichen Gesundheitsdienst fördern. Sie sind herzlich eingeladen, sich aktiv mit wissenschaftlichen Beiträgen an der Tagung zu beteiligen (Einreichung von Abstracts bis 15.03.2016, Anmeldung bis 15.04.2016).

Informationen zur Grippesaison

Seit Mitte Januar weist der beobachtete Anstieg von Labornachweisen des Influenzavirus darauf hin, dass die diesjährige Influenzawelle begonnen hat. Im LGL wird die Situation kontinuierlich beobachtet; die Ergebnisse der Labordiagnostik und aktuelle Zahlen werden regelmäßig publiziert.

Neuer Jahresbericht für das Krebsregister Bayern erschienen

Im bevölkerungsbezogenen Krebsregister Bayern sind mittlerweile Meldungen zu 1,1 Millionen Tumorerkrankungen gespeichert. Seit 2002 werden hierzu Informationen flächendeckend in ganz Bayern gesammelt. Das Krebsregister stellt anonyme Daten für Forschung, Gesundheitsplanung, Gesundheitsberichterstattung und für die Bevölkerung zur Verfügung. Krebsregisterdaten helfen, Krebspräventions-und Früherkennungsmaßnahmen zu bewerten sowie regionale Besonderheiten zu untersuchen.

Der nun vorliegende neue Jahresbericht gibt für alle bösartigen Neubildungen insgesamt und für 24 verschiedene Krebsarten einen Überblick über die Häufigkeit und regionale Verteilung von neuen Krebserkrankungen und Krebssterbefällen in den Jahren 2011 und 2012. Zeitliche Trends des Auftretens von Krebserkrankungen und Angaben zu den Erkrankungsstadien ergänzen das Informationsangebot.

Der Bericht kann von folgender Adresse heruntergeladen werden:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lgl_ges_00065.htm

Die Druckausgabe kann kostenfrei vom Zentrum für Krebsfrüherkennung und Krebsregistrierung am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bezogen werden:

Zikavirus-Infektionen

Aktuell wird von einer vermehrten Ausbreitung des zuvor vorrangig aus Afrika und Asien bekannten Zikavirus in mehreren Ländern Südamerikas, Mittelamerikas und der Karibik berichtet. Derzeit werden in Brasilien, wie auch schon 2014 in Französisch Polynesien, gehäuft Geburten von Kindern mit Kopfumfängen unter der Norm (sog. Mikrozephalie) und anderen Fehlbildungen des zentralen Nervensystems im zeitlichen Zusammenhang mit Zikavirus-Ausbrüchen registriert. Wegen des Auftretens dieser Häufungen in einem möglichen Zusammenhang mit Zikavirusinfektionen hat die WHO am 01.02.2016 eine Gesundheitliche Notlage von Internationaler Tragweite (GNIT) ausgerufen und erweiterte Empfehlungen, vor allem für die betroffenen Länder ausgesprochen. Unter anderem wird empfohlen, epidemiologische Untersuchungen zu intensivieren, die Bevölkerung aufzuklären und Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen.

Mittlerweile sind auch in Deutschland einige Infektionen bei Reiserückkehrern aus den genannten Endemiegebieten bestätigt. Bisher wurden in Bayern einzelne Infektionen bei Reiserückkehrern aus den Ausbruchsgebieten gemeldet.

In Deutschland besteht derzeit so gut wie keine Gefahr, sich anzustecken. Eine Verbreitung der Infektion in Deutschland ist gegenwärtig nicht zu erwarten, da der Hauptübertragungsweg über Vektoren (Aedes-Mücken) stattfindet, die derzeit in Deutschland nicht aktiv sind und keine nachhaltigen Übertragungszyklen aufbauen können. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung spielt nach dem derzeitigen Erkenntnisstand keine wesentliche Rolle. In Einzelfallberichten wurde eine sexuelle Übertragung beschrieben. Bis zur wissenschaftlichen Klärung empfehlen das Auswärtige Amt und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin daher nach einer möglichen Exposition in den Ausbruchsgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren und Frauen, die schwanger werden können, den Kondomgebrauch für sechs Monate. Es ist darüber hinaus zu überlegen, ob die Dauer des Aufenthaltes und das persönliche Risikoprofil vor Ort es rechtfertigen, ggf. nach Rückkehr generell seinen Sexualpartner für den oben genannten Zeitraum durch Kondomgebrauch zu schützen.

Reisen in betroffene Gebiete sollten unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (v. a. Mückenschutz) geplant und durchgeführt werden. Schwangere sollten Reisen in bekannte Zikavirus-Ausbruchsgebiete soweit wie möglich vermeiden. Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen geachtet werden.

Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit am LGL

Zum Jahreswechsel wurde Dr. Reiner Faul als neue "Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit" berufen. Jeder Bürger kann sich – auch anonym – mit Hinweisen auf Missstände im Lebensmittelbereich an ihn wenden. Dr. Faul ist ein erfahrener Fachtierarzt für Lebensmittel und Fachtierarzt für das öffentliche Veterinärwesen. Er ist bereits seit 1994 im amtstierärztlichen Dienst tätig. In seiner neuen Funktion berichtet er direkt dem Präsidenten des LGL. Hinweisen wird ohne Zeitverzug und in größtmöglichem Umfang nachgegangen.

Leitfaden zur Lebensmittelhygiene für ehrenamtliche Helfer ist nun mehrsprachig verfügbar

Hygienefehler beim Umgang mit Lebensmitteln können immer wieder zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, die besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen lebensbedrohlich werden können. Solche lebensmittelbedingten Erkrankungen können bei Vereins- und Straßenfesten oder ähnlichen Veranstaltungen, aber auch bei der Essensausgabe in Gemeinschaftseinrichtungen, schnell einen größeren Personenkreis betreffen.

Nun haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) einen "Leitfaden zur Lebensmittelhygiene für ehrenamtliche Helfer" in zahlreichen verschiedenen Sprachen herausgegeben. Dieser Leitfaden kann daher gut bei der Essensausgabe mit Hilfe nicht-deutschsprachiger ehrenamtlicher Helfer bzw. bei gemeinsamen Veranstaltungen eingesetzt werden.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.