Lebensbaumlogo: Geschäftsbereich lebensministerium.bayern.de

Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bayern-Ei - Klarstellung

Die in der aktuellen Berichterstattung durch den Bayerischen Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung erhobenen neuerlichen Vorwürfe gegen die bayerischen Gesundheits- und Lebensmittelüberwachungsbehörden weisen wir auf der Basis der uns vorliegenden Unterlagen als unbegründet zurück

15 Jahre LGL

Im Jahr 2017 wird das LGL 15 Jahre alt. Aus diesem Anlass stellt das LGL seine Arbeitsgebiete in den beiden Vortragsreihen „Erlanger Runde“ und „Schleißheimer Forum“ in der ganzen Bandbreite vor.
Alle Vorträge werden in diesem Jahr durch Mitarbeiter des LGL gestaltet. Sie berichten über ihre Arbeitsgebiete und Forschungsaktivitäten. Mit 22 Vorträgen aus den verschiedenen Landesinstituten wird ein großer Umfang an unterschiedlichen Fachthemen präsentiert. Die Vorträge sind öffentlich; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fachtagung „Ambulante Versorgung auf kommunaler Ebene weiterentwickeln“

Am 8. Februar 2017 fand in Nürnberg anlässlich der fünfjährigen Beratungs- und Unterstützungstätigkeit des Kommunalbüros für ärztliche Versorgung eine Fachtagung des LGL unter dem Titel „Ambulante Versorgung auf kommunaler Ebene weiterentwickeln“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stand die hausärztliche Versorgung. Das Event fand großen Anklang, rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Landrätinnen und Landräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sowie Verantwortliche in den Verwaltungen auf kommunaler Ebene in Bayern, waren anwesend. Auch die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml nahm teil, in ihrer Rede würdigte sie die Arbeit des Kommunalbüros für ärztliche Versorgung für die geleistete Beratungs- und Unterstützungsarbeit in den zurückliegenden Jahren.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltungsbeiträge sowie weitere Informationen zur Fachtagung sind abrufbar unter:

Fachtagung Ambrosiabekämpfung

Am 2.2.2017 wurde seitens des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege die Fachtagung Ambrosiabekämpfung durchgeführt.
Die aus Nordamerika stammende Ambrosia breitet sich in Deutschland immer mehr aus. Sie besiedelt insbesondere Baustellen, Ackerränder, Brachen, offene Böden, Weg- und Straßenränder. Die im Frühjahr keimende Pflanze beginnt im Juni in die Höhe zu wachsen und hat eine lange Blütezeit von Juli bis Oktober. Ihr Pollen kann schon in kleinen Mengen nach entsprechender Sensibilisierung allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Bindehautreizungen und allergisches Asthma beim Menschen auslösen.
Die gesetzlichen Regelungen zur Ambrosiabekämpfung sind sehr unterschiedlich. Während in der Schweiz Landbesitzer rechtlich zur Bekämpfung verpflichtet sind, gibt es in den EU-Mitgliedsstaaten bislang keine vergleichbaren Regelungen. Ziel der Fachtagung war daher die Prüfung der Rahmenbedingungen für rechtliche Regelungen sowie die Sammlung von Praxiserfahrungen aus anderen (Bundes-)Ländern.
Neben Vorträgen zur Verbreitungssituation von Ambrosia in Bayern und Brandenburg gab es auch Vorträge mit Praxisbeispielen und Bekämpfungserfolgen aus Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Ein weiterer Fokus der Vorträge lag auf der Ambrosia Problematik in der Landwirtschaft sowie an Straßen (besonders Autobahnen). Basierend auf den Erkenntnissen der Fachtagung werden technische, organisatorische und rechtliche Maßnahmen gesammelt um Ambrosia (artemisiifolia) auf ein Maß zurückzudrängen, das weder den landwirtschaftlichen Anbau von Nutzpflanzen noch die Gesundheit der Bürger beeinträchtigt.

Weitere Informationen:

Geflügelpest in Bayern

Mittlerweile wurde in zahlreichen Landkreisen und Städten in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken bei Wildvögeln das hochpathogene Influenza A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen. Auch in mehreren Geflügelbeständen und einem Wildpark wurde die hochpathogene Form dieser Tierseuche festgestellt. Die landesweit ergriffenen Maßnahmen wie zum Beispiel das Aufstallungsgebot sind daher weiterhin notwendig, um einen weiteren Eintrag der Geflügelpest aus der Wildvogelpopulation in Hausgeflügelbestände möglichst verhindern.

Weitere Informationen:

Grippewelle hält an

Bereits seit Mitte Dezember 2016 grassiert die Grippe in Bayern, früher als in den vorherigen 6 Saisons. Jeder zweite Bürger mit einer akuten Atemwegsinfektion hatte Mitte Januar 2017 eine Influenza.
Die Grippe ist keine harmlose Erkrankung! Anders als sogenannte "grippale Infekte" können Influenzaviren eine plötzlich auftretende, systemische Infektion mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl verursachen. Insbesondere bei Menschen mit Grunderkrankungen kann eine Grippe mit lebensbedrohlichen Komplikationen verlaufen.

In der Saison 2016/17 wurden in Bayern bisher fast ausschließlich Influenza-A-Viren nachgewiesen; in den meisten Fällen der Subtyp A/H3N2. Die diesjährige Grippeschutzimpfung beinhaltet eine wirksame Komponente gegen das Influenza-A/H3N2-Virus, weshalb eine Impfung empfohlen wird. Vor allem chronisch Kranke, ältere Menschen ab 60 Jahren und Schwangere sollten sich auf diese Weise schützen.

Gute Händehygiene kann Sie vor einer Ansteckung schützen! Die Übertragung der Influenzaviren erfolgt zumeist über Tröpfchen, insbesondere beim Husten oder Niesen. Darüber hinaus ist eine Übertragung durch Hand-Mund-/Hand-Nasen-Kontakt möglich (z.B. durch Händeschütteln).

 

Erneute Berufung zum Nationalen Referenzzentrum für Borrelien

Das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Borrelien ist seit 01.01.2008 am LGL angesiedelt. Im vergangenen Jahr wurde es durch den Wissenschaftlichen Beirat für Public Health Mikrobiologie des Robert-Koch-Instituts evaluiert. Der Beirat und externe Gutachter haben dabei empfohlen, das NRZ weiterzuführen. Nachdem sich das Robert-Koch-Institut dieser Empfehlung angeschlossen hat, erfolgte nun die erneute Berufung durch das Bundesministerium für Gesundheit für die Berufungsperiode 2017-2019. Das LGL wird damit weiterhin ein umfangreiches Leistungsangebot (Beratung, Fortbildung, Diagnostik und Forschung) zum Thema Borrelien bereithalten können.

Masern ernst nehmen, Impflücken schließen

Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit, sie sind weltweit eine führende Todesursache bei Kindern, obwohl seit 40 Jahren ein sicherer und wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. Auch Erwachsene können durch das Virus schwer erkranken. Das LGL wertet wöchentlich die landesweiten Masernmeldungen aus und analysiert die epidemiologische Situation in Bayern hinsichtlich Verbreitung und Bekämpfung der Masernerkrankungen. Zwar war die Zahl der Masernfälle in Bayern im Jahr 2016 sehr niedrig, aber dennoch gilt: Noch vorhandene Impflücken sollten geschlossen werden.

Backwaren schonend herstellen – auf Ofentemperaturen und Backzeiten achten

Braten, Grillen, Frittieren und Backen: Während gerade in der Vorweihnachtszeit in vielen Haushalten wieder Lebkuchen und Plätzchen selbst hergestellt werden, finden sich z. B. Pommes Frites und Kekse auch unterjährig auf dem Teller. Um diese Produkte in bestmöglicher Qualität zu bekommen, rät das LGL dazu, die Backzeit und die Backtemperatur möglichst kurz und niedrig zu halten. Denn je brauner, desto mehr unliebsame Nebenprodukte des Backprozesses können entstehen. Eines dieser Nebenprodukte ist Acrylamid. Risikoabschätzungen zum Beispiel der Weltgesundheitsorganisation lassen den Schluss zu, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit Acrylamid zum allgemeinen Krebsrisiko beiträgt. Daher sollte aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes möglichst wenig Acrylamid aufgenommen werden.

Tierschutz bei der Schlachtung

Das LGL führt derzeit zusammen mit den Vollzugsbehörden vor Ort ein „Sonderkontrollprogramm Tierschutz im Schlachthof“ durch. Das Sonderkontrollprogramm soll die Eigenkontrollen der Betriebe im Tierschutz überprüfen. Nur wenn der Schlachthofunternehmer seine Verantwortung zur betrieblichen Eigenkontrolle konsequent wahrnimmt, ist zu erwarten, dass keine Tierschutzmängel auftreten.
Außerdem hat die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf das LGL zusätzlich mit der Durchführung eines „Sonderkontrollprojektes Tierschutz“ beauftragt. Im Jahr 2017 werden unter Leitung der Spezialeinheit des LGL große Schlachtbetriebe in Bayern kontrolliert. Das neue Projekt soll damit auch die Übergabe von Schlachthöfen an die neue Kontrollbehörde vorbereiten, die im Rahmen der geplanten Reform der Veterinärverwaltung in Bayern Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Die Nährwertdeklaration wird zur Pflichtangabe

Am 13. Dezember 2016 wird die Nährwertdeklaration für verpackte Lebensmittel verpflichtend. Ab diesem Zeitpunkt müssen bei allen vorverpackten Lebensmitteln der Brennwert sowie der Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz in Tabellenform angegeben werden. Die entsprechenden Vorschriften der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 25. Oktober 2011 (Lebensmittelinformationsverordnung bzw. LMIV) sind bereits seit 2011 in Kraft, gelten jedoch erst ab 13. Dezember 2016. Die Verordnung sieht auch einige Ausnahmen von der verpflichtenden Nährwertdeklaration vor, z. B. für die Abgabe kleiner Mengen direkte vom Hersteller an den Endverbraucher.

Verleihung des „Bayerischen Preises für Arbeitsmedizin“

Am 01. Dezember 2016 wurde erstmalig der „Bayerische Preis für Arbeitsmedizin“, ausgelobt vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS), verliehen. Wichtiges Kriterium bei der Ausschreibung des Preises, an der das LGL maßgeblich beteiligt war, war die Veröffentlichung einer hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin. Als Preisträgerin wurde Frau Dr. Verena Eveline Rozanski von der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Klinikums Großhadern der LMU München für ihre Arbeit „Aufgabenspezifische Dystonie bei professionellen Musikern“ geehrt.

„Gesundheit für Alle“ – Einladung zum 7. LGL Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Unter dem Titel „Gesundheit für Alle“ findet vom 3. bis 5. Mai 2017 in München der 7. LGL-Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD), dem Bundesverband der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BZÖG) sowie der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) statt.
„Gesundheit für Alle“ dieses „alte“ Motto der Weltgesundheitsorganisation gewinnt wieder an Aktualität. Der Öffentliche Gesundheitsdienst steht vor der Aufgabe, neue Bevölkerungsgruppen zu integrieren, soziale Ausgrenzung zu vermeiden und dabei möglichst bevölkerungsorientiert vorzugehen. Die Handlungsfelder umfassen die Hygiene, Umweltmedizin und Prävention, den Infektionsschutz und die Kindergesundheit. „Gesundheit für Alle“ spielt aber auch eine Rolle im Gutachtenwesen und in der Gesundheitsberichterstattung.
Experten von Universitäten und anderen Wissenschaftseinrichtungen sowie Fachleute des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sind herzlich eingeladen, mit ihren Beiträgen einen abwechslungsreichen wissenschaftlichen und zugleich praxisnahen Kongress aktiv mitzugestalten.

Listeriennachweise in Fleisch- und Wurstwaren und vegetarischen Produkten

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben das Bayerische Verbraucherschutzministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit 27.05.2016 davon abgeraten, Produkte der Fa. Sieber, Geretsried, zu konsumieren. Inzwischen sind diese Produkte (auch bei Eigenmarken des Handels) zurückgerufen und aus dem Handel genommen worden, da die Produkte möglicherweise mit Listerien belastet waren. Um die Sicherheit ihrer Produkte wiederherzustelllen, wurden der Firma verschiedene behördliche Auflagen auferlegt, bevor sie erneut Produkte in Verkehr bringen darf. Da diese Auflagen inzwischen erfüllt sind, ist das Verbot des Inverkehrbringens zum 24.08.2016 weggefallen und die Firma Sieber darf nun wieder Produkte in Verkehr bringen.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.