Lebensbaumlogo: Geschäftsbereich lebensministerium.bayern.de

Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

„Bio-Tomaten oder Tomaten aus konventionellem Anbau“? LGL entwickelt neue Analysemethode zur Prüfung von Biolebensmitteln

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Biolebensmitteln ist für einen effektiven Verbraucherschutz nicht nur die Kontrolle ökologischer Erzeuger- und Verarbeitungsbetriebe wichtig. Ebenso entscheidend ist es, bei den im Handel angebotenen Bioprodukten analytisch zu überprüfen, ob die Bezeichnung „Bio“ bzw. die Verwendung des Bio-Siegels gerechtfertigt ist. Da über die bisher verfügbaren Analyseverfahren nicht immer eine gesicherte Aussage zur Bioqualität gewährleistet ist, wurde am LGL im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein neues Untersuchungsverfahren entwickelt und getestet. Dieses Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. In Kooperation mit der Universität Würzburg und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau konnten Lebensmittelchemiker in der LGL-Dienststelle Würzburg am Beispiel von Anbauversuchen verschiedener Tomatensorten erstmals zeigen, dass die Methode der Protonen-Kernresonanzspektroskopie (1H-NMR) geeignet ist, konventionelle Produkte von ökologisch angebauten Produkten zu unterscheiden. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein einer entsprechenden Datenbank mit authentischen Vergleichsproben. Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung zu den ersten Ergebnissen im Journal of Agricultural and Food Chemistry ist international auf sehr großes Interesse gestoßen. Um zu testen, ob ein Einsatz der Methode in der Routine sowie auch bei anderen Lebensmitteln möglich ist, sind am LGL weitere Untersuchungen geplant.

Zweiter BAKT-Newsletter erschienen

Das Bayerische Aktionsbündnis Antibiotikaresistenz BAKT hat sich die Reduzierung von Antibiotikaresistenzen zum Ziel gesetzt. Dafür sind Partner aus verschiedenen Bereichen in Verbindung gebracht worden, die bisher zumeist kaum Berührungspunkte haben und demzufolge wenig voneinander wissen. Der BAKT-Newsletter ist ein Schritt auf dem Weg zur interdisziplinären Vernetzung. Im aktuellen BAKT-Newsletter August 2014 berichten die Partner im BAKT wieder über ihre Aktivitäten zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen.

Kampagne "Schwanger? Null Promille!" informiert jetzt in sieben Sprachen

Warum ist es so wichtig, in der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten? Wie können wir werdende Mütter dabei unterstützen? Und wo finden Frauen Unterstützung, die den Alkoholverzicht alleine nicht schaffen? Über all diese Fragen informiert unsere Kampagne „Schwanger? Null Promille!“. Damit auch Frauen und Männer, die in der deutschen Sprache nicht sicher zu Hause sind, darauf zugreifen können, wurde die Website der erfolgreichen Kampagne um sieben Sprachen erweitert.

Jahresbericht des LGL erschienen

Das LGL hat seinen Jahresbericht 2013 präsentiert. Im Gesundheitsbereich stehen unteranderem Hygiene, Infektiologie, Arzneimittelüberwachung, Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Vorsorge sowie Förderprogramme im Fokus. Bei der Lebensmittelsicherheit hat die Überprüfung und Analyse von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetika einen großen Anteil. Letztes Jahr hat die Behörde über 70 000 Proben unter die Lupe genommen. Die Spanne reicht von Gemüse über Fleisch bis zu Milch. Die Ergebnisse fasst das LGL jetzt auf 182 Seiten in seinem Jahresbericht 2013 zusammen. Gut zu wissen: Bayerische Lebensmittel sind ganz überwiegend sicher. Bei über 70 000 Proben ging nur von 152 Proben ein gesundheitliches Risiko aus. Damit lag die Quote bei nur 0,22 Prozent und blieb auf dem Vorjahresniveau.


Ebola-Erkrankungen in Westafrika

Am 21.03.2014 informierte das Gesundheitsministerium von Guinea die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über einen Ausbruch von Ebola, der sich mittlerweile auch auf die Nachbarstaaten Sierra Leone, Liberia und Nigeria ausgeweitet hat. Auch aus dem Senegal ist mittlerweile ein aus Guinea eingereister Erkrankungsfall gemeldet worden. Bis Ende August 2014 sind laut WHO mehr als 3000 Menschen in den genannten Ländern an Ebola erkrankt, über 50 % von ihnen daran verstorben. Ein im August 2014 in der Demokratischen Republik Kongo bestätigter Ebola-Ausbruch mit über 50 Erkrankten und über 30 Toten, ist ein eigenständiges Geschehen ohne Bezug zu den Erkrankungsfällen in Westafrika. Ebolaviren kommen in Wildtieren wie Flughunden und Affen in Afrika vor. Eine Übertragung auf den Menschen geschieht durch engen Kontakt mit infizierten Tieren oder den Verzehr von infiziertem Wildfleisch ("bushmeat"). Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist nur durch engen Kontakt mit Blut oder anderen virushaltigen Körperflüssigkeiten von erkrankten Menschen oder Verstorbenen möglich. Eine besondere Gefahr besteht daher für Personen und insbesondere medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu an Ebola Erkrankten oder Verstorbenen. Das Risiko einer Einschleppung von Ebola nach Europa wird von der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC derzeit als äußerst gering angesehen. Die WHO, die ECDC und die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC stellen regelmäßige Updates zur Entwicklung der epidemiologischen Lage in Westafrika auf ihren Internetseiten zur Verfügung; ECDC und das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) bewerten diese Daten kontinuierlich hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Gesundheit der Bürger in Europa bzw. Deutschland.


"Chlorhühnchen"

In jüngster Zeit ist im Rahmen der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) sehr häufig von „Chlorhühnchen“ aus den USA die Rede. Worum geht es dabei?


Neue Daten zum Impfstatus bei Kindern in Bayern

Soeben ist der neue Gesundheitsreport Bayern zum Impfstatus der Einschulungskinder erschienen. Die Impfraten steigen weiter an, es gibt aber deutliche regionale Unterschiede. Kinder in Nordbayern sind etwas besser geimpft als Kinder in Südbayern. Mehr dazu im Gesundheitsreport Bayern 1/2014: Der Impfstatus der Kinder.


Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Ob auf der Wiese im Stadtpark oder im Garten – im Sommer verlegen viele Menschen am Wochenende oder zum Feierabend die Küche nach draußen auf den Grill. Damit Gegrilltes nicht nur gut schmeckt, sondern möglichst schonend zubereitet wird, sollten einige Hinweise beachten werden. Wir haben Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zusammengestellt.