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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Tagungsband zur 6. Fachtagung Gentechnik veröffentlicht

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat im Juni 2016 den Tagungsband zur 6. Fachtagung Gentechnik in Oberschleißheim am 17. November 2015 veröffentlicht. Der Tagungsband ist als Band 9 der Schriftenreihe Gentechnik für Umwelt und Verbraucherschutz erschienen.
Der Schwerpunkt der Fachtagung lag auf gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen. Zu diesem Thema referierten verschiedene Dozenten aus Behörden, Universitäten sowie der Industrie. Die 6. Fachtagung Gentechnik richtete sich insbesondere an Fachpersonal aus Wissenschaft, Behörden und der Praxis.

„Gesundheitsmanagement in Betrieben – Ein Wettbewerbsvorteil für Betriebe?“ - Fortbildung für Personalverantwortliche und Betriebsärzte

Am Mittwoch, dem 20.07.2016, fand unter dem Titel „Gesundheitsmanagement in Betrieben - Ein Wettbewerbsvorteil für Betriebe?“ eine Fortbildung für Personalverantwortliche, Führungskräfte und Betriebsärzte statt. Hierbei wurden Themen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) wie Angebote zur Grippeimpfung und zum Darmkrebsscreening behandelt. Weitere Themen waren das Präventionsgesetz sowie die psychische Gefährdungsbeurteilung. Darüber hinaus wurde auch der in dem Projekt FlexA (Flexibilisierung in der Arbeitswelt) entstandene Handlungsleitfaden vorgestellt. Die Veranstaltung sollte dazu dienen, Personalverantwortlichen praktische Wege einer sinnvollen Gestaltung des Gesundheitsmanagements in Betrieben aufzuzeigen und vorzustellen. Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements wird in den kommenden Jahren immer stärker an Bedeutung gewinnen. Qualifizierte Arbeitnehmer suchen sich ihre Betriebe unter anderem auch nach deren Leistungsangebot im Gesundheitswesen aus.

Tee in Pad- bzw. Kapselform – Wie gut ist die Qualität bei maschineller Zubereitung?

Unkompliziert und zeitsparend: Nun haben auch Teehersteller diesen Trend zu Pads und Kapseln entdeckt. Verschiedene Kapsel/Padsysteme unterschiedlicher Preisklassen sind auf dem Markt. Die Zubereitung des Teegetränkes weicht dabei stark vom „normalen“ Brühvorgang mit mehrminütiger Ziehzeit ab.
Das LGL hat nun im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes geprüft, wie sich diese Art der Zubereitung auf Tee und teeähnliche Erzeugnisse wie Kräuter- und Früchtetees, auswirkt und ob die Erwartungen der Verbraucher an die Produkte erfüllt werden. Neben einer sensorischen Beurteilung wurde die mikrobiologische Qualität der Rohware geprüft und im Fall von schwarzem und grünem Tee.der der Koffeingehalt als Qualitätsparameter bestimmt.

Interdisziplinäres Symposium „Antibiotikaresistenz – Verantwortung übernehmen“ am 19. September 2016 in Erlangen

Der häufige Einsatz von Antibiotika hat weitreichende Folgen. Das Auftreten von antibiotikaresistenten Keimen nimmt weltweit immer mehr zu. Resistenzen können sich über Art-und Gattungsgrenzen der Bakterien hinweg verbreiten, aber auch zwischen Menschen, Tieren, aus der Umwelt und mit Nahrungsmitteln ausgetauscht und aufgenommen werden.
Das Interdisziplinäre Symposium „Antibiotikaresistenz – Verantwortung übernehmen“ verdeutlicht die Vielschichtigkeit des Problems der Resistenzentwicklung. Das Programm berücksichtigt die verschiedensten Aspekte bis hin zu Alternativen zum Antibiotikaeinsatz. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Badegewässer auf einen Blick

Vielerorts laden die Temperaturen mittlerweile zum ausgiebigen Baden unter freiem Himmel ein. Eine gute Nachricht für alle, die darauf warten, ins kühle Nass zu springen oder einfach nur an einem See entspannen möchten: Bayerns Badeseen haben meistens eine ausgezeichnete Wasserqualität. Damit der Badespaß ungetrübt bleibt, wird die Qualität der Badeseen systematisch überprüft. Zur Überwachung der Wasserqualität während der Badesaison nehmen die Kreisverwaltungsbehörden regelmäßig Wasserproben, die am LGL untersucht werden.

Derzeit sind im Bayern 376 Badestellen in Bayern (Stand Mai 2016) offiziell als EU-Badegewässerstellen ausgewiesen. Insgesamt schneiden die bayerischen Seen dabei im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. Mehr als 94 Prozent der 376 EU-Badestellen im Freistaat sind aktuell als 'ausgezeichnet' eingestuft. Damit liegen die bayerischen Badeseen zehn Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt.

Im Rahmen dessen stellt das LGL eine interaktive Karte der EU-Badestellen bereit, mittels der sich badehungrige Nutzer über die einzelnen Badestellen informieren können.

LGL Jahresbericht 2015 veröffentlicht

Das LGL untersuchte 2015 knapp 70.000 Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, kosmetische Mittel und Tabakwaren – nur 0,2 Prozent fielen als gesundheitsschädlich auf. Stark engagierte sich die Behörde unter anderem auch im Bereich der Kindergesundheit, hier übernahmen LGL-Experten das Projektmanagement der neu konzipierten Schuleingangsuntersuchung. Außerdem leistete das LGL einen großen Beitrag dazu, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst die Herausforderungen durch die steigende Anzahl der Asylsuchenden erfolgreich bewältigen konnte. Dies geht aus dem LGL-Jahresbericht hervor, der am 05.07.2016 im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde.

Listeriennachweise in Fleisch- und Wurstwaren und vegetarischen Produkten

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben das Bayerische Verbraucherschutzministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit 27.05.2016 davon abgeraten, Produkte der Fa. Sieber, Geretsried, zu konsumieren. Inzwischen sind diese Produkte (auch bei Eigenmarken des Handels) zurückgerufen und aus dem Handel genommen worden, da die Produkte möglicherweise mit Listerien belastet waren. Die Fa. Sieber, Geretsried, hat am 07.06.2016 Insolvenz angemeldet; der bestellte Insolvenzverwalter plant die baldige Wiederaufnahme der Produktion. Ein von den Behörden gefordertes Listerien-Kontrollkonzept liegt inzwischen zur Prüfung vor, erfordert jedoch aus Sicht der Behörden noch Nachbesserungen, z. B. die Nachreichung verschiedener Unterlagen. .

V. EHEC Workshop 2016 in Nördlingen

Vom 08.06.bis 10.06.2016 trafen sich führende Experten von Referenzzentren bzw. -laboratorien sowie Universitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum V. EHEC Workshop in Nördlingen. Themenschwerpunkte der Veranstaltung waren Diagnostik, Epidemiologie und Klinik von EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli)-Erkrankungen, EHEC in Lebensmitteln, Tier und Umwelt sowie Pathogenitätsfaktoren und Genomics. Nach dem bisher beispiellosen Ausbruch durch EHEC O104:H4 im Jahre 2011 stellen Infektionen mit den darmpathogenen EHEC-Bakterien immer noch eine häufige Ursache lebensmittelbedingter Erkrankungen dar.

In seinem Grußwort betonte der Präsident des LGL Herr Dr. Andreas Zapf die Bedeutung des interdisziplinären Austausches zwischen Grundlagenforschung, Diagnostik und Klinik und dem Infektionsschutz durch den öffentlichen Gesundheitsdienst. Professor Reinhard Würzner von der medizinischen Universität Innsbruck erläuterte anschaulich in seinem Festvortrag die Bedeutung des Komplementsystems beim E. coli-induzierten hämolytisch-urämischen Syndrom (eHUS). Mehr als 90 Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, sich bei diesem Workshop fachübergreifend zu informieren und in entspannter Atmosphäre zu diskutieren.

Belastung bayerischer Sportschützen durch bleihaltige Munition

Ungefähr 500.000 Personen in Bayern sind in Schützenverbänden organisiert und benutzen gegebenenfalls auch Munition, die Blei enthalten kann. Das Schwermetall Blei zeigt bei wiederholter Exposition neben der Wirkung auf das blutbildende System und das sich entwickelnde Nervensystem auch schädliche Effekte für die Fortpflanzung. Beim Schießen mit bleihaltiger Munition in geschlossenen Schießständen ist die Belastungssituation stark von der Art der eingesetzten Munition, der verwendeten Waffe und dem Schießablauf abhängig. Darüber hinaus stellen die Lüftungsbedingungen, die Raumgeometrie und Größe sowie die Reinigung wichtige Einflussfaktoren dar. Da Blei krebserregend ist, muss die Exposition der Bevölkerung, insbesondere von Frauen und Kindern, soweit wie möglich vermieden werden.

Das LGL hat in einem Projekt untersucht, wie hoch die Belastung der Luft in Raumschießanlagen ist, die über eine eingebaute Lüftungsanlage verfügen und welche Bleikonzentrationen Jugendliche beim Schießen mit Luftgewehren im Blut aufweisen. Das Projekt wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt.

Hochwasser in Bayern

Nach den jüngsten Unwettern mit lokalen Hochwasserkatastrophen in Bayern stellen sich für die Betroffenen wieder viele Fragen zu den Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Auch die Qualität von Lebens- und Futtermitteln kann durch die Überschwemmungen betroffen sein. Ein vom LGL nach dem schweren Hochwasser im Jahr 2013 durchgeführtes risikoorientiertes Untersuchungsprogramm ergab damals jedoch keine nachweisbaren Beeinträchtigungen durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Schwermetalle, Mineralölkohlenwasserstoffe sowie keine Verunreinigungen durch pathogene Mikroorganismen.

Folgende vorsorgliche Empfehlungen für den Verzehr von Lebensmitteln können wir geben:

  • Prinzipiell sollen alle roh verzehrbaren Lebensmittel vor dem Gebrauch gewaschen werden.
  • Lebensmittel, die überflutet wurden, sollen nicht mehr verzehrt werden.
  • Mineralölverunreinigungen erkennt man leicht am Geruch. Lebensmittel, die muffig nach Öl oder Benzin riechen, sind nicht zum Verzehr geeignet.
  • Bei Verunreinigung durch Mineralöle wird die Schwelle der geruchlichen und geschmacklichen Inakzeptanz solcher Lebensmittel schon bei Konzentrationen erreicht, die noch nicht als akute Gefährdung zu bewerten sind. Daher dürfte beim Genuss einwandfrei riechender Lebensmittel eine Gefährdung durch Mineralölrückstände auszuschließen sein.

Fragen und Antworten zum Thema finden Sie unter:

Weiterführende Informationen und Verhaltenshinweise finden Sie unter folgenden Links:

Kongress „Sichere Lebensmittel – Von der Früherkennung bis zur Sanktion“

Vom 18.10.bis 19.10.2016 findet der 2. LGL Kongress Lebensmittelsicherheit in Erlangen statt. Unter dem Motto „Sichere Lebensmittel – von der Früherkennung bis zur Sanktion“ bieten wir Ihnen nicht nur praxisnahe Informationen zu aktuellen Themen der Lebensmittelsicherheit und -überwachung. Der Kongress ist darüber hinaus eine Austauschplattform zu allen Fragestellungen, die diesem breiten Themenspektrum zuzurechnen sind - vom Lebensmittelrecht über die Bewertung von Rückständen und Kontaminanten bis zur Probenahme und Kennzeichnung.

Sie sind herzlich eingeladen, sich aktiv mit Beiträgen an der Tagung zu beteiligen (Einreichung von Abstracts bis 10.06.2016, Anmeldung bis 04.10.2016).

Stärkung des Impfwesens: Führende Rolle des LGL

Die Geschäftsstelle Nationaler Impfplan nimmt mit der Gründungssitzung der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen am 23.5. 2016 offiziell ihre Tätigkeit auf. Sitz der Geschäftsstelle ist am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Damit nimmt das LGL eine wichtige Rolle ein, indem es insbesondere die Arbeit der Institution Nationaler Impfplan stärkt und das Thema Impfen so insgesamt weiter voranbringt.
Die Geschäftstelle Nationaler Impfplan wird die Nationale Lenkungsgruppe Impfen, ein Gremium, in dem bundesweit alle für das Impfen verantwortlichen Akteure zusammen arbeiten, koordinieren. Ferner wird sie an der Weiterentwicklung des Nationalen Impfplans und dessen Anpassung an europäische Standards mitwirken, für Fragen zum Thema Impfwesen in Deutschland zuständig sein und die Öffentlichkeit weiter für das wichtige Thema „Impfen“ sensibilisieren.

Gute Küchenhygiene bietet wirksamen Schutz – auch vor Hepatitis E

Seit einigen Jahren ist deutschlandweit eine leichte Zunahme der Hepatitis E- Erkrankungen zu verzeichnen, die Gründe dafür sind aber nach wie vor nicht geklärt. Als mögliche Ursachen für den Anstieg kommen unter anderem eine gestiegene Aufmerksamkeit der Ärzteschaft für das Thema sowie häufiger angewandte und sensiblere Diagnoseverfahren in Betracht. Da das Virus auch bei Haus- und Wildschweinen festgestellt wurde, können auch manche tierische Lebensmittel, insbesondere rohe Fleischerzeugnisse, als mögliche Übertragungsquellen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) empfiehlt Verbrauchern daher auch weiterhin vorsorglich entsprechende Hygienemaßnahmen in der Küche.

Leitfaden zur Kontrolle gentechnischer Veränderungen in Lebensmitteln

Der Arbeitskreis Lebensmittelchemischer Sachverständiger (ALS) veröffentlichte mit der ALS-Stellungnahme Nr. 2016/01 einen Leitfaden, der die wichtigsten Themengebiete aus dem Bereich „Überwachung gentechnisch veränderter Lebensmittel“ aufgreift, zu denen seit dem Jahr 2003 Stellungnahmen erarbeitet wurden. Er soll bei der Anwendung von Rechtsvorschriften Orientierung geben und zur Kontrolle gentechnischer Veränderungen dienen. Der Leitfaden ist vor allem an Überwachungsbehörden gerichtet.

Der ALS setzt sich im Wesentlichen aus Vertretern der Untersuchungs-einrichtungen der Bundesländer und der Bundeswehr zusammen. Im Rahmen regelmäßiger Sitzungen werden in diesem Gremium anhand konkreter Anfragen die Auslegungen von Rechtsvorschriften diskutiert und als Beschlüsse im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht.

Mehr Klarheit für die Verbraucher – neue LGL- Publikation zur Lebensmittel­informationsverordnung

Im Zentrum einer neuen LGL-Publikation steht die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die seit dem 13.12.2014 EU-weit einheitlich regelt, welche Informationen über Lebensmittel dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden müssen. Ziel ist die bessere Information der Verbraucher über die von ihnen gekauften Lebensmittel. Die Vorgaben der neuen LMIV betreffen in erster Linie die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln. Erfasst werden auch weitergehende Informationen über ein Lebensmittel, wie z. B. Aussagen in der Werbung. Die nun veröffentlichten Vorträge zu diesem Thema waren 2015 im Rahmen der LGL-Veranstaltung "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung: Mehr Klarheit für die Verbraucher" in Oberschleißheim zu hören.

Glyphosatrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln

Das LGL untersucht seit 2009 im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung pflanzliche Lebensmittel auf Rückstände von Glyphosat, darunter Bierzutaten wie Gerste oder Weizen. Diese Proben werden risikoorientiert und nach Vorgaben der bundesweiten Untersuchungsprogramme ausgewählt.

Im Zeitraum 2013 bis 2015 kontrollierte das LGL insgesamt 418 Proben, lediglich in rund 2 Prozent wurden Glyphosatrückstände nachgewiesen. Allerdings blieben die festgestellten Gehalte stets deutlich unter den zulässigen Rückstandshöchstgehalten und ein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher kann bei den nachgewiesenen Gehalten mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.