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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Verbraucherschutz undercover – LGL startet anonyme Testkäufe im Internet

Der Internethandel mit Lebensmitteln wird in Bayern ab sofort noch stärker in den Fokus der Behörden genommen. Als erstes Land kauft Bayern im Internet angebotene Lebensmittel zukünftig auch verdeckt ein und untersucht diese anschließend im Labor. Damit können sich schwarze Schafe nicht länger in der Anonymität des Internets verstecken, die Sicherheit für die Verbraucher im Internet wird verbessert. Verdeckte Probenahmen werden vor allem dort durchgeführt, wo das Risiko für den Verbraucher besonders hoch ist. Dies gilt zum Beispiel für Nahrungsergänzungsmittel, in denen immer wieder nicht zugelassene Arzneimittelwirkstoffe gefunden werden und die somit eine Gefahr für den Verbraucher darstellen können.

Die Influenzasaison ist in vollem Gange!

Wie aus dem Bayern Influenza Sentinel ersichtlich, ist jeder zweite Patient in Bayern mit einer akuten Atemwegsinfektion derzeit an Grippe erkrankt. Bei 75% dieser Patienten ist das Influenzavirus A: H3N2 ursächlich für die Erkrankung. Mehr als die Hälfte der Grippe-Patienten hat Fieber über 39°C.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das LGL hat vor kurzem eine Informationsveranstaltung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) in Behörden durchgeführt. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse; zahlreiche Behördenleiter und BGM-Verantwortliche nahmen teil. Beim BGM handelt es sich um die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten. Auf der Veranstaltung gab es Vorträge zur Kommunikation für Führungskräfte sowie einen "Marktplatz BGM". Dort konnte man sich über so unterschiedliche Themen wie Motivation, Konfliktmanagement, Yoga, psychische Belastungen am Arbeitsplatz und Realisierung eines BGM informieren.


Veröffentlichung von aktuellen Meldezahlen der Lyme-Borreliose auf der Homepage des LGL

Zum 01. März 2013 wurde in Bayern eine länderspezifische Meldepflicht für Lyme-Borreliose eingeführt. Eine wöchentlich aktualisierte Darstellung der Lyme-Borreliose-Meldezahlen wird nun auf den LGL-Webseiten publiziert. Eine detaillierte Auswertung der Daten des ersten Meldejahres wurde am LGL erstellt und im Bayerischen Ärzteblatt 1-2/2015 sowie im Epidemiologischen Bulletin 8/2015 veröffentlicht.

Informationsbesuch des Landtagsausschusses für Gesundheit und Pflege am LGL

Am 10. Februar besuchte der Ausschuss für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtages die LGL-Dienststelle in Oberschleißheim, um sich einen Überblick über aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse des LGL im Bereich Gesundheit, Arbeitsschutz und Produktsicherheit sowie umweltbezogener Gesundheitsschutz zu verschaffen.

LGL präsentierte neue Ergebnisse zu Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelanalytik auf Regionaltagung der Lebensmittelchemischen Gesellschaft

Der Regionalverband Bayern der Lebensmittelchemischen Gesellschaft führte am 3. Februar 2015 am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising seine 66. Arbeitstagung durch. Das LGL beteiligte sich mit verschiedenen Vorträgen und Posterbeiträgen am wissenschaftlichen Programm, in dem zahlreiche neue Ergebnisse aus den Bereichen Lebensmittelanalytik, Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität vorgestellt wurden.

Älter werden in der Gesunden Gemeinde: Angebote gestalten, Potentiale nutzen – Regionalkonferenz für Bayern am 11. Februar in Nürnberg

Wie können Menschen dabei unterstützt werden, auch im Alter aktiv zu bleiben, um möglichst lange ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben zu führen? Wie können die Potentiale des Alters eingesetzt werden? Die Gestaltung präventiver und gesundheitsförderlicher Angebote in und durch Kommunen ist Thema einer Konferenz, die das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im LGL gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am 11.02.2015 in Nürnberg veranstaltet. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und anhand von Beispielen guter Praxis geht es in Vorträgen und Fachforen um die Möglichkeiten, die Gesundheitsförderung und Prävention vor Ort eröffnen.

ÖGD-Handbuch online verfügbar

Der Öffentliche Gesundheitsdienst: Welche Aufgaben hat er und mit wem arbeitet er dabei zusammen? Um die Vielfalt der Aufgaben des ÖGD vom Infektionsschutz bis zu den Schuleingangsuntersuchungen sichtbarer zu machen, hat das LGL auszugsweise das „Handbuch für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“, eine online-Arbeitshilfe für den bayerischen ÖGD, über das Internet zugänglich gemacht.

Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.

Informationen zur Geflügelpest: Infektionen mit H5N8

Anfang November 2014 wurde die Geflügelpest, verursacht durch Infektion mit hochpathogenem Influenza A (HPAI) Virus vom Subtyp H5N8, bei Hausgeflügel in Mecklenburg-Vorpommern, dann auch in den Niederlanden und Großbritannien diagnostiziert. Im Dezember 2014 ereigneten sich weitere Geflügelpestausbrüche in Niedersachsen und Norditalien. Mit dem Virus verwandte H5N8 waren zuvor in Südkorea, Japan und im Osten Chinas bei Hausgeflügel und Wildvögeln nachgewiesen worden. Am 22.11.2014 wurde erstmals auch in Europa, auf der Insel Ummanz bei Rügen, H5N8 bei einem Wildvogel - einer Krickente - nachgewiesen.

Wasservögel sind die natürlichen Wirte der Aviären Influenza A Viren. Sie erkranken selten schwer (eine Ausnahme war H5N1), können die Viren aber effektiv vermehren und ausscheiden. In Europa ist bisher, im Gegensatz zur vergangenen H5N1-Epidemie, keine erhöhte Sterblichkeit bei Wildvögeln aufgefallen. Seit dem Nachweis von H5N8 bei der gesunden Krickente treffen einige besonders gefährdete Bundesländer Maßnahmen, um ihre Geflügelbestände besser zu schützen. In einigen Regionen wurde eine Stallpflicht eingeführt. In Bayern wird, wie auch in den meisten anderen Bundesländern entsprechend, das Influenza A - Monitoring der Wildvögel in Kooperation mit dem Bayerischen Jagdverband gezielt intensiviert. Hausgeflügelbestände dagegen unterliegen ohnehin durch die gesetzlichen Vorgaben einer strengen Kontrolle. Hier stehen Biosicherheitsmaßnahmen im Betrieb und die Untersuchungen gemäß Geflügelpestverordnung in Vordergrund.


Ebola-Erkrankungen in Westafrika

Am 21.03.2014 informierte das Gesundheitsministerium von Guinea die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über einen Ausbruch von Ebola. Mittlerweile hat sich daraus in Westafrika der größte, bisher bekannte Ebola-Ausbruch entwickelt. Neben Guinea sind auch die Nachbarstaaten Sierra Leone und Liberia betroffen. Bis Ende Januar 2015 sind laut WHO über 21.000 Menschen an Ebola erkrankt und über 8.000 von ihnen daran verstorben. Seit Januar 2015 beginnt in allen drei betroffenen westafrikanischen Staaten erstmals die Anzahl der Neuerkrankungen zu sinken.

Ebolaviren kommen in Wildtieren wie Flughunden und Affen in Afrika vor. Eine Übertragung auf den Menschen geschieht durch engen Kontakt mit infizierten Tieren oder den Verzehr von infiziertem Wildfleisch ("bushmeat"). Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist nur durch engen Kontakt mit Blut oder anderen virushaltigen Körperflüssigkeiten von erkrankten Menschen oder Verstorbenen möglich. Eine besondere Gefahr besteht daher für Personen und insbesondere medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu an Ebola Erkrankten oder Verstorbenen. Das Risiko, dass Reisende die Krankheit nach Deutschland oder Europa mitbringen, wird vom Robert-Koch-Institut derzeit als gering eingeschätzt, es ist aber nicht auszuschließen. Eine Gefährdung der Bevölkerung besteht jedoch nicht, weil Deutschland auf die Behandlung von Personen, die an Ebolafieber erkrankt sind, gründlich vorbereitet ist. WHO, ECDC und CDC stellen regelmäßige Updates zur Entwicklung der epidemiologischen Lage in Westafrika auf ihren Internetseiten zur Verfügung; ECDC und das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) bewerten diese Daten kontinuierlich hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Gesundheit der Bürger in Europa bzw. Deutschland. Durch den in die USA importierten Krankheitsfall hat sich demnach die Gefährdungseinschätzung für Deutschland und Europa nicht verändert.


"Chlorhühnchen"

In jüngster Zeit ist im Rahmen der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) sehr häufig von „Chlorhühnchen“ aus den USA die Rede. Worum geht es dabei?


Neue Daten zum Impfstatus bei Kindern in Bayern

Soeben ist der neue Gesundheitsreport Bayern zum Impfstatus der Einschulungskinder erschienen. Die Impfraten steigen weiter an, es gibt aber deutliche regionale Unterschiede. Kinder in Nordbayern sind etwas besser geimpft als Kinder in Südbayern. Mehr dazu im Gesundheitsreport Bayern 1/2014: Der Impfstatus der Kinder.


Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Ob auf der Wiese im Stadtpark oder im Garten – im Sommer verlegen viele Menschen am Wochenende oder zum Feierabend die Küche nach draußen auf den Grill. Damit Gegrilltes nicht nur gut schmeckt, sondern möglichst schonend zubereitet wird, sollten einige Hinweise beachten werden. Wir haben Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zusammengestellt.