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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Weniger Antibiotika in der Tierhaltung: Neufassung des Arzneimittelgesetzes tritt in Kraft

Foto von Benutzten Medikamentenflaschen

Am 1. April 2014 trat die 16. Neufassung des Arzneimittelgesetzes (AMG) in Kraft. Ziel der Gesetzesänderung ist es, den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung zu reduzieren und die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verhindern. Mit der Novelle wird ein Antibiotikaminimierungskonzept eingeführt, das Halter von Schwein, Rind, Huhn und Pute betrifft und mit dem der Antibiotikaeinsatz in diesen Tierhaltungen erfasst und reduziert werden soll.

Am LGL läuft ein Projekt, das Tierhalter, Tierärzte und Veterinärverwaltung bei der Umsetzung der AMG-Novelle unterstützt. Es beinhaltet Maßnahmen und Angebote, die die Betroffenen über die aktuelle Rechtsänderung informieren und helfen, den Antibiotikaeinsatz in landwirtschaftlichen Betrieben nachhaltig zu senken. Dabei erarbeiten Tierhalter, Tierärzte und Veterinärverwaltung Handlungsempfehlungen, die zum Erfolg des Minimierungskonzeptes beitragen sollen.

Gesundheitsministerin Huml informiert am LGL über Zecken – Aufruf zur FSME-Schutzimpfung

Pressekonferenz FSME

Jetzt beginnt die Zeckensaison. Darum informierte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml am LGL über die Spinnentiere, die die Krankheiten Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können. Während es keine Impfung gegen die erste Erkrankung gibt, kann man sich durch Impfen wirkungsvoll vor FSME schützen. Daher warben die Ministerin und LGL-Präsident Dr. Andreas Zapf gemeinsam mit Dr. Nikolaus Frühwein, dem Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen, dafür, sich durch den kleinen Pieks Sicherheit zu verschaffen. Am LGL ist das Nationale Referenzzentrum für Borrelien (NRZ) angesiedelt, das sich wissenschaftlich mit der Borreliose befasst.

Allergie-auslösende Duftstoffe in Kosmetika

Parfumzerstäuber

Duftstoffe sind nach Nickel die häufigsten Auslöser von Kontaktallergien. Naturgemäß weisen Parfums, Eaux de Toilettes, Rasierwässer/ Aftershaves und ähnliche Produkte, die der Vermittlung von Geruchseindrücken dienen, sehr hohe Duftstoffanteile auf. Nach europäischer Gesetzgebung müssen derzeit 26 potentiell Allergie-auslösenden Duftstoffe in der Liste der Bestandteile gekennzeichnet werden, wenn ihre Konzentration einen entsprechenden Wert übersteigt.

Das LGL untersuchte im vergangenen Jahr 26 Aftershaves und Eaux de Toilette für Männer auf deren Gehalt an allergenen Duftstoffen. Häufig fand sich in den untersuchten Kosmetika der Duftstoff Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (HICC). Diese als synthetischer Maiglöckchenduftstoff eingesetzte Verbindung wird Studien zufolge als stark allergen eingestuft.

Derzeit berät die EU-Kommission über verschiedene Änderungen in der Kosmetikverordnung. In einem öffentlichen Konsultationsverfahren, das noch bis zum 14. Mai dauert, haben sowohl Einzelpersonen als auch Verbände und Organisationen die Gelegenheit, sich öffentlich zu diesen Plänen zu äußern.

Tularämie (auch Hasen- oder Nagerpest)

Bild einer Bakterienkultur in einer Petri-Schale

Das LGL informiert aufgrund aktueller Fälle über die Tularämie. Sie ist eine Krankheit vor allem von Kaninchen und Hasen, die bei Kontakt mit infizierten Tieren auch auf den Menschen übertragen werden kann. Deshalb empfiehlt das LGL die Vermeidung des Kontaktes zu Wildtieren und Kadavern von Wildtieren und den Verzehr nur gut durchgegarter Wildgerichte als vorbeugende Maßnahmen.

Bayerischer Gesundheitsindikatorensatz

Kartendarstellung des Gesundheitsatlas

Rund 1,4 Millionen Fälle von affektiven Störungen, vor allem Depressionen, weisen die Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns derzeit aus. Diese und andere Daten aus der ambulanten Versorgung sind gerade im Bayerischen Gesundheitsindikatorensatz aktualisiert worden. Einen Teil der Daten finden Sie auch als Regionalkarten im Bayerischen Gesundheitsatlas. Der Bayerische Gesundheitsindikatorensatz stellt Eckdaten zur Gesundheit der Bevölkerung in Bayern bereit. Die Daten werden von unseren Partnern, z.B. dem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns oder dem Bayerischen Krebsregister zur Verfügung gestellt.

Influenza

Mit dem ersten Nachweis einer Influenza A Virus Infektion in Kalenderwoche 49 hat die Influenzasaison 2013/14 in Bayern begonnen. Unverändert gilt: Die Grippe ist keine harmlose Erkrankung!
Anders als sogenannte "grippale Infekte" können Influenzaviren eine plötzlich auftretende, systemische Infektion mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl verursachen. Für Menschen mit Grunderkrankungen kann eine Grippe eine lebensbedrohliche Komplikation bedeuten.

Aktuelle Berichterstattung aus dem BIS zur Influenzasaison 2013/14.

BIS-Daten der Influenzasaison 2012/2013 (PDF 317 KB)

Häufig gestellte Fragen zur Tuberkulose

Die Tuberkulose (früher auch als Schwindsucht bekannt) ist eine seit langem bekannte, bakterielle Infektionskrankheit von Mensch und Tier. Hauptsächlich wird die Lunge befallen, es können aber auch andere Organsysteme betroffen sein. Durch konsequente Bekämpfung der Rindertuberkulose ist Deutschland seit 1997 offiziell anerkannt frei von Rindertuberkulose.
Häufig gestellte Fragen zur Tuberkulose werden auf der folgenden Seite beantwortet:

FAQs zu Tuberkulose