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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Geschäftsstelle Nationaler Impfplan (NIP) am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beschlossen

Zur Förderung des Impfwesens in Deutschland wurde im Anschluss an die 1. Nationale Impfkonferenz (NIK) im Jahr 2009 die Erstellung eines Nationalen Impfplans (NIP) von der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) beschlossen. Dieser Plan wurde in den folgenden zwei Jahren durch intensive Abstimmung unter den Gesundheitsministerien der Länder, den Bundesbehörden, dem Spitzenverband der Krankenkassen, der Ständigen Impfkommission (STIKO), der Bundesärztekammer, wissenschaftlichen Instituten und weiteren Experten erarbeitet und bei der 2. NIK im Jahr 2011 vorgestellt.

Wichtiger Bestandteil des NIP ist die Gründung eines nationalen Gremiums, welches für die Umsetzung, Evaluation und Weiterentwicklung des Projektes verantwortlich ist. Im Juni 2013 beschloss die GMK dann die Etablierung einer NIP-Geschäftsstelle, welche eine Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) regelmäßig einberufen und unterstützen soll. Im Rahmen der GMK am 25./26. Juni 2015 wurde schließlich eine entsprechende Vereinbarung über die Errichtung der Geschäftsstelle NIP am LGL von den Ländern unterzeichnet. Die Finanzierung erfolgt hälftig über Bund (RKI) und Länder. Die Geschäftsstelle kann nun am LGL aufgebaut werden und Anfang 2016 ihre Arbeit aufnehmen. Parallel werden schon jetzt vorbereitende Maßnahmen zur Gründung der NaLI in Abstimmung mit Vertretern der Länder getroffen.

Forschungsprojekt zur Charakterisierung neuer gentechnisch veränderter Pflanzen am LGL gestartet

Zum 01.08.2015 startet am LGL ein vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) gefördertes Forschungsprojekt zur Charakterisierung von unbekannten und neuartigen gentechnisch veränderten Pflanzen unter Verwendung des Next Generation Sequencing (NGS). Dieses Forschungsprojekt wird in Kooperation mit dem Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführt.
Next Generation Sequencing (NGS) ist die modernste und leistungsfähigste Methode zur Bestimmung der DNA-Sequenz eines Organismus und ist dazu geeignet, das gesamte Genom eines Menschen innerhalb weniger Tage zu sequenzieren. In diesem Projekt soll die NGS-Technologie dazu genutzt werden, das gesamte Genom ausgewählter gentechnisch veränderter Pflanzen zu ermitteln, um möglichst genaue Informationen über die gentechnischen Veränderungen im Pflanzengenom zu erhalten. Die gewonnen Sequenzdaten sollen als Grundlage für die Entwicklung spezifischer Nachweismethoden dienen, die in der Überwachung von Lebens- und Futtermitteln, sowie von Saatgut eingesetzt werden können.

Herzliche Einladung zum 6. LGL Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Vom 23. bis 25. September 2015 findet in Regensburg der 6. LGL Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst im Rahmen des gemeinsamen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und des Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) in Bayern statt, zu dem wir herzlich einladen.
Der Kongress mit dem Leitthema "Daten gewinnen, Wissen nutzen für die Praxis von Prävention und Versorgung" legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis. Dabei sollen aktuelle Ergebnisse aus dem gesamten Themenspektrum der Sozialmedizin, Medizinsoziologie, Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgungsforschung diskutiert werden und Schwerpunktthemen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes behandelt werden.
Besondere Hinweise: Im Rahmen des Kongresses finden auch die Jahrestagungen der Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, der Hygienekontrolleurinnen und Hygienekontrolleure und der Sozialmedizinischen Assistentinnen statt. Für jede dieser Jahrestagungen stehen Reisekosten für jeweils zwei staatliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer je Landratsamt und Regierung zur Verfügung.

Neue LGL-Veranstaltungsreihe "Gespräche zu Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz"

Mit seiner neuen Veranstaltungsreihe "Gespräche zu Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz" möchte das LGL eine Plattform liefern, um aktuelle Themen aus dem Bereich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz darzustellen und den Dialog zwischen den Behörden, Verbrauchervertretern, der Wissenschaft und der Wirtschaft zu intensivieren. Die erste Veranstaltung in der Reihe befasste sich mit dem Thema "Erste Erfahrungen mit der Lebensmittelinformationsverordnung – mehr Klarheit für die Verbraucher?" und fand am 30.07.2015 in der LGL-Dienststelle Oberschleißheim statt.
Sprecherinnen und Sprecher aus Wissenschaft, Verbraucherverbänden, Wirtschaft und Überwachung beleuchteten das Thema von verschiedenen Seiten und berichteten erste Erfahrungen.

BAKT: Interdisziplinärer Flyer zur richtigen Anwendung von Antibiotika ist jetzt erhältlich

Als konstruktiver Beitrag zur Sensibilisierung für den Einsatz von Antibiotika und die Resistenzentwicklung wurde am LGL, initiiert vom bayerischen Aktionsbündnis gegen Antibiotikaresistenzen (BAKT) sowie den Landesarbeitsgemeinschaften LARE und ARE-Vet, ein interdisziplinärer Flyer zur richtigen Antibiotikaanwendung erarbeitet. Der Flyer richtet sich an die Anwender aus der Human- und Veterinärmedizin, speziell an die Patienten bzw. Patientenbesitzer (Tierhalter). Er soll für sie die wichtigsten Botschaften für die Antibiotika-Anwendung vermitteln. Auch den behandelnden Arzt oder Tierarzt kann der Flyer bei einer korrekten Antibiotikatherapie unterstützen, indem er den Patienten bzw. Patientenbesitzer informiert und das Gespräch mit ihnen begleitet.
Der Flyer steht nun zum kostenlosen Bestellen von Druckexemplaren und zum Download zur Verfügung:

Regionale Gesundheitskonferenzen - Abschlussveranstaltung

Am 14. 7. fand im LGL-München die Abschlussveranstaltung zum Modellprojekt "Regionale Gesundheitskonferenzen" statt. In den seit 2013 bestehenden "Regionalen Gesundheitskonferenzen" kamen lokale Experten zusammen, um konkrete Versorgungsprobleme vor Ort zu lösen. Ziel des Modellprojektes war es, eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in ganz Bayern sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Dieser Ansatz berücksichtigt die regionalen Besonderheiten und strebt eine Verbesserung direkt vor Ort an, indem Lösungen durch Kommunikation und Kooperation der regionalen Akteure des Gesundheitssystems gesucht werden. Regionale Gesundheitskonferenzen wurden in drei verschiedenen Regionen Bayerns erprobt. Das LGL war vom Bayerischen Gesundheitsministerium beauftragt, das Modellprojekt zu betreuen und wissenschaftlich zu begleiten. Es fungierte gleichzeitig auch als Bewilligungsbehörde und entwickelte verschiedene Messinstrumente für die Prozess- und Ergebnisevaluation.

Die Tierärztliche Fakultät der LMU ist neuer Partner im Bayerischen Aktionsbündnis Antibiotikaresistenzen (BAKT)

Die Tierärztliche Fakultät der Ludwig Maximilian Universität (LMU) München ist dem Bayerischen Aktionsbündnis gegen Antibiotikaresistenzen (BAKT) beigetreten.
Am 25.Juni unterschrieb der Dekan Prof. Joachim Braun das Konsensuspapier zum BAKT im Beisein von Staatsministerin Ulrike Scharf (StMUV). Damit sind im BAKT inzwischen 19 Partner aus verschiedensten Fachrichtungen vereint. Sie haben die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Resistenzproblematik erkannt und möchten ihren Anteil dazu beitragen, der Ausbreitung von Resistenzen entgegen zu wirken.

LGL als Gründungsmitglied des Zentrums für Infektionsmedizin München (ZIMM)

Im Juni 2015 wurde der Kooperationsvertrag des Zentrums für Infektionsmedizin München (ZIMM) unterzeichnet. Das ZIMM ist eine universitätsübergreifende Einrichtung der Technischen Universität München (TUM) und der Ludwig Maximilians Universität München (LMU) in Partnerschaft mit dem Helmholtz Zentrum München (HMGU), dem Klinikum der Universität München, dem Klinikum rechts der Isar (MRI), dem Städtischen Klinikum München GmbH, dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
Dieser Zusammenschluss von infektiologisch arbeitenden Forschungsinstitutionen und Kliniken im Raum München mit Expertise in den Bereichen Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Immunologie sowie Infektiologie bemüht sich gezielt um die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die therapeutische Anwendung sowie umgekehrt um einen Transfer klinischer und epidemiologischer Beobachtungen in die Grundlagenforschung.
Das LGL, insbesondere mit den beiden Sachgebieten Public Health Microbiology und Infektionsepidemiologie sowie Hygiene, ist Gründungsmitglied des ZIMM.

Jahresbericht des LGL für 2014 erschienen

Sichere Lebensmittel und Produkte, eine hochwertige medizinische Versorgung sowie gesundheitsfördernde Lebens- und Arbeitsbedingungen erfordern kontinuierliche Anstrengungen auf dem Gebiet des Verbraucher- und Gesundheitsschutzes.
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat 2014 knapp 70.000 Proben von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Tabakwaren untersucht und ist mit zahlreichen Projekten im Bereich der Öffentlichen Gesundheit aktiv.
Dies geht aus dem Jahresbericht der Fachbehörde hervor, der jetzt im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde. Der Bericht verdeutlicht die vielfältigen Aktivitäten des Amtes und zeigt auf, wie die verschiedenen Fachgebiete Lebensmittelsicherheit, Humanmedizin, Pharmazie und Tiergesundheit sowie Arbeitsschutz und Produktsicherheit am LGL zudem in interdisziplinären Ansätzen miteinander verknüpft werden.

Veranstaltungshinweis: Forum Bayerische Gewerbeaufsicht- Bayerischer Arbeitsschutztag 2015

Am 15. Oktober 2015 findet in der Handwerkskammer (HWK) Augsburg das Forum Bayerische Gewerbeaufsicht – Bayerischer Arbeitsschutztag 2015 – statt. Der diesjährige Arbeitsschutztag steht unter dem Motto "Sichere Arbeitsmittel von Anfang an".
Eintritt zu der Veranstaltung ist frei; Veranstaltungsort ist die Handwerkskammer für Schwaben, Siebentischstraße 52 – 58, 86161.
Um Anmeldung wird gebeten unter:

Neue Badegewässerkarte 2015

Die Wasserqualität der meisten Bayerischen Badeseen ist ausgezeichnet. Dieses belegen Daten von Wasserproben, die von den örtlichen Gesundheitsämtern entnommen und vom LGL auf die Darmbakterien Escherichia coli und "Intestinale Enterokokken" untersucht wurden.
Auch für das Jahr 2015 hat das LGL eine Übersicht aller in Bayern gemeldeten EU-Badestellen erstellt, die in Form einer Badegewässerkarte auf der Homepage veröffentlicht wird.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.

Verleihung des 13. Bayerischen Präventionspreises

"Gesundheit stärken, Lebenswelten gestalten": Unter diesem Motto stand der Wettbewerb um den 13. Bayerischen Präventionspreis, dessen Preisträger am 9. Juni in München ausgezeichnet wurden. Die Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, Ruth Nowak, in Vertretung von Ministerin Huml, überreichte gemeinsam mit Dr. Dr. Markus Schick, dem Vizepräsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die Urkunden an die Vertreter der Gewinnerprojekte. Erstmals wurde der Preis in vier Kategorien vergeben, die sich an den Handlungsfeldern des neuen Bayerischen Präventionsplans orientieren: "Gesund aufwachsen" (1), "Ausbildung und Betrieb" (2), "Prävention im Alter" (3) und – über alle Lebensphasen hinweg – die "Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit" (4). Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern!

Darüber hinaus würdigte die Jury vier Projekte für besondere Leistungen mit Belobigungen. Insgesamt hatten sich 50 Projekte um den Bayerischen Präventionspreis beworben. Ihnen allen gebührt Anerkennung und Dank für ihr Engagement für mehr Gesundheit für die Menschen in Bayern! Unabhängig von der Vergabe des Präventionspreises würdigen wir dies mit der Aufnahme der Projektberichte in das Netzwerk Prävention, unsere aus den Wettbewerben erwachsende Datenbank.

Neuer Gesundheitsreport: Rauchen und Nichtrauchen in Bayern

Wussten Sie, dass Schätzungen von Fachleuten zufolge weltweit jährlich immer noch 6 Millionen Menschen infolge des Rauchens sterben? Für Deutschland wären dieses pro Jahr etwa 100.000 bis 120.000, für Bayern entsprechend etwa 15.000 bis 18.000 Menschen.
Am 31.Mai wird in diesem Jahr der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierte jährliche Weltnichtrauchertag begangen, um auf Gefahren und Folgen des Rauchens aufmerksam zu machen. Mit dem Titel "Rauchen und Nichtrauchen in Bayern – Update 2015" hat das LGL nun einen neuen Gesundheitsreport herausgegeben. Dargelegt werden Zahlen von erwachsenen und jugendlichen Raucher(inne)n in Bayern sowie Daten zum Zusammenhang zwischen Rauchen und sozialer Lage, zur Passivrauchbelastung, zum Konsummuster und zur Verbreitung neuer Trends, wie dem Rauchen von E-Zigaretten oder Wasserpfeifen.

IHK Onlinehilfe Lebensmittelhygiene

In der Europäischen Union tragen die Hersteller von Lebensmitteln die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Produkte. Sie müssen gewährleisten, dass die von ihnen angebotenen Lebensmittel rechtskonform hergestellt wurden und sicher sind. Unterstützung bekommen sie dabei von der IHK Bayern, die eine "Onlinehilfe Lebensmittelhygiene" für Lebensmittelunternehmer, insbesondere aus der Gastronomie und dem Handel, aufgebaut hat. Als einer der Partner für diese Internetplattform fungiert das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Sowohl das StMUV als auch die Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit des LGL unterstützen das Projekt fachlich.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2015

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden bei 2 von 91 untersuchten Maissaatgutproben gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Die betroffenen Saatgutpartien wurden vor der Auslieferung vom Markt genommen und kamen nicht zur Aussaat. Drei untersuchte Senf- und drei Soja-Saatgutproben waren ohne Befund. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)- Erkrankungen

Bei dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) handelt es sich um eine schwer verlaufende, menschliche Atemwegserkrankung, die durch das MERS-Coronavirus hervorgerufen wird.
Von April 2012 bis Anfang Juni 2015 sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäische Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) weltweit 1.204 laborbestätigte MERS-Erkrankungen mit insgesamt 448 Todesfällen bekannt geworden. Die meisten Fälle traten in Ländern der arabischen Halbinsel auf, also in Saudi-Arabien (mehr als 85% der Fälle), den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar und dem Yemen.
Aktuell ist in Südkorea der bislang größte MERS-CoV-Ausbruch in einem Land außerhalb der arabischen Halbinsel zu verzeichnen. Dieser wurde durch einen südkoreanischen Reisenden ausgelöst, der sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrein und Katar aufgehalten hatte.

Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.


Mehr Transparenz durch verpflichtende Angaben zur Herkunft von Fleisch

Basierend auf der Lebensmittelinformationsverordnung tritt ab dem 01.04.2015 eine neue Regelung in Kraft, wonach die Herkunft von Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch auf dem Etikett europaweit geltend anzugeben ist. Die neue Verordnung verpflichtet den Handel zu einer Herkunftskennzeichnung von verpacktem Fleisch, das frisch, gekühlt oder gefroren zum Verkauf angeboten wird.


Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt ab Dezember 2014 europaweit die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Ab dem 13. Dezember 2014 ist die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel, auch "Lebensmittelinformationsverordnung" (LMIV) genannt, anzuwenden. Diese Verordnung enthält neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und soll über einheitlichere und transparentere Informationen den Verbraucherschutz verbessern. Weitere Bestimmungen zur Nährwertdeklaration werden ab dem 13. Dezember 2016 gelten.

Nähere Informationen zu wichtigen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der LMIV ergeben, haben wir für Sie in unseren "FAQs" zusammengestellt.

Informationen zur Geflügelpest: Infektionen mit H5N8

Anfang November 2014 wurde die Geflügelpest, verursacht durch Infektion mit hochpathogenem Influenza A (HPAI) Virus vom Subtyp H5N8, bei Hausgeflügel in Mecklenburg-Vorpommern, dann auch in den Niederlanden und Großbritannien diagnostiziert. Im Dezember 2014 ereigneten sich weitere Geflügelpestausbrüche in Niedersachsen und Norditalien. Mit dem Virus verwandte H5N8 waren zuvor in Südkorea, Japan und im Osten Chinas bei Hausgeflügel und Wildvögeln nachgewiesen worden. Am 22.11.2014 wurde erstmals auch in Europa, auf der Insel Ummanz bei Rügen, H5N8 bei einem Wildvogel - einer Krickente - nachgewiesen.

Wasservögel sind die natürlichen Wirte der Aviären Influenza A Viren. Sie erkranken selten schwer (eine Ausnahme war H5N1), können die Viren aber effektiv vermehren und ausscheiden. In Europa ist bisher, im Gegensatz zur vergangenen H5N1-Epidemie, keine erhöhte Sterblichkeit bei Wildvögeln aufgefallen. Seit dem Nachweis von H5N8 bei der gesunden Krickente treffen einige besonders gefährdete Bundesländer Maßnahmen, um ihre Geflügelbestände besser zu schützen. Die Anordnung einer Stallpflicht ist in der Regel die erste Maßnahme, wenn die Gefahr der Ausbreitung von Geflügelpest-Virus in Hausgeflügelbestände besteht. In Bayern wird, wie auch in den meisten anderen Bundesländern entsprechend, das Influenza A - Monitoring der Wildvögel in Kooperation mit dem Bayerischen Jagdverband gezielt intensiviert. Hausgeflügelbestände dagegen unterliegen ohnehin durch die gesetzlichen Vorgaben einer strengen Kontrolle. Hier stehen Biosicherheitsmaßnahmen im Betrieb und die Untersuchungen gemäß Geflügelpestverordnung in Vordergrund.


"Chlorhühnchen"

In jüngster Zeit ist im Rahmen der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) sehr häufig von „Chlorhühnchen“ aus den USA die Rede. Worum geht es dabei?


Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Ob auf der Wiese im Stadtpark oder im Garten – im Sommer verlegen viele Menschen am Wochenende oder zum Feierabend die Küche nach draußen auf den Grill. Damit Gegrilltes nicht nur gut schmeckt, sondern möglichst schonend zubereitet wird, sollten einige Hinweise beachten werden. Wir haben Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Belastung von Grillgut mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zusammengestellt.