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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Aspartam E 951

Bei dem Süßstoff Aspartam E 951 handelt es sich um einen nach europäischem Lebensmittelrecht zugelassenen Zusatzstoff. Prinzipiell dürfen Zusatzstoffe nur zugelassen werden, wenn ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit von unabhängigen internationalen Expertengremien festgestellt worden ist. Diese Sicherheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit eines Zusatzstoffes ist also Vorbedingung für seine Verwendung in Lebensmitteln.

Ein jüngeres Review (Magnuson et al., 2007) sowie die Bewertungen der EFSA (EFSA, 2009) kommen zu dem Schluss, dass weder die jüngst postulierte Carcinogenität (Soffritti et al., 2007) noch die Neurotoxizität nachweisbar seien. Wegen der Verfügbarkeit guter toxikologischer tierexperimenteller sowie epidemiologischer Daten kann die Schlussfolgerung als gut gesichert gelten. Zusammenfassend berichten die zitierten Studien zu Toxizität:

Aspartam ist der Methylester des Dipeptids L-Aspartyl-L-phenylalanin. Asparaginsäure und Phenylalanin sind körpereigene proteinogene Aminosäuren. Aspartam wird im Körper zu diesen beiden Aminosäuren und Methanol verstoffwechselt. Methanol wird bereits im Rahmen des First-Pass-Effektes von der Leber vollständig abgebaut und kann somit nicht mehr toxisch wirken. Die durchaus denkbare Kanzerogenese durch Methanol ist trotz jüngerer Kontroverse als geringes Risiko anzusehen. Asparaginsäure und Phenylalanin sind auch in der übrigen Nahrung in großen Mengen enthalten. Auch wenn Asparaginsäure der Vorläufer der Synthese von Aspartat bzw. Glutamat ist und Phenylalanin für die Katecholaminsynthese benutzt werden kann, so ist die immer wieder vorgetragene Meinung, die Zufuhr der entsprechenden Aminosäuren könne die wirksame Konzentration der entsprechenden Neurotransmitter über alle Stufen der physiologischen Synthese- und Freisetzungskontrolle hinweg beeinflussen, nicht zutreffend.

Literatur

EFSA (2009). Updated opinion on a request from the European Commission related to the 2nd ERF carcinogenicity study on aspartame, taking into consideration study data submitted by the Ramazzini Foundation in February 2009, (EFSA-Q-2009-00474).

Magnuson BA, Burdock GA, Doull J, Kroes RM, Marsh GM, Pariza MW, Spencer PS, Waddell WJ, Walker R & Williams GM. (2007). Aspartame: a safety evaluation based on current use levels, regulations, and toxicological and epidemiological studies. Crit Rev Toxicol 37, 629–727.

Soffritti M, Belpoggi F, Tibaldi E, Esposti DD & Lauriola M. (2007). Life-span exposure to low doses of aspartame beginning during prenatal life increases cancer effects in rats. Environ Health Perspect 115, 1293–1297.

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Untersuchungsergebnisse

2010

2007