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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel - Aktuelles

Antibiotika in Weihnachtsgans und -ente

Zu Weihnachten kommt in vielen deutschen Haushalten traditionell Besonderes auf den Tisch. Die Weihnachtsgans gehört für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso zu Weihnachten wie der festlich geschmückte Weihnachtsbaum. Als exquisitere Alternative wird in den letzten Jahren auch gerne auf Ente als Festtagsbraten zurückgegriffen. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat das LGL im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes in der Vorweihnachtszeit 2016 erneut Gänse und Enten aus dem bayerischen Einzelhandel auf Antibiotikarückstände hin untersucht und den Ergebnissen aus 2014 gegenübergestellt.

Zum Schutz vor Infektionen: Rohmilch vor dem Verzehr abkochen

Das LGL rät zum Schutz vor Infektionen dazu, Rohmilch vor dem Verzehr abzukochen, da in Rohmilch immer wieder Krankheitserreger vorkommen können. Dabei liegt die Gefahr hauptsächlich in einer Übertragung von Campylobacter- und EHEC-Bakterien. Die Krankheitserreger stammen in den meisten Fällen nicht unmittelbar aus der Milch, sondern gelangen beim Melken aus der Stallumgebung in die Rohmilch und lassen sich auch bei einer vorbildlichen Melkhygiene niemals gänzlich ausschließen. Durch Abkochen der Milch können Verbraucher diese Keime zuverlässig abtöten. Das LGL weist zudem darauf hin, dass die Übertragung von EHEC grundsätzlich unter anderem auch über den Verzehr von Rohmilchprodukten, z. B. Rohmilchweich- und Rohmilchschnittkäse, möglich ist.

Gute Küchenhygiene bietet wirksamen Schutz – auch vor Hepatitis E

Seit einigen Jahren ist deutschlandweit eine leichte Zunahme der Hepatitis E- Erkrankungen zu verzeichnen, die Gründe dafür sind aber nach wie vor nicht geklärt. Als mögliche Ursachen für den Anstieg kommen unter anderem eine gestiegene Aufmerksamkeit der Ärzteschaft für das Thema sowie häufiger angewandte und sensiblere Diagnoseverfahren in Betracht. Da das Virus auch bei Haus- und Wildschweinen festgestellt wurde, können auch manche tierische Lebensmittel, insbesondere rohe Fleischerzeugnisse, als mögliche Übertragungsquellen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) empfiehlt Verbrauchern daher auch weiterhin vorsorglich entsprechende Hygienemaßnahmen in der Küche.

Information zum Salmonellen-Fall bei der Firma Bayern-Ei

Die Firma Bayern-Ei hat am Produktionsstandort Ettling damit begonnen, wieder Hühner einzustallen. Die Einstallung soll in der 32. Kalenderwoche abgeschlossen werden. Der Produktionsstandort Ettling war vom Verbot des Inverkehrbringens von Eiern als Lebensmittel nicht erfasst. Das Verbot galt für die Standorte Niederharthausen sowie Tabertshausen und für alle Handelsklassen von Eiern. Am Standort Ettling waren seit Abschluss der Ausstallung der Herde im Juli 2015 keine Eier produziert mehr worden.

Radioaktivität in Lebensmitteln – häufig gestellte Fragen

Vor dem Hintergrund, dass sich das Reaktorunglück von Tschernobyl 2016 zum 30. Mal jährt, rückt auch das Thema "Radioaktivität in Lebensmitteln" verstärkt in den Fokus. Aktuell werden nur noch bei Wildpilzen und Wildfleisch nennenswerte Cäsium-137 Werte festgestellt. Bei allen anderen Lebensmitteln liegen die Cäsium-137 Gehalte unterhalb der Nachweisgrenze bzw. nur geringfügig darüber. Welche Höchstwerte gibt es? Wie ist die gesundheitliche Bewertung von Radiocäsium in Lebensmitteln? Diese und weitere aktuelle Informationen hat das LGL in FAQs zusammengestellt, jahresbezogene Daten finden sich in den LGL-Jahresberichten.

Tee in Pad- bzw. Kapselform – Wie gut ist die Qualität bei maschineller Zubereitung?

Unkompliziert und zeitsparend: Nun haben auch Teehersteller diesen Trend zu Pads und Kapseln entdeckt. Verschiedene Kapsel/Padsysteme unterschiedlicher Preisklassen sind auf dem Markt. Die Zubereitung des Teegetränkes weicht dabei stark vom „normalen“ Brühvorgang mit mehrminütiger Ziehzeit ab.
Das LGL hat nun im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes geprüft, wie sich diese Art der Zubereitung auf Tee und teeähnliche Erzeugnisse wie Kräuter- und Früchtetees, auswirkt und ob die Erwartungen der Verbraucher an die Produkte erfüllt werden. Neben einer sensorischen Beurteilung wurde die mikrobiologische Qualität der Rohware geprüft und im Fall von schwarzem und grünem Tee.der der Koffeingehalt als Qualitätsparameter bestimmt.

Lebensmittel – Themen

Als Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse definiert, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden können. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe, einschließlich Wasser, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Be- oder Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden (Artikel 2 der VO (EG) 178/2002). Lebensmittel werden vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund aufgenommen.

Lebensmittel lassen sich nach den Hauptgruppen (Pflanzliche LM, Tierische LM, Getränke) weiter in Warengruppen gliedern. Die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind unter den jeweiligen Warengruppen einzusehen.

Um qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel herzustellen, werden diese meist technologisch be- oder verarbeitet. Die Technologien reichen vom Salzen und Trocknen bis zu hochtechnischen Verarbeitungen.

Verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit ist in erster Linie der Lebensmittelunternehmer. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert den Lebensmittelverkehr sowie die Lebensmittelbetriebe. Stichprobenartig und risikoorientiert entnimmt die Lebensmittelüberwachung Lebensmittelproben. Diese werden am LGL mit chemischen (Lebensmittelchemie) sowie mikro- und molekularbiologischen (Hygiene) Methoden untersucht. Das LGL überprüft auch die Kennzeichnung der Proben.