Dengue-Fieber
Das klassische Dengue-Fieber ist eine hochfieberhafte Erkrankung, typischerweise mit starken Gelenk- und Muskelbeschwerden, Ausschlag (Exanthem) und häufig langwieriger Rekonvaleszenz bis die Erkrankung überstanden ist. Schwere, in bis zu 30% tödlich verlaufende Formen der Infektion, sind das Dengue Hämorrhagische Fieber und das Dengue Schocksyndrom. Häufig treten diese komplikationsreichen Verläufe nach Zweitinfektionen mit Dengue-Viren auf. Im Jahr 2010 wurden in Bayern bei 173 Reiserückkehrern aus tropischen und subtropischen Ländern das Dengue-Fieber diagnostiziert; die Zahl stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an.
Abbildung 1: Robert Koch-Institut: SurvStat, http://www3.rki.de/SurvStat, Datenstand: 20.09.2011
Die Übertragung der Virusinfektion – Erreger ist das Dengue-Virus, ein Flavivirus – erfolgt durch Stechmücken, insbesondere durch Aedes aegypti (vor allem in der Dämmerung aktiv). Nach 3 bis 14 Tagen kommt es dann zum Ausbruch der Erkrankung.
Wie kann man sich schützen?
Reisenden in tropische Länder Südamerikas, Afrikas und Asiens, insbesondere nach Brasilien, Thailand, Indien, Indonesien und Sri Lanka ist eine adäquate Mückenprophylaxe dringend zu empfehlen. Dazu gehören unter anderem das Tragen von langärmeliger heller Kleidung, die regelmäßige Verwendung von Repellentien (auf Haut und / oder Kleidung aufgetragener Mückenschutz) und Schlafplätze mit Mückenschutz. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe existieren ebenso wenig wie eine spezifische antivirale Behandlung der Erkrankung.
Spätestens zwei bis vier Wochen vor Reiseantritt ist eine reisemedizinische Beratung dringend anzuraten. Außer einer ausführlichen Aufklärung über expositionsprophylaktische Maßnahmen gegen Mückenstiche sind Impfempfehlungen gegen andere im Reiseland vorkommende Erreger zu besprechen. Auf Tropenmedizin spezialisierte Ärzte in ganz Bayern sowie die tropenmedizinischen Institute an den Universitäten sind geeignete Ansprechpartner.
