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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Wie wird eine Zecke richtig entfernt?

Da die Wahrscheinlichkeit für die Übertragung von Borrelien mit der Dauer des Saugaktes zunimmt, sollte die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. Es ist darauf zu achten, dass der Zeckenleib nicht gequetscht wird, da sonst Erreger aus der Zecke in die Wunde gepresst werden können. Substanzen wie Klebstoff oder Öl sollten nicht verwendet werden, da diese die Sekretion von Borrelien durch die Zecke in die Stichwunde induzieren können. Die Zecke sollte – gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer Lupe – möglichst dicht über der Haut mit einer spitzen Pinzette gefasst und dann einfach herausgezogen werden. Vorsichtiges Rütteln oder Hin- und Herdrehen kann das Entfernen erleichtern. Vom Herausdrehen der Zecke ist abzuraten, da diese Vorgehensweise häufiger zum Abreißen des Stechrüssels führen kann. Steht kein entsprechendes Werkzeug zur Verfügung, kann die Zecke auch mit den Fingernägeln herausgezogen werden. Sollten noch Reste in der Wunde sichtbar sein, handelt es sich dabei nicht um den Kopf der Zecke, sondern lediglich um Teile des Stechapparates, die keine spezifische Infektionsgefahr bergen und chirurgisch entfernt werden können. Abschließend muss die Wunde gründlich desinfiziert werden, unter anderem um Infektionen mit anderen Keimen zu verhindern.

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