Foschungsprojekt:
Borrelia burgdorferi bei malignen Lymphomen: Identifikation der beteiligten Genospezies und Langzeitverlauf der Erkrankung nach antibiotischer Therapie

Kurzbeschreibung

Schon Mitte der 90er Jahre konnte vereinzelt B. burgdorferi aus malignen Lymphomen mit Beteiligung unserer Arbeitsgruppe nachgewiesen werden. Dieser Befund hat für den betroffenen Patient ganz wesentliche Auswirkungen: Anstatt mit einer mit schwersten Nebenwirkungen behafteten Chemotherapie kann nach dem derzeitigen Stand des Wissens das B. burgdorferi assoziierte maligne Lymphom mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings stehen bislang nur für wenige Fälle Berichte zum kurzfristigen outcome der antibiotischen Therapie zur Verfügung die ein Ansprechen der Therapie zeigen. Langzeitdaten zum weiteren Verlauf der Erkrankung fehlen dagegen bislang völlig.
Auch ist weitgehend ungeklärt, welche B. burgdorferi s.l. Genospezies an der Pathogenese des malignen Lymphoms beteiligt sind: bislang konnte nur in einem Fall von unserer Gruppe die Borrelien-Genospezies identifiziert werden.

Ziele:

1. Identifikation von an der Pathogenese des malignen Lymphoms beteiligten B. burgdorferi Genospezies. Wir haben in unserer Stammsammlung mehrere aus malignen Lymphomen angezüchtete B. burgdorferi-Stämme, die mittels molekulargenetischer Methoden eingehend charakterisiert werden sollen. Dafür müssen auch geeignete Methoden – u.a. Multi Locus Sequence Typing (MLST) – am Nationalen Referenzzentrum etabliert werden.

2. Identifikation und Befragung von entsprechenden Patienten bzw. der behandelnden Ärzte um Daten zum Langzeitverlauf nach Therapie zu eruieren.

Laufzeit: Oktober bis Dezember 2012

Publikationen aus diesem Projekt