Die Maul- und Klauenseuche - Aktuelles Geschehen

Deutschland

In einem Bestand von Wasserbüffeln im brandenburgischen Märkisch-Oderlandkreis hat das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut am 10. Januar 2025 einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bestätigt. Nach aktuellem Stand hat sich die Tierseuche von dort aus nicht weiter ausgebreitet. Deutschland erlangte am 14.04.2025 den Status „MKS-frei ohne Impfung“ zurück. Bayern ist auf einen möglichen MKS-Fall vorbereitet und steht im engen Austausch mit Bund und Ländern. Die Lage wird fortlaufend beobachtet, um bei Bedarf umgehend reagieren und Maßnahmen ergreifen zu können.

Das FLI gibt an, dass die in Ungarn und der Slowakei festgestellten MKS-Viren zwar vom selben Serotyp O sind, genetisch aber eindeutig vom im Januar in Brandenburg aufgetretenen Virus zu unterscheiden sind. Der Eintragsweg konnte bisher nicht geklärt werden. Deutschland war seit 1988 bis zu dem Ausbruch im Januar 2025 frei von der MKS. Nach dem Ausbruch in Brandenburg hat Deutschland Impfstoff gegen das Maul- und Klauenseuche-Virus des Serotyps O herstellen lassen und unterstützt die beiden betroffenen Länder mit Impfstoff.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des FLI.
Einen wöchentlichen Bericht zum aktuellen MKS-Geschehen in der EU finden sie hier.

Ausbruchsgeschehen in Ungarn und der Slowakei

Am 07. März 2025 ist in einem Rinderbetrieb mit ca. 1.400 Tieren im Nordwesten Ungarns, im Komitag Györ-Moson-Sopron nahe der Grenze zur Slowakei, die Maul- und Klauenseuche (MKS) ausgebrochen. Dies ist der erste Ausbruch in Ungarn seit 1973. Seitdem gab es weitere MKS-Ausbrüche in Ungarn (siehe Tabelle).

In der Slowakei wurde am 21. März 2025 auf drei Betrieben mit insgesamt ca. 2750 Tieren im Süden der der Trnava Region, nahe der ungarischen Grenze ebenfalls das Virus der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt. Seitdem gab es ebenfalls weitere MKS-Ausbrüche in der Slowakei (siehe Tabelle).

Einige österreichische Gemeinden liegen in der grenzübergreifenden Überwachungszone des Seuchengeschehens. Dort gab es bislang keine positiven Nachweise für Infektionen mit der MKS.

Weitere Informationen zu den in Überwachungszonen liegenden österreichischen Gemeinden und den dort ergriffenen Maßnahmen finden Sie hier.

Informationen zu den in Österreich ergriffenen Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor einer Einschleppung der MKS finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Ausbruchsgeschehen in Ungarn finden Sie hier auf der Internetseite der WAHIS in englischer Sprache.

Weitere Informationen zum Ausbruchsgeschehen in der Slowakei finden Sie hier auf der Internetseite der WAHIS in englischer Sprache.

Kartendarstellung der aktuellen MKS-Fälle in Ungarn und der Slowakei

(seit 07.03.2025; Stand: 23.04.2025)

Die Abbildung zeigt eine Europakarte mit aneinandergrenzenden Ländern Tschechien, Österreich, Slowakei und Ungarn; eingezeichnet sind die Ausbruchsorte.

Tabelle 01: Nachweise von MKS in Ungarn und der Slowakei (Stand: 23.04.2025)

Datum Land Region, Ort Anzahl Betriebe
07.03.2025 Ungarn Györ-Moson-Sopron, Kisbajcs 1
21.03.2025 Slowakei Trnavský, Dunajská Streda 3
25.03.2025 Slowakei Trnavský, Dunajská Streda 1
26.03.2025 Ungarn Györ-Moson-Sopron, Levél 1
31.03.2025 Slowakei Trnavský, Dunajská Streda 1
02.04.2025 Ungarn Györ-Moson-Sopron,
Darnózseli und Dunakiliti
2
04.04.2025 Slowakei Bratislavský, Plavecký Štvrtok 1
17.04.2025 Ungarn Györ-Moson-Sopron, Rábapordány 1


Verhaltensregeln

Eine Einschleppung des Maul- und Klauenseuche-Virus über größere Distanzen ist u. a. auch durch Personen, die Kontakt mit infizierten Tieren hatten, und durch kontaminierte Kleidung, Fahrzeuge oder Lebensmittel möglich, so dass jederzeit Fälle auch in weit vom aktuellen Geschehen entfernten Regionen auftreten können. Reisende sollten darauf achten, keine Rohmilchprodukte oder Produkte, die nicht vollständig durcherhitztes Fleisch enthalten, aus MKS-Gebieten mitzubringen. Generell sollten Speiseabfälle ordnungsgemäß entsorgt werden, so dass Tiere keinen Zugang dazu haben. Bei Kontakt mit möglicherweise infizierten Tieren in Gebieten, in denen MKS auftritt, ist bei der Rückkehr darauf zu achten, dass Tierhaltungen mit empfänglichen Tierarten nicht direkt, sondern erst nach entsprechenden Hygienemaßnahmen (Waschen, Kleidungswechsel) und am besten erst nach einer mehrtägigen Karenzzeit betreten werden.

FAQ: Fragen und Antworten zur Maul- und Klauenseuche (MKS) finden sie hier.