Lebensbaumlogo Geschäftsbereich lebensministerium.bayern.de

Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Die Schweinepest– Monitoring in Bayern – Untersuchungsergebnisse 2016

Infektionsgeschehen in der Wildschweinpopulation können ein Risiko für einen Eintrag von anzeigepflichtigen Tierseuchen in die Hausschweinebestände darstellen. Entsprechende Monitoringuntersuchungen sind daher unverzichtbar. Im Rahmen des Wildschweinmonitorings untersucht das LGL Blutproben erlegter Wildschweine auf Antikörper gegen die Klassische Schweinepest (KSP).

In keiner der 2016 untersuchten 2.973 Proben von Wildschweinen wies das LGL Antikörper gegen das KSP-Virus nach.
Seit 2014 hat das LGL das Monitoring um Untersuchungen auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) erweitert. Diese Erkrankung kommt seit Jahren in der Wildschweinpopulation östlicher EU-Staaten (z.B. im Baltikum, Ostpolen) sowie auf Sardinien vor. Auch in den dortigen Hausschweinebeständen wurde ASP wiederholt nachgewiesen. Im Jahr 2016 untersuchte das LGL Proben von 17 tot aufgefundenen oder krank erlegten Tieren sowie 618 Proben von gesund erlegten Wildschweinen auf das ASP-Virus (ASPV). In keiner der Stichproben wies das LGL ASPV-Genom nach. Es gab somit keine Anzeichen für einen Eintrag in die bayerische Wildschweinpopulation. Zukünftige Untersuchungen sind seit 9. November 2016 durch die bundesweit gültige Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen (Schweinepest-Monitoring-Verordnung – SchwPestMonV) geregelt.

Mehr zu diesem Thema

Allgemeine Informationen zum Thema