Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Tuberkuloseüberwachung bei Rotwild 2019

Seit 2008 wurden im südlichen Alpenraum vereinzelt Fälle von Mycobacterium caprae (M. caprae) bei Rindern und Rotwild nachgewiesen. Da von einer wechselseitigen Tuberkuloseübertragung zwischen Rotwild und Rind auszugehen ist, führt das LGL neben der ständigen Überwachung der rinderhaltenden Betriebe seit 2011 ein intensives, vom StMUV initiiertes nationales Überwachungsprogramm bei Rotwild durch.
Nach einem jährlich festgelegten Stichprobenschlüssel, der sich am geschätzten Rotwildvorkommen im bayerischen Alpenraum orientiert, untersucht das
LGL in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband (BJV), Revierinhabern und Jagdausübungsberechtigten Proben von erlegten Tieren pathologisch-
morphologisch. Veränderungen in den eingesandten Organen, die für eine Mykobakterieninfektion sprechen, werden bakteriologisch auf die Präsenz
von zoonotischen Mykobakterien abgeklärt.
Seit Beginn des Programmes in der Jagdsaison 2011/12 untersuchte das LGL bis Ende 2019 Proben von insgesamt 6.760 Stück Rotwild aus dem bayerischen Alpenraum.
Im Jahr 2019 hat das LGL insgesamt 461 Proben untersucht und in fünf Proben M. caprae nachgewiesen.