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Zehn Jahre Arbeitsgemeinschaft Resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet)
Krankheitserreger, die gegen Antibiotika resistent sind, treten weltweit auf und können eine Herausforderung bei der Behandlung bakterieller Krankheiten von Tier und Mensch darstellen. Antibiotikaresistenzstrategien der Weltgesundheitsorganisation, der EU-Kommission, der Bundesregierung und Bayerns steuern dieser Entwicklung entgegen. Dabei betrachten sie die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt im Zusammenhang (One Health). Regionale Netzwerke wie die bayerische Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet) tragen durch ihre Arbeit zur Umsetzung der strategischen Ziele bei.
Im Jahr 2014 wurde die ARE-Vet als Kommunikations- und Koordinationsplattform von Verbänden und Institutionen aus Tiermedizin, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, aus der Wirtschaft und Wissenschaft mit dem gemeinsamen Ziel gegründet, die Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen einzudämmen. Die Geschäftsstelle der ARE-Vet wurde, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), am LGL angesiedelt. Das LGL ist gleichzeitig Gründungsmitglied der ARE-Vet.
Die ARE-Vet entwickelte sich zügig zu einem Aktionsbündnis. Es begannen vielfältige Aktivitäten der ARE-Vet zur Aufklärung der interessierten Öffentlichkeit über den sachgerechten und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin und zu Möglichkeiten, wie jeder Einzelne selbst zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen beitragen kann. Der Antibiotikaeinsatz in der Tiermedizin ist in weiten Teilen rechtlich geregelt. Die ARE-Vet befasst sich damit, wie darüber hinaus der Antibiotikaeinsatz bei Tieren weiter vermindert und wie das Risiko der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen auf verschiedenen Stufen gesenkt werden kann. Auf Initiative der Mitglieder wurden Facharbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gegründet. Eine Facharbeitsgruppe befasst sich beispielsweise ausschließlich mit dem Antibiotikaeinsatz bei Heim- und Hobbytieren, die in unmittelbarem Kontakt mit Menschen leben, um das Risiko der Übertragung von Antibiotikaresistenzen im häuslichen Umfeld zu senken.
Die gute fachliche Aufstellung der ARE-Vet beruht dabei auch auf Informationsdokumenten aus den eigenen Reihen, die die Fachexpertise der verschiedenen Bereiche allen Mitgliedern zur Verfügung stellen. Von Anfang an – seit zehn Jahren – betreut die ARE-Vet-Geschäftsstelle am LGL alle Gremien, deren Sitzungen und Aktivitäten. Sie organisiert die inzwischen etablierten Klausurtagungen, übernimmt die Realisierung ARE-Vet-eigener Materialien und ist selbst Impulsgeber für neue Informationspakete, zum Beispiel Flyer für Pferdehaltende mit Fragen und Antworten zur Behandlung ihrer Pferde mit Antibiotika.
Das Bündnis ARE-Vet ist nach wie vor einzigartig in Deutschland. Alle Bündnispartner tragen in ihrem Bereich und gemeinsam als ARE-Vet dazu bei, den Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin zu senken, den sorgfältigen Einsatz von Antibiotika zu fördern und der Resistenzverbreitung entgegenzuwirken.
Zehn Jahre ARE-Vet
- 111 Sitzungen (Gesamtgremium und Facharbeitsgruppen)
- 6 Facharbeitsgruppen
- 8 Tagungen
- Informationen für Tierhaltende und die interessierte Öffentlichkeit
- Veranstaltungen und Veröffentlichungen zum Thema „Antibiotika“
- Anstoß zu Bachelor- und Doktorarbeiten im ARE-Vet Tätigkeitsfeld
Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Resistente Erreger (ARE-Vet) anlässlich des zehnjährigen Bestehens der ARE-Vet bei einer Jubiläumssitzung in München / © LGL


