Ambrosiaverunreinigungen in Futtermitteln

Die beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia L.), kann die Gesundheit von Menschen und Tieren durch die allergenen Eigenschaften ihrer Pollen stark beeinträchtigen. Sie ist eine einjährige krautige Pflanze und stammt ursprünglich aus Amerika. Es handelt sich um einen hochinvasiven Neophyten, also eine neu eingeführte Pflanze, die ursprünglich nicht zur heimischen Pflanzengesellschaft gehörte. Sie verbreitet sich seit dem 19. Jahrhundert stark in Europa. In Deutschland wurde die Ambrosie erstmals 1860 im Bereich des Hamburger Hafens festgestellt, wobei ein Eintrag über Getreide- und andere Saatgutimporte aus den USA und Kanada angenommen wird. Als einhäusige getrenntgeschlechtliche Pflanze bildet sie sowohl weibliche als auch männliche Blüten aus. Während der Blütezeit ab Juli bis zum ersten Frost produzieren männliche Blüten große Mengen an Pollen, die ein hohes Allergiepotenzial beim Menschen haben. Im Herbst bildet jede Pflanze mehrere tausend Samen, die mit abgeerntet werden und so in Einzelfuttermittel und Mischungen, vor allem Vogelfutter, eingetragen werden.

Aufgrund des Allergiepotenzials muss die massive Ausbreitung der Ambrosie bekämpft werden. Die Bekämpfungsmaßnahmen erstrecken sich auch auf den Bereich der Futtermittelüberwachung. Regelungen finden sich in der Richtlinie 2002/32/EG über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung. Neben Höchstgehalten für giftige Pflanzen sind auch für die Samen der ungiftigen Ambrosie maximal zulässige Mengen für verschiedene Futtermittel festgelegt.

Das LGL hat 2017 38 Futtermittelproben auf ihren Gehalt an Ambrosiensamen überprüft. In sechs Proben, drei Vogelfuttermischungen und drei Einzelfuttermitteln, wies das LGL Ambrosie nach. Wie auch in den vergangenen drei Jahren kam es jedoch in keinem Fall zu einer Überschreitung des zulässigen Höchstgehaltes.