Rückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft - Untersuchungsergebnisse 2014

Im Jahr 2014 untersuchte das LGL 614 Lebensmittelproben tierischer Herkunft auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und polychlorierten Biphenylen (PCB). Wegen der hohen Umweltstabilität und Anreicherung der Organochlorpestizide und PCB in der Nahrungskette waren diese Stoffe erneut in der Vielzahl der Proben (57,3 %) nachzuweisen, allerdings überwiegend im Spurenbereich von wenigen µg/kg. Erfreulicherweise erhöhte sich die Zahl der völlig rückstandsfreien Proben erneut. Sie stieg von 37,3 % im Vorjahr auf nun 42,5 %.
Eine Überschreitung der zulässigen Rückstandshöchstgehalte war lediglich in einer Probe (0,2 %) festzustellen. Bei diesem Honig aus Kroatien lag der Gehalt an dem Insektenabwehrmittel N,N-Diethyl-m-toluamid (DEET) mit 0,024 mg/kg über dem Grenzwert von 0,01 mg/kg.
29 weitere Honigproben (69 %) enthielten dagegen keinerlei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. In elf Proben (26 %) deutscher Herkunft fand das LGL die Neonicotinoid-Insektizide Thiacloprid bzw. Acetamiprid in Konzentrationen deutlich unterhalb der zulässigen Rückstandshöchstgehalte. Zu den Proben mit Thiacloprid-Rückständen zählte auch die einzige als Bio-Produkt ausgewiesene Probe. Für diesen Fall wird eine Überprüfung der Anforderungen der EU-Öko-Erzeugnisse-Verordnung erfolgen.

Tabelle : Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft 2014
LebensmittelProbenzahlohne Rmit R kleiner HG*mit R größer HG*
Gesamt 614 261 352 1
42,5% 57,3% 0,2%
Milch, Milcherzeugnisse 76 11 65 0
Butter, Käse 27 4 23 0
Eier, Eierzeugnisse 19 6 13 0
Fleisch, Fleischerzeugnisse 427 207 220 0
Fische, Fischerzeugnisse 23 4 19 0
Honig 42 29 12 1

*HG: Höchstgehalt nach VO (EG) 396/2005 bzw. Rückstands-Höchstmengenverordnung sowie VO (EG) 1881/2006 bzw. KontaminantenVO