Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit und Hotline Vertrauliche Hinweise

Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit

Im Rahmen des neuen 3-Säulen-Aktionsprogrammes "Gute Lebensmittel aus Bayern" wurde am LGL zum Jahr 2016 Dr. Reiner Faul als neue "Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit" berufen. In Ergänzung der bereits bestehenden Verbraucherhotline können sich Bürger in besonderen Fällen oder mit besonders sensiblen Hinweisen vertraulich an Herrn Dr. Faul wenden.

Vita Dr. Reiner Faul

Dr. Reiner Faul ist seit 1994 im amtstierärztlichen Dienst und Fachtierarzt für Lebensmittel und Fachtierarzt für öffentliches Veterinärwesen. Neben Tätigkeiten am früheren Landesuntersuchungsamt, in den jeweils für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zuständigen Ministerien und bei der Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit war er auch an verschiedenen Landratsämtern in der gesamten Breite des Veterinärdienstes tätig.

Aufgaben der Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit

Die Vertrauensperson berichtet direkt an den Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf. So kann konkreten Hinweisen ohne Zeitverzug und im größtmöglichen Umfang nachgegangen werden. Bei einem begründeten Verdacht auf eine Straftat wird außerdem direkt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Kontakt Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit:

Für Bürger bestehen folgende Möglichkeiten, mit der Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit Kontakt aufzunehmen:
Sie können sich über die Hotline-Rufnummer 09131/6808-5656 direkt an Dr. Reiner Faul wenden. Ferner besteht die Möglichkeit, ihm eine Nachricht über die E-Mail-Adresse
vertrauensperson@lgl.bayern.de zukommen zu lassen. Über ein Kontaktformular können Sie sich zudem auch anonym an die neue Vertrauensperson wenden, um konkrete Hinweise auf mögliche Verstöße gegen geltendes Lebensmittelrecht zu melden.

zum Formular "Vertrauliche Hinweise an die Vertrauensperson Lebensmittelsicherheit"

Interview mit Dr. Reiner Faul

Vorschaubild für das Youtube-Video Vertrauensperson am LGL

Hotline Vertrauliche Hinweise

Haben Sie als Verbraucher den Verdacht, dass in einem Betrieb, der mit Lebensmitteln umgeht, Rechtsverstöße vorliegen könnten (z. B. Mängel bei der Betriebshygiene, bei der Kennzeichnung oder Verstöße gegen den Tierschutz) können Sie sich an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wenden. Der Betrieb bzw.das Unternehmen, auf das Sie hinweisen möchten, sollte seinen Sitz in Bayern haben.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat bereits in der Vergangenheit regelmäßig Beschwerden und Hinweise von Verbrauchern, Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern erhalten, in denen auf Verstöße gegen das Lebensmittelrecht und unhygienische Zustände in der Gastronomie oder der Lebensmittelwirtschaft hingewiesen wurde. Um diese Hinweise noch gezielter und schneller bearbeiten zu können, gibt es seit 2007 eine Internetseite und eine bewährte Hotline für allgemeine Hinweise. Die Hinweise werden unverzüglich an die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Dienststellen bei den Landkreisen und Städten im Freistaat Bayern oder an die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) weitergegeben. Bei gravierenden Verdachtsmomenten überprüfen auch Mitarbeiter des LGL den Hinweis. Ferner verwendet das Landesamt die gewonnenen Informationen für die Früherkennung von Problemen und Risiken.

Sie können als Verbraucher Ihre Beobachtungen an das LGL auch in anonymisierter Form zur Bearbeitung entweder per Formular oder telefonisch melden. Ihre Informationen sollten so detailliert sein, dass sie bei einer Kontrolle durch die zuständigen Behörden vor Ort nachprüfbar sind:

Wichtige Hinweise

Wenn Sie als Kunde ein Lebensmittel gekauft haben, das nicht Ihren Erwartungen entspricht und z. B. vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verdorben ist, wenden Sie sich bitte nicht über die Hotline an das LGL, sondern direkt an die für Sie örtlich zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde.

Diese finden Sie als Dienststelle Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung. Ihre Hinweise werden grundsätzlich vertraulich behandelt. Dies gilt jedoch nicht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass leichtfertig oder wider besseres Wissen unrichtige Angaben gemacht wurden. Im Rahmen eines eventuell nachfolgenden Strafverfahrens obliegt die Entscheidung über die vertrauliche Behandlung von Informationen im Übrigen den Strafverfolgungsbehörden.

2018

2018 nahm das LGL 194 Hinweise entgegen. Von diesen waren 19 Fälle direkt an die Vertrauensperson gerichtet. Von den 194 eingegangenen Fällen haben sich 40 % bestätigt oder teilweise bestätigt.

2017

2017 nahm das LGL 158 Hinweise entgegen. Von diesen waren 18 Fälle direkt an die Vertrauensperson gerichtet. Von den 158 eingegangenen Fällen haben sich 39 % bestätigt oder teilweise bestätigt.

2016

2016 gingen am LGL 139 Hinweise ein. Davon konnten 47 Hinweise (34%) bestätigt oder teilweise bestätigt werden.

2015

Im Jahr 2015 sind 142 Hinweise eingegangen. 43% der Verbraucherbeschwerden stellten sich als berechtigt oder zumindest teilweise berechtigt heraus.

2014

2014 nahm das LGL 156 Hinweise entgegen. Der Verdacht bestätigte sich in 27% der Fälle zumindest teilweise.

2013

2013 nahm das LGL 244 Hinweise entgegen, in ca. 32% der Fälle bestätigte sich der Verdacht mindestens teilweise. Die Endbearbeitung der Hinweise sowie das Ergreifen von Maßnahmen zum Abstellen der vorgefundenen Mängel obliegt den Vor-Ort-Behörden.

2012

2012 sind bei der Hotline 136 Hinweise eingegangen. Dabei haben sich ca. 40% der Verbraucherbeschwerden als berechtigt oder zumindest teilweise berechtigt erwiesen. Die Endbearbeitung der Hinweise sowie das Ergreifen von Maßnahmen zum Abstellen der vorgefundenen Mängel obliegt den Vor-Ort-Behörden.

2011

2011 gingen bei der Hotline für Verbraucherhinweise 117 Meldungen ein, in 37 Fällen (32 %) bestätigte sich der Verdacht mindestens teilweise. Die Endbearbeitung der Hinweise sowie das Ergreifen von Maßnahmen zum Abstellen der vorgefundenen Mängel obliegt den Vor-Ort-Behörden.

2010

2010 nahm das LGL 38 Hinweise entgegen, in zwölf Fällen (34 %) bestätigte sich der Verdacht. Außerhalb der Hotline gingen weitere 69 Hinweise über Telefon, E-Mail oder Brief ein. Bei den anschließenden Ermittlungen durch das LGL und die Vor-Ort-Behörden bestätigten sich 39 % der Vorwürfe zumindest teilweise. Es wurden Abhilfemaßnahmen eingeleitet.

2009

2009 gingen insgesamt 34 verwertbare Hinweise ein, davon 15 per Internetformular, neun telefonisch und zwölf per Brief oder E-Mail . Die zuständigen Vor-Ort-Behörden wurden informiert und gebeten, dem Hinweis nachzugehen. In 20 Fällen konnte der Hinweis nicht, in 14 Fällen teilweise oder gänzlich bestätigt werden. Die Hinweise bezogen sich meist auf hygienische Mängel in Betrieben oder mangelnde Qualität von Lebensmitteln.

2008

2008 gingen insgesamt 35 verwertbare Hinweise ein: 14 Hinweise per Brief oder E-Mail , elf über das Internet und zehn telefonisch. Der Großteil betraf hygienische Mängel in Betrieben. In 33 Fällen wurden die zuständigen Vor-Ort-Behörden gebeten, dem Hinweis nachzugehen, in zwei Fällen wurde die Spezialeinheit aktiv. Neun Hinweise wurden voll, vier teilweise bestätigt. In 22 Fällen konnte der Hinweis nicht nachvollzogen werden.

2007

2007 gingen insgesamt 67 Hinweise ein (2006: 107). Die meisten Hinweise (21) betrafen hygienische Mängel im Betrieb. In neun Fällen wurden die Hinweise voll, in elf Fällen teilweise bestätigt.