Hydroxymethylfurfural – Untersuchungsergebnisse 2008

Hydroxymethylfurfural in Pflaumenmus, Fruchtsäften und anderen Obsterzeugnissen

Hydroxymethylfurfural (HMF) ist in unverarbeiteten Lebensmitteln nicht enthalten. Der Nachweis dieser Substanz in Lebensmittelerzeugnissen ist als Zeichen für deren thermische Belastung anzusehen. HMF steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein und ein hohes kanzerogenes Potenzial zu besitzen. Daher sollen hohe HMF-Gehalte vermieden werden.

2008 untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 75 Proben, hauptsächlich Pflaumenmus, aber auch Fruchtsaft, Getränke aus getrockneten Pflaumen oder Pflaumensaft, getrocknete Pflaumen, Apfel- und Birnenkraut und andere Fruchtzubereitungen auf ihren HMF-Gehalt.

Besonders hohe HMF-Konzentrationen wurden mit 1,0 g/kg bis maximal 4,4 g/kg wie im Vorjahr bei Apfel- und Birnenkraut-Proben festgestellt. Pflaumenmus war je nach Herstellungsart unterschiedlich stark mit HMF belastet. Hier lag der HMF-Gehalt erfreulicherweise bei 74 % aller Proben unter 0,5 g/kg, der Maximalwert bei 1,6 g/kg. Auch der HMF-Gehalt von getrockneten Pflaumen lag im Mittel aller Proben unter 0,5 g/kg.

Die untersuchten Getränke mit Extrakten oder Konzentraten aus getrockneten Pflaumen enthielten dagegen im Mittel fast doppelt so viel HMF wie getrocknete Pflaumen, obwohl der Fruchtanteil in diesen Getränken nur mit circa 20 % deklariert war. In Fruchtsäften oder Getränken mit Pflaumensaft sind dagegen die nachweisbaren HMF-Gehalte mit maximal 0,02 g/L vernachlässigbar gering. Wegen sehr hoher Gehalte an HMF mahnte das LGL bei 14 aller untersuchten 75 Proben (19 %) geeignete Maßnahmen zur Reduzierung des HMF-Gehaltes durch die Hersteller an.

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