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  • Mykotoxine in Lebensmitteln – Untersuchungsergebnisse 2017

    Im Jahr 2017 untersuchte das LGL insgesamt etwa 1.350 Proben unterschiedlicher Lebensmittelgruppen auf Mykotoxine. Die Landratsämter entnahmen die Produkte sowohl bei den Herstellern als auch im Einzelhandel. Die Ergebnisse sind in der Tabelle dargestellt. Hinzu kommen noch 270 Erzeugnisse, von denen bei der Einfuhr in die EU Proben entnommen und untersucht wurden. Diese durften nur dann importiert werden, wenn die ermittelten Mykotoxinkonzentrationen den rechtlichen Anforderungen entsprachen. Von diesen Importproben durften aufgrund der Ergebnisse der Untersuchungen etwa 6 % nicht in die EU eingeführt werden (siehe Abbildung). Erfreulich ist, dass dieser Anteil nur etwas mehr als halb so hoch ist wie im Jahr 2016. Damals betrug er knapp 11 %.

    Ergebnisse

    Das LGL wies in den oben genannten 1.350 Erzeugnissen in 66 % der Produkte keine quantifizierbaren Gehalte an Mykotoxinen nach. 17 Proben beanstandete das LGL aufgrund einer Überschreitung der geltenden Höchstgehalte bzw. einer toxikologischen Bewertung der Mykotoxingehalte, wenn diese ergab, dass das Lebensmittel nicht sicher ist. In insgesamt 15 Fällen konnte das LGL ein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher nicht sicher ausschließen. Weitere 24 Proben beurteilte das LGL als auffällig hinsichtlich ihrer Gehalte an Mykotoxinen; hierzu wurden entsprechende Sachverständigenäußerungen verfasst. Insgesamt wiesen 3 % der Proben unerwünschte und teilweise kritische Gehalte an Mykotoxinen auf. Besonders davon betroffen waren die Lebensmittelgruppen Getreide, Nüsse und Ölsamen, Trockenfrüchte sowie Gewürze. Der Anteil der Proben mit hohen Gehalten an Mykotoxinen war vergleichbar zum Vorjahr 2016.

    Tabelle: Mykotoxine in Lebensmitteln 2017
    Lebensmittel Probenzahl Mykotoxine
    kleiner BG
    Mykotoxine
    größer BG
    Beanstandung Sachverständigen-
    äußerung
    Fette, Öle 34 34 0 0 0
    Getreide, Getreideerzeugnisse, Backwaren 306 187 119 4 11
    Hülsenfrüchte, Sojaerzeugnisse 17 17 0 0 0
    Nüsse, Ölsamen 211 105 106 10 4
    Gemüse, Pilze 34 25 9 0 0
    Obst, Obsterzeugnisse 120 73 47 1 2
    Gewürze, Würzmischungen 102 38 64 2 4
    Süßwaren 39 12 27 0 0
    Kaffee, Tee 80 69 11 0 1
    Säfte, alkoholfreie Getränke 130 89 41 0 0
    Bier, bierähnliche Getränke 28 26 2 0 0
    Wein, weinähnliche Getränke 21 12 9 0 0
    Sonstige pflanzliche Lebensmittel 20 20 0 0 0
    Milch, Milcherzeugnisse, Käse 129 115 14 0 1
    Fleisch, Fleischerzeugnisse, Fisch 73 68 5 0 1
    Gesamt 1344 890 454 17 24
    Anteil 100% 66% 34% 1% 2%
    Vorjahr zu Vergleich          
    2016 Gesamt 638 416 222 9 8
    2016 Anteil 100% 65% 35% 1% 1%
    Bestimmungsgrenze (BG)

    Die Grafik zeigt ein Tortendiagramm, mit dem  Anteil der Proben, die von  allen untersuchten Produkten wegen ihrer enthaltenen Mengen an Mykotoxinen nicht in die EU importiert werden durften. Er betrug im Jahr 2017 insgesamt etwa 6 %.

    Abbildung: Mykotoxine in Importproben