Hoher Fortbildungsbedarf bei Fach-EDV

Im öffentlichen Veterinärdienst und in der Lebensmittelkontrolle besteht seit Jahren ein hoher Fortbildungsbedarf im Bereich der Fach-EDV. Zur Einführung des neuen EDV-Programms BALVI iP bei den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden in Bayern führte die AGL 2007 und 2008 grundlegende Anwender- und KeyUser -Schulungen durch; diese wurden im Frühjahr 2009 abgeschlossen.

Anschließend wurden die weiteren Schulungen auf die spezifischen fachlichen Anforderungen ausgerichtet. Für das zu erarbeitende Fortbildungskonzept bedeutete dies, dass nun Referenten aus den verschiedenen Berufsgruppen der Anwender erforderlich waren. Aus den Reihen der Amtstierärzte, Lebensmittelkontrolleure und Veterinärassistenten konnte die AGL einen Stamm von 20 Referenten gewinnen. Diese übernahmen ab Juni 2009 die Schulung der fachlichen Anwendung von BALVI iP in den Schwerpunktbereichen Veterinärwesen und Lebensmittelsicherheit. Die AGL bereitete die Referenten in speziellen Workshops auf diese Aufgabe vor. Dort und in einer eigenen Facharbeitsgruppe (FachAG-Schulung) wurden zudem Schulungsunterlagen erarbeitet, mit deren Hilfe ein einheitlicher Wissensstand auf der Grundlage der für BALVI iP vorgegebenen Anwendungsvorschriften weitergegeben werden kann.

Es wurde ein differenziertes Programm entsprechend dem fachlichen Bedarf und der allgemeinen EDV-Vorerfahrung der Teilnehmer erarbeitet. Insgesamt nahmen an den 43 BALVI iP-Seminaren für Einsteiger, Anwender und KeyUser 516 Personen aus Veterinärwesen, Lebensmittelkontrolle, amtlicher Fleischhygieneüberwachung und Verwaltung teil. Alle Fach-EDV-Fortbildungen für den Bereich des Öffentlichen Veterinärdienstes und der Lebensmittelkontrolle („BALVI iP“ und „Traces“) wurden in einem eigens aufgelegten Programm zusammengefasst, das auch auf der LGL-Homepage unter www.lgl.bayern.de (Stichworte: Fortbildungsprogramm, edv_veterinaer 2010) veröffentlicht ist. Außerhalb dieses Programms ergab sich im letzten Quartal 2009 die dringende Notwendigkeit, das Tierseuchen-Nachrichtensystem TSN des Bundes in der aktuellen Version 3.0 zu schulen. Unter erheblichem Aufwand gelang es, mit der Organisation einer Schulung für Multiplikatoren und zwölf Schulungen für die insgesamt 164 Beauftragten der Kreisverwaltungsbehörden den gesamten Schulungsbedarf für 2009 kurzfristig zu decken.

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