Pressemitteilung
08.05.2026
Nr. 18/2026
Gesundheit
IBK-Preis 2026: Drei bayerische Präventions-Projekte auf dem Siegerpodest
Innovativ, nachhaltig und gut umsetzbar: Unter diesen Leitgedanken wurde heute in Lindau der 9. IBK-Preis für Gesundheitsförderung und Prävention der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) verliehen. Bayern konnte sich dabei drei Plätze auf dem Siegertreppchen sichern – darunter zwei erste Plätze. Die Koordination des Wettbewerbs für Bayern liegt beim Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
Insgesamt wurden 158 Projekte aus vier teilnehmenden Nationen in fünf möglichen Kategorien eingereicht. Ausgezeichnet wurden die folgenden bayerischen Projekte:
- Den 1. Platz in der Kategorie „Stabil und etabliert“ (besonders nachhaltige Projekte mit langfristiger Wirkung) belegte das Projekt Klasse2000 - stark und gesund in der Grundschule, Verein Programm Klasse2000 e. V.. Das 1991 in Nürnberg gestartete Unterrichtsprogramm dient der Gesundheitsförderung sowie der Gewalt- und Suchtprävention an deutschen Grundschulen.
- Der 1. Platz in der Kategorie „Gesundheit 4.0“ (digitale Lösungen in der Prävention und Gesundheitsförderung) ging an Digitale Streetwork im Bereich Sucht. Bei dem Kooperationsprojekt aus mehreren bayerischen Kommunen handelt es sich um ein Online-Beratungsformat, das sich auf Angebote für junge Menschen auf Social-Media-Plattformen spezialisiert hat. Beteiligte sind mudra e. V. Nürnberg, die Drogenhilfe Schwaben gGmbH aus Augsburg sowie Mindzone, ANAD der AWO, Condrobs e. V. und die Landesstelle für Glücksspielsucht, allesamt mit Hauptsitz in München.
- Den 3. Platz sicherten sich in der Kategorie „Herz und Haltung“ die Initiatoren des Projektes Helfen in Seelischer Not (HSN) aus Schliersee. Mit dem Projekt wurden Kurse für psychische Erste Hilfe ins Leben gerufen.
Nähere Informationen zu allen Preisgewinnern und den ausgelobten Kategorien sind über die Webseite der IBK oder die Website des ZPG verfügbar.
Die Internationale Bodenseekonferenz
Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ist eine gemeinsame Plattform der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Vorarlberg sowie mehrerer Schweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein. Ziel der IBK ist es, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und die regionale Zusammengehörigkeit zu stärken: www.bodenseekonferenz.org
Hierzu lobt die IBK seit über 20 Jahren in mehrjährigen Abständen den IBK-Preis für Gesundheitsförderung und Prävention für Projekte im Bereich der Gesundheit, des Wohlbefindens oder des sozialen Miteinanders aus. In diesem Jahr wurden 25 Projekte aus den fünf Regionen für den IBK-Preis nominiert.
Über das LGL
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist die zentrale Fachbehörde des Freistaats Bayern für Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, Veterinärwesen und Arbeitsschutz/Produktsicherheit. Als interdisziplinäre, wissenschaftliche Fachbehörde verfolgt das LGL in seinem Handeln stets den „One-Health-Ansatz“ – denn nur gesunde Tiere liefern gesunde Lebensmittel, und nur eine gesunde Umwelt ermöglicht körperliches, geistiges und soziales Wohlergehen.
Daher sind am LGL verschiedene Fachgebiete bewusst unter einem Dach vereint. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen zum Beispiel aus der Human- und Veterinärmedizin, der Lebensmittelchemie, aus den verschiedenen Ingenieurswissenschaften, der Physik, der Psychologie, der Ernährungswissenschaft, der Chemie oder Biologie. Sie arbeiten über Fachgrenzen hinweg zusammen und betrachten Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln.
Über das ZPG
Die Schwerpunkte der Arbeit des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am LGL sind allgemeine Themen der Gesundheitsförderung, die Prävention von HIV/AIDS, die Suchtprävention sowie die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit. Das ZPG verbindet dabei Präventionspraxis, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement, entwickelt Kampagnen, Maßnahmen und Materialien. Fachkräfte werden durch das ZPG fortgebildet und Bürgerinnen und Bürger über gesundheitsbezogene Themen informiert. Gute Praxis macht das ZPG unter anderem durch den Bayerischen Präventionspreis bekannt.

