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  • Pressemitteilung

    04.12.2019
    Nr. 22/2019

    Gesundheit

    Auftaktveranstaltung der Qualitätskonferenz Bayerisches Krebsregister

    Ende November 2019 fand am Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung im Tumorzentrum Regensburg die erste Qualitätskonferenz des Bayerischen Krebsregisters statt. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Diskussion über neueste Forschungsergebnisse mit den Krebsregisterdaten.

     „Die Qualitätskonferenz des Bayerischen Krebsregisters ist eine interdisziplinär ausgerichtete Veranstaltungsreihe, die regelmäßig stattfinden wird und zur Sicherung und Weiterentwicklung der onkologischen Versorgung in Bayern beitragen soll“, erklärte Prof. Dr. Jacqueline Müller-Nordhorn, Leiterin des Bayerischen Krebsregisters am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die selbst am Veranstaltungsabend die Ziele und den Stand der Umsetzung der klinischen Krebsregistrierung in Bayern vorstellte. „Die Daten des Krebsregisters können gezielt dazu beitragen, dass die Leitlinien zügig umgesetzt werden und die Patienten und Patientinnen die aktuellste und bestmögliche Therapie erhalten“, ergänzte Müller-Nordhorn.

    Dem Vortrag über den Status quo der Tumorerkrankungen in Bayern, bei dem unter anderen über die häufigsten Tumore in Bayern, die regionale Verteilung und die Entwicklung in den vergangenen Jahren berichtet wurde, schloss sich die Diskussion um aktuelle Forschungsergebnisse an. So berichteten Experten über die Forschungsergebnisse mit Krebsregisterdaten aus dem Brustkrebs- und Darmkrebsbereich. „Die Behandlung von Brust- und Darmkrebs ist, wie viele andere onkologische Erkrankungen, im stetigen Wandel. Ziel ist, eine möglichst individualisierte und an die Tumorbiologie angepasste Therapie durchzuführen. Die Forschungsergebnisse mit den Krebsregisterdaten sind ein wichtiger Schritt dahin“, fügte Dr. Andreas Zapf, Präsident des LGL, hinzu.

    In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden mögliche Konsequenzen aus den Ergebnissen der Analysen erörtert und mögliche weitere, sich daran anschließende Forschungsansätze diskutiert. Wichtig ist die Festlegung von Zielen in der Behandlung, die dann mit den Daten des Krebsregisters geprüft werden können. Ein Beispiel ist der Einsatz von monoklonalen Antikörpern in der Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs. Die nächste Qualitätskonferenz ist noch für das erste Quartal 2020 geplant.

    Weiterführende Informationen zum Krebsregister
    Durch das am 1. April 2017 in Kraft getretene Bayerische Krebsregistergesetz (BayKRegG) sowie der Durchführungsverordnung des StMGP (BayKRegV) vom 26. März 2018 ist das LGL die registerführende Stelle des nun klinisch-epidemiologischen Landesregisters. Das Bayerische Krebsregister besteht aus der Koordinierungsstelle, der Zentralstelle für Krebsfrüherkennung und Krebsregistrierung (ZKFR), sechs Regionalzentren der Krebsregistrierung sowie der davon räumlich, technisch, organisatorisch und personell getrennten Vertrauensstelle. Weiteres unter https://www.lgl.bayern.de/das_lgl/organisation/abteilungen/landesinstitut_kr.htm