Hotline Vertrauliche Hinweise

Hintergrund

Haben Sie als Verbraucher den Verdacht, dass in einem Betrieb, der mit Lebensmitteln umgeht, Rechtsverstöße vorliegen könnten (z. B. Mängel bei der Betriebshygiene, bei den Produkten oder bei der Kennzeichnung) oder haben Sie den Verdacht, dass Verstöße gegen den Tierschutz in Nutztierhaltungen vorliegen, dann können Sie sich an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wenden. Der Betrieb bzw. das Unternehmen, auf das Sie hinweisen möchten, sollte seinen Sitz in Bayern haben.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat bereits in der Vergangenheit regelmäßig Beschwerden und Hinweise von Verbrauchern, Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern erhalten, in denen auf Verstöße gegen das Lebensmittelrecht und unhygienische Zustände in der Gastronomie oder der Lebensmittelwirtschaft hingewiesen wurde. Um diese Hinweise noch gezielter und schneller bearbeiten zu können, gibt es seit 2007 eine Internetseite und eine bewährte Hotline für allgemeine Hinweise. Die Hinweise werden unverzüglich geprüft und je nach Schweregrad an die für die Lebensmittelüberwachung oder des Tierschutzes zuständigen Dienststellen bei den Landkreisen und Städten im Freistaat Bayern oder an die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) weitergegeben oder unter Beteiligung der Bezirksregierung oder des LGL überprüft. Bei einem begründeten Verdacht auf eine Straftat wird außerdem direkt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Bei einem begründeten Verdacht auf eine Straftat wird außerdem direkt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
Seit 2019 werden so auch Hinweise auf Verstöße gegen den Tierschutz in Nutztierhaltungen entgegengenommen.

Sie können als Verbraucher Ihre Beobachtungen an das LGL auch in anonymisierter Form zur Bearbeitung entweder per Formular oder telefonisch melden. Ihre Informationen sollten so detailliert sein, dass sie bei einer Kontrolle durch die zuständigen Behörden vor Ort nachprüfbar sind:

  • Grundsätzlich ist die Hotline werktags unter 09131 6808-5656 von 9.00 bis 11.30 Uhr sowie von 13.00-15.00 Uhr besetzt. In der übrigen Zeit können Sie entweder direkt einen Hinweis oder Ihre Kontaktdaten für einen Rückruf auf Band hinterlassen.
  • zum Formular "Vertrauliche Hinweise Hotline"

Wichtige Hinweise

Wenn Sie als Kunde ein Lebensmittel gekauft haben, das nicht Ihren Erwartungen entspricht und z. B. vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verdorben ist, wenden Sie sich bitte nicht über die Hotline an das LGL , sondern direkt an die für Sie örtlich zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde.

Diese finden Sie als Dienststelle Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung. Ihre Hinweise werden grundsätzlich vertraulich behandelt. Dies gilt jedoch nicht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass leichtfertig oder wider besseres Wissen unrichtige Angaben gemacht wurden. Im Rahmen eines eventuell nachfolgenden Strafverfahrens obliegt die Entscheidung über die vertrauliche Behandlung von Informationen im Übrigen den Strafverfolgungsbehörden.

Welche Informationen sollte ich bereithalten, wenn ich einen Hinweis abgeben möchte?

Meldung von Betrieben

  • Um welchen Betrieb geht es (Name, Anschrift)?

  • Welche Verstöße haben Sie beobachtet?

  • Wann haben Sie die Verstöße beobachtet?

  • Haben Sie die Missstände bereits vor Ort im Betrieb reklamiert?

  • Welche Person ist im Betrieb für den Missstand verantwortlich?

  • Haben Sie die Missstände bereits bei den zuständigen Behörden reklamiert?

  • Im Falle von Erkrankungen: Haben Sie möglicherweise noch andere Lebensmittel verzehrt, die Ursache für die Erkrankung sein können?

Reklamation eines Lebensmittels

    • Welches Lebensmittel möchten sie reklamieren?

    • Welchen Grund haben Sie für die Reklamation?

    • Welche Angaben zum Verbrauchsdatum, Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargennummer und/oder Füllmenge sind auf der Verpackung?

    • Welche Angaben zum Hersteller, Inverkehrbringer oder Importeur gibt es?

    • (Auf tierischen Lebensmitteln ist ein Genusstauglichkeitskennzeichen – ein Oval mit einer Buchstaben-Nummernkombination – angegeben, über das der Hersteller identifiziert werden kann.)

    • Wo und wann wurde das Lebensmittel gekauft? Gibt es Belege?

    • Wie wurde das Produkt in der Verkaufsstätte angeboten (z. B. gekühlt)? Wie wurde das Produkt von Ihnen zu Hause aufbewahrt?

    • Ist bei Ihnen nach Verzehr eine Erkrankung aufgetreten? Falls ja: Welche Symptome haben Sie? Wie viel Zeit ist vom Verzehr des Lebensmittels bis zum Auftreten der Beschwerden vergangen? Wie lange dauerte die Erkrankung? Haben Sie einen Arzt hinzugezogen? Gibt es eine Diagnose?

Anzahl der eingegangenen Hinweise

2018

2018 nahm das LGL 194 Hinweise entgegen. Von diesen waren 19 Fälle direkt an die Vertrauensperson gerichtet. Von den 194 eingegangenen Fällen haben sich 40 % bestätigt oder teilweise bestätigt.

2017

2017 nahm das LGL 158 Hinweise entgegen. Von diesen waren 18 Fälle direkt an die Vertrauensperson gerichtet. Von den 158 eingegangenen Fällen haben sich 39 % bestätigt oder teilweise bestätigt.

2016

2016 gingen am LGL 139 Hinweise ein. Davon konnten 47 Hinweise (34%) bestätigt oder teilweise bestätigt werden.

2015

Im Jahr 2015 sind 142 Hinweise eingegangen. 43% der Verbraucherbeschwerden stellten sich als berechtigt oder zumindest teilweise berechtigt heraus.

2014

2014 nahm das LGL 156 Hinweise entgegen. Der Verdacht bestätigte sich in 27% der Fälle zumindest teilweise.

2013

2013 nahm das LGL 244 Hinweise entgegen, in ca. 32% der Fälle bestätigte sich der Verdacht mindestens teilweise. Die Endbearbeitung der Hinweise sowie das Ergreifen von Maßnahmen zum Abstellen der vorgefundenen Mängel obliegt den Vor-Ort-Behörden.

2012

2012 sind bei der Hotline 136 Hinweise eingegangen. Dabei haben sich ca. 40% der Verbraucherbeschwerden als berechtigt oder zumindest teilweise berechtigt erwiesen. Die Endbearbeitung der Hinweise sowie das Ergreifen von Maßnahmen zum Abstellen der vorgefundenen Mängel obliegt den Vor-Ort-Behörden.

2011

2011 gingen bei der Hotline für Verbraucherhinweise 117 Meldungen ein, in 37 Fällen (32 %) bestätigte sich der Verdacht mindestens teilweise. Die Endbearbeitung der Hinweise sowie das Ergreifen von Maßnahmen zum Abstellen der vorgefundenen Mängel obliegt den Vor-Ort-Behörden.

2010

2010 nahm das LGL 38 Hinweise entgegen, in zwölf Fällen (34 %) bestätigte sich der Verdacht. Außerhalb der Hotline gingen weitere 69 Hinweise über Telefon, E-Mail oder Brief ein. Bei den anschließenden Ermittlungen durch das LGL und die Vor-Ort-Behörden bestätigten sich 39 % der Vorwürfe zumindest teilweise. Es wurden Abhilfemaßnahmen eingeleitet.

2009

2009 gingen insgesamt 34 verwertbare Hinweise ein, davon 15 per Internetformular, neun telefonisch und zwölf per Brief oder E-Mail. Die zuständigen Vor-Ort-Behörden wurden informiert und gebeten, dem Hinweis nachzugehen. In 20 Fällen konnte der Hinweis nicht, in 14 Fällen teilweise oder gänzlich bestätigt werden. Die Hinweise bezogen sich meist auf hygienische Mängel in Betrieben oder mangelnde Qualität von Lebensmitteln.

2008

2008 gingen insgesamt 35 verwertbare Hinweise ein: 14 Hinweise per Brief oder E-Mail, elf über das Internet und zehn telefonisch. Der Großteil betraf hygienische Mängel in Betrieben. In 33 Fällen wurden die zuständigen Vor-Ort-Behörden gebeten, dem Hinweis nachzugehen, in zwei Fällen wurde die Spezialeinheit aktiv. Neun Hinweise wurden voll, vier teilweise bestätigt. In 22 Fällen konnte der Hinweis nicht nachvollzogen werden.

2007

2007 gingen insgesamt 67 Hinweise ein (2006: 107). Die meisten Hinweise (21) betrafen hygienische Mängel im Betrieb. In neun Fällen wurden die Hinweise voll, in elf Fällen teilweise bestätigt.

 

 

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