Betriebskontrollen 2008

Aus den vielen Betriebskontrollen ragten 2008 vier Großfälle wegen ihres hohen Arbeitsaufwands sowie der großen Medienresonanz heraus. Betroffen waren dabei Milch verarbeitende Betriebe sowie ein Schlacht- und ein Häutebetrieb. Die Vorgehensweise bei diesen vier Großfällen verdeutlicht die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit verschiedener Behörden sowie einer vernetzten, übergreifenden Lebensmittelüberwachung.

Die Kontrollen der Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit erfolgten 2008 vor allem aufgrund

  • des zu Beginn des Jahres neu eingeführten Kontrollprogramms Lebensmittelsicherheit,
  • von Anfragen der örtlich zuständigen Behörden,
  • von Anforderungen durch Staatsanwaltschaften,
  • von Schwerpunktprojekten des LGL.

Von den Teams der Spezialeinheit wurden – in aller Regel zusammen mit den Vor-Ort-Behörden – landesweit 244 Betriebe umfassend kontrolliert, davon 118 aus dem Kontrollprogramm. Einige der Betriebe mussten mehrfach überprüft werden. Am häufigsten kontrollierte die Spezialeinheit Schlacht-, Fleischzerlege- und -verarbeitungsbetriebe, Bäckereien und Konditoreien, Brauereien, Milch verarbeitende Betriebe, Teehersteller und -importeure sowie Kosmetikbetriebe.

Im Rahmen der Kontrollen stellten die Kontrollteams in 35 Fällen (14,3 %) gravierende Mängel fest, 22 davon waren im Kontrollprogramm. „Gravierende Mängel“ liegen zum Beispiel vor, wenn aufgrund erheblicher Defizite bei der Basishygiene Ware vernichtet beziehungsweise zurückgerufen oder die Produktion gestoppt werden muss. Derartige Defizite stellte das LGL 2008 in Betrieben verschiedener Lebensmittelbranchen fest, wie zum Beispiel in Fleisch und Milch verarbeitenden Betrieben, Bäckereien, Brauereien und Konservenherstellern.

Die Abbildung 1 zeigt ein Beispiel besonders gravierender unhygienischer Zustände.

Kadaver einer Maus aus einer Schrotmühle

Abbildung 1: Kadaver einer Maus aus einer Schrotmühle

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