Betriebskontrollen 2007

2007 führten Kontrollteams der Spezialeinheit gemeinsam mit den zuständigen Vor-Ort-Behörden bayernweit 181 umfassende Betriebskontrollen durch.

Anlässe für diese Kontrollen waren insbesondere:

  • Anfragen der lokal zuständigen Behörden,
  • Anforderungen von Staatsanwaltschaften (Mitwirkung bei Durchsuchungsaktionen),
  • Schwerpunktaktionen auf eigene Initiative.

Zu den kontrollierten Betrieben zählten unter anderem Tiefkühlhäuser, Fleischzerlege- und Fleischverarbeitungsbetriebe, Schlachtbetriebe, Obst-und Gemüsegroßhändler, Mälzereien, Mineralbrunnen, Getreidemühlen und Gewürzmühlen sowie Kosmetikhersteller.

Insgesamt stellten die Kontollteams in 29 Fällen gravierende Mängel fest. Als „gravierende Mängel“ wurden unter anderem deutliche Mängel in der Basishygiene, Verdacht auf Betrug, massive Mängel beim Rückverfolgbarkeitssystem oder den betrieblichen Eigenkontrollen sowie das Vorfinden stark überlagerter Lebensmittel eingestuft. Die Betriebe wurden in der Regel intensiv durch größere, interdisziplinäre Kontrollteams (Tierärzte, Lebensmittelchemiker, Lebensmitteltechnologen, Lebensmittelkontrolleure, Agraringenieure, gegebenenfalls Vertreter von Polizei, Gewerbeaufsicht und Finanzverwaltung) überprüft. Diese kontrollierten einige Betriebe auch mehrfach oder über mehrere Tage hinweg.

Bei elf Kontrollen benachrichtigte die Spezialeinheit die Staatsanwaltschaft über die im Rahmen der Kontrolle festgestellten Mängel (Verdacht auf Straftaten), in zwölf Fällen zog die Staatsanwaltschaft die Spezialeinheit hinzu.

Über die oben beschriebenen an-lass-oder schwerpunktbezogenen Kontrollen hinaus unterstützten Fachkontrolleure der Spezialeinheit die Vor-Ort-Behörden bei mehr als 1.200 Routinekontrollen als Sachverständige unter anderem in Wein-, Getränke-, Milch- und Kosmetikbetrieben sowie bei der Zulassung von Betrieben.

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