Betriebskontrollen – Wein

2012: Weinkontrollen

Im Jahre 2012 haben die Weinkontrolleure des LGL in Bayern 408 Betriebsüberprüfungen durchgeführt. Bei 211 Beanstandungen wurden Mängel aufgrund der Kennzeichnung (41 %) festgestellt. Weitere Unregelmäßigkeiten gab es bei der Weinbuchführung, sowie der unvollständigen Dokumentation und bei der Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse (35 %), Mängel in der Basishygiene (17 %) und in der Zusammensetzung der Erzeugnisse (7 %). Von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden wurden Maßnahmen zur Beseitigung der angetroffenen Mängel eingeleitet. Über 950 Betriebe aus Franken und dem Bereich Bayerischer Bodensee stellten ihre Weine zur amtlichen Prüfung bei der Regierung von Unterfranken an. Es wurden über 11.500 Prüfanträge für eine Prüfnummer im Jahre 2012 eingereicht. Hier mussten in einzelnen Fällen Überprüfungen bezüglich nicht schlüssiger Angaben in den Prüfanträgen bei den betreffenden Winzern durchgeführt werden.

Im Jahr 2012 nahmen die Weinkontrolleure der Dienststelle in Würzburg als Prüfer in der Kommission für die sensorische Begutachtung (3420 Proben) bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung der Regierung von Unterfranken teil. Weitere 5759 Kostgutachten wurden für die am LGL analysierten Prädikatsweine erstellt. Im Rahmen von Weineinfuhruntersuchungen, Planprobenbeurteilungen, Beschwerdeproben und Analysenerstellung für die Prädikatsweine und die Sektprüfung wurden weitere 251 Kostgutachten im LGL Dienststelle Würzburg erstellt.

2011: Weinkontrollen

Die Weinkontrolleure in Bayern haben im Jahr 2011 an 421 Kontrollen teilgenommen. Bei 185 Begehungen (43,94 %) wurden Mängel festgestellt. Die Beanstandungen bezogen sich in erster Linie auf Kennzeichnungsmängel (38,2 %), unvollständige Dokumentationen zur Rückverfolgbarkeit der Herstellung der Weinerzeugnisse (34,5 %), Nichteinhaltung der Basishygiene (20,9 %) und Abweichungen in der Zusammensetzung der Erzeugnisse (6,4 %). Von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden wurden Maßnahmen zur Beseitigung der angetroffenen Mängel eingeleitet. Drei Weinkontrolleure nahmen im Jahr 2011 ständig als Prüfer für die sensorische Begutachtung (4850 Proben) bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung der Regierung von Unterfranken teil. Neben diesen Kostgutachten wurden im Rahmen von Einfuhruntersuchungen, Planprobenbeurteilungen, Beschwerdeproben und Analyseerstellung für die Prädikatsweine und Sekte weitere 4357 Kostgutachten im LGL in Würzburg erstellt.

2010: Weinkontrollen

Die Weinkontrolleure in Bayern haben im Jahr 2010 an 416 Kontrollen teilgenommen. Bei 144 Begehungen (34,62 %) wurden Mängel festgestellt. Die Beanstandungen bezogen sich in erster Linie auf Mängel in der Basishygiene (34 %), Kennzeichnungsmängel (25 %), unvollständige Dokumentation für die Rückverfolgbarkeit zur Herstellung der Erzeugnisse (25 %) und Mängel in der Zusammensetzung der Erzeugnisse (16 %). Von den zuständigen Behörden wurden Maßnahmen zur Beseitigung der angetroffenen Mängel eingeleitet. Zwei Weinkontrolleure nahmen im Jahr 2010 ständig als Prüfer für die sensorische Begutachtung (5036 Proben) bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung der Regierung von Unterfranken teil. Neben diesen Kostgutachten wurden im Rahmen von Einfuhruntersuchungen, Planprobenbeurteilungen, Beschwerdeproben und Analyseerstellung für die Prädikatsweine weitere 7345 Kostgutachten im LGL erstellt.

2009: Weinkontrollen

Die Weinkontrolleure in Bayern haben im Jahr 2009 bis Mitte Dezember an 459 Kontrollen teilgenommen. Bei 117 Begehungen (25,5 %) wurden Mängel festgestellt. Die Beanstandungen bezogen sich in erster Linie auf Mängel in der Basishygiene, unvollständige Dokumentation für die Rückverfolgbarkeit zur Herstellung der Erzeugnisse und Kennzeichnungsmängel. Von den zuständigen Behörden wurden Maßnahmen zur Beseitigung der Mängel eingeleitet. Drei Weinkontrolleure nehmen ständig als Prüfer für die sensorische Begutachtung (5.200 Proben) bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung der Regierung von Unterfranken teil.

Neben diesen Kostgutachten wurden im Rahmen von Einfuhruntersuchungen, Planprobenbeurteilungen, Beschwerdeproben und Analyseerstellung für die Prädikatsweine weitere 5.508 Kostgutachten erstellt.

Weinskandal mit verbotenen Behandlungsmitteln bei Drittlandswein in Deutschland

Ab Ende Oktober 2009 wurde bekannt, dass in Deutschland bei argentinischen Weinen ein verbotenes Behandlungsmittel (Natamycin) nachgewiesen werden konnte. In drei bayerischen Filialen einer Weinvertriebsorganisation wurden solche Weine verkauft. Über die zuständigen Überwachungsstellen wurde sofort eine Überprüfung veranlasst und dabei festgestellt, dass zwischenzeitlich aufgrund einer Beanstandung in der rheinland-pfälzischen Lieferzentrale der Vertriebsorganisation die betroffenen Weine zurückgenommen worden waren. Weitere argentinische und südafrikanische Weine wurden auf Veranlassung der Weinkontrolleure durch verschiedene Kreisverwaltungen beprobt.

Darüber hinaus erstellen die Weinkontrolleure sog. "Kostgutachten", d. h. sie führten sensorische Begutachtungen im Rahmen der amtlichen Qualitätsweinprüfung und der Beurteilung von Prädikatsweinen durch (2009 über 1.000 Proben).

Kontrollen von Angeboten mit Dumpingpreisen für fränkische Qualitäts- und Prädikatsweine

Aufgrund von Verdachtsmomenten in Bezug auf die nicht gesetzeskonforme Herstellung von fränkischen Qualitäts- und Prädikatsweinen, die in Supermärkten als Billigangebote angepriesen wurden, fanden verschiedene Überprüfungen statt. Bei keiner der Überprüfungen konnten Verstöße festgestellt werden. Teilweise handelte es sich dabei auch um Angebote aus Kreisen, die diese Billigweine öffentlich bemängelt hatten.

Kontrollen nach dem Hygienerecht

Die Weinkontrolleure in Bayern haben aufgrund der verschärften Hygieneregelungen gezielt Überprüfungen in den Weinbaubetrieben durchgeführt. Die dabei getroffenen Feststellungen führten in den Betrieben zu einer Reihe baulicher Maßnahmen, die erhebliche Verbesserungen im Hygienebereich bewirkten.

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