Betriebskontrollen - Brennereien

Projekt 2012: Brennereien

Zwischen Herbst 2011 und Ende 2012 überprüfte die Spezialeinheit 20 zufällig ausgewählte Spirituosenhersteller. Vorwiegend kamen Mängel bei der Betriebs- und Produktionshygiene vor. Hier zeigte sich ein teilweise nicht hinreichendes Hygieneverständnis vor dem Hintergrund eines in mikrobiologischer Hinsicht unproblematischen Endproduktes. Diese Einstellung konnte sowohl bei Kleinstbetrieben als auch bei großen, überregional liefernden Unternehmen beobachtet werden.

Ein Schwachpunkt ist die Maischeherstellung und -lagerung, was durch Beanstandungen von verschmutzten Ausrüstungsgegenständen (zum Beispiel Schläuchen, Obstmühlen) sowie des unhygienischen Umfeldes zum Ausdruck kommt. Die Problematik der Blausäure- bzw. Ethylcarbamatbildung beim Herstellen von Steinobstbränden war in allen Betrieben bekannt; es wurden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung dieser toxischen Stoffe während der Destillation und der Lagerung in den betreffenden Spirituosen getroffen. In sechs der insgesamt 20 kontrollierten Unternehmen (30 %) stufte die Spezialeinheit die Mängel als mittelgradig ein, in 14 Betrieben (70 %) lagen keine oder nur geringgradige Mängel vor. Gravierende Mängel wurden nicht festgestellt. Als Sofortmaßnahme wurde in zwei Fällen von der Kreisverwaltungsbehörde eine Reinigung von Anlagen und Räumlichkeiten vor einer erneuten Produktion angeordnet.

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