Betriebskontrollen – Fremdkörperfunde (Anlassbezogene Kontrollen)

2009: Fremdkörper-Beanstandungen in Lebensmitteln – Produktfremde Bestandteile in Lebensmitteln

Im Jahr 2009 hat die Spezialeinheit in 13 Fällen Kenntnis über in Lebensmitteln vorgefundene Fremdkörper erhalten. Unmittelbar danach wurden bei den betroffenen Lebensmittelherstellern anlassbezogene Kontrollen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kreisverwaltungsbehörden durchgeführt. Bei den beanstandeten Fremdkörpern handelte es sich in acht Fällen um Glasscherben/-splitter, in den anderen Fällen je einmal um Reinigungsmittel- bzw. Desinfektionsmittelrückstände, einen schwarzen Fremdkörper (Verdacht auf Plastik), ein Metallteil und einen spitzen Holzspan.

Sechs der acht vorgefallenen Glassplitterfunde wurden als Einzelfall beurteilt. In den anderen beiden Fällen konnte die Kontamination von weiteren Glasgebinden nicht ausgeschlossen werden, weswegen die Unternehmen die gesamte Produktions-Charge zurückriefen. Oft sind bezüglich des Glasmanagements noch Verbesserungspotenziale erkennbar (z. B. Schulung der Mitarbeiter, konsequente Abdeckung der Linienführung, optimierte technische Produktionsabläufe).

Die Kontrolle eines Betriebes wegen der Meldung "Verbraucher mit Verätzung, verursacht durch getrunkene Laugenreste in einer Getränkeflasche" führte zu einem freiwilligen Chargenrückruf. In einem anderen Unternehmen konnte eine weitere Verbrauchergefährdung durch Wasserstoffperoxidreste in Flaschen ausgeschlossen werden.

Bei der Überprüfung des Betriebs, der das Lebensmittel herstellte, in welchem das Metallteil gefunden worden war, zeigte sich, dass der Betrieb die von Metallteilen betroffene Charge nicht ausreichend eingegrenzt und entsorgt hatte, sodass eine kleine Teilmenge noch in den Handel gelangen konnte.

Die vermuteten Plastikteile in einer Gemüsekonserve stellten sich als verkrustete Produktrückstände dar, die in einem Kocher entstanden sind. Dementsprechend wurde der angewandte Verfahrensablauf mit der eingesetzten Prozesshygiene überprüft. Die Beschwerdeproben, die als Lebensmittel zum Verbraucher gelangt sind, wurden überwiegend als nicht sicher für den menschlichen Verzehr bzw. als gesundheitsschädlich eingestuft.

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