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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel - Aktuelles

Vegane und vegetarische Lebensmittel auf dem Prüfstand

Vegane bzw. vegetarische Ernährung liegt im Trend. Darauf haben Industrie und Einzelhandel mit einer breiten Produktpalette reagiert. Deshalb untersuchte das LGL vegane und vegetarische Erzeugnisse aus unterschiedlichen Produktgruppen. Die Untersuchungen zeigten, dass sich der Verbraucher im Allgemeinen auf die Richtigkeit der Auslobungen „vegan“ und „vegetarisch“ verlassen kann und unerwünschte tierische Bestandteile nicht zu erwarten sind. Beanstandungen erfolgten vor allem wegen allgemeiner Kennzeichnungsmängel.

 

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Trans-Fettsäuren – LGL untersucht fortlaufend

Trans-Fettsäuren, die in größeren Mengen vorwiegend bei der industriellen Teilhärtung pflanzlicher Öle entstehen, sind aus ernährungsphysiologischer Sicht unerwünscht, weil erhöhte Aufnahmemengen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Dänemark hatte bereits im Jahr 2003 eine gesetzliche Obergrenze von maximal 2 % für industriell bedingte trans-Fettsäuren im Fett eingeführt. Diesem Beispiel folgten Österreich, Ungarn, Island, Norwegen und die Schweiz. Das LGL orientiert sich bei der Beurteilung positiver Befunde an diesem Grenzwert von 2 % trans-Fettsäuren im Fett. Um die Belastung der Verbraucher durch trans-Fettsäuren zu beobachten, untersucht das LGL risikoorientiert regelmäßig entsprechende Proben. In den Jahren 2016 und 2017 fiel auf, dass die Werte in einzelnen Fällen noch relativ hoch lagen. Verbindliche Regelungen, wie die Einführung eines EU-weiten Grenzwerts für industrielle trans-Fettsäuren, werden auf EU-Ebene derzeit intensiv diskutiert und vom LGL begrüßt, da gesetzliche Grenzwerte der beste Weg sind, um die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen.

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Beef Jerky – Ein sicheres Lebensmittel?

„Beef Jerky“ ist ein Trockenfleischerzeugnis aus mariniertem Rindfleisch. In Deutschland gibt es dafür bislang noch keine allgemeine Verkehrsauffassung, also keine rechtliche Beurteilungsgrundlage für Zusammensetzung, Beschaffenheit und Aufmachung. Zudem liegen national keine spezifischen Untersuchungsparameter vor.

Um Daten zur Beurteilung der Lebensmittelsicherheit von Beef Jerky zu erhalten, hat das LGL in einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Tierärztliche Nahrungsmittelkunde (IFTN) der Justus-Liebig-Universität Gießen in Deutschland industriell sowie handwerklich hergestellte Beef Jerky-Produkte auf ihre mikrobiologische und sensorische Beschaffenheit untersucht. Das Ergebnis dieser Arbeit lässt das Fazit zu, dass es sich bei Beef Jerky in der Regel um mikrobiologisch stabile Fleischerzeugnisse handelt.

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Neuartige Lebensmittel

Das LGL organisierte im Rahmen der LGL-Gespräche zur Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim die Veranstaltung „Alternative Ernährungsformen – Neuartige Lebensmittel“. Ernährung wird in heutiger Zeit vielfach nicht nur als einfache Nahrungsaufnahme verstanden: Oft wird dieses Thema eng in Zusammenhang mit Gesundheit, Fitness und Schönheit gesehen und kann sogar zu einer Frage der Identität werden. Entsprechend wird heute zusätzlich zu den „konventionellen Lebensmitteln“ eine große Vielfalt an „neuartigen Lebensmitteln“ angeboten. Im Rahmen der Veranstaltung gab es daher unter anderem Vorträge über die Themen „Superfood“ oder „Insekten als Lebensmittel“, auch wurde über die Definition von laktose-, glutenfrei und vegan diskutiert. Weitere Informationen:

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Lebensmittel – Themen

Als Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse definiert, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden können. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe, einschließlich Wasser, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Be- oder Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden (Artikel 2 der VO (EG) 178/2002). Lebensmittel werden vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund aufgenommen.

Lebensmittel lassen sich nach den Hauptgruppen (Pflanzliche LM, Tierische LM, Getränke) weiter in Warengruppen gliedern. Die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind unter den jeweiligen Warengruppen einzusehen.

Um qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel herzustellen, werden diese meist technologisch be- oder verarbeitet. Die Technologien reichen vom Salzen und Trocknen bis zu hochtechnischen Verarbeitungen.

Verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit ist in erster Linie der Lebensmittelunternehmer. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert den Lebensmittelverkehr sowie die Lebensmittelbetriebe. Stichprobenartig und risikoorientiert entnimmt die Lebensmittelüberwachung Lebensmittelproben. Diese werden am LGL mit chemischen (Lebensmittelchemie) sowie mikro- und molekularbiologischen (Hygiene) Methoden untersucht. Das LGL überprüft auch die Kennzeichnung der Proben.