Der Amtstierarztlehrgang geht in die zweite Runde

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Am 09.01.2017 fand in Freising die Eröffnung des zweiten Amtstierarztlehrgangs nach der grundlegenden Neukonzeption statt. Die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs 2017/2018 sind bereits in der Veterinärverwaltung tätig – an Landratsämtern, kreisfreien Städten, an den Bezirksregierungen, am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und bei der Bundeswehr. Sie absolvieren diese 18-monatige berufsbegleitende Aus- bzw. Weiterbildung zum Erwerb der Qualifikation für den Amtstierärztlichen Dienst und mit dem Ziel der Verbeamtung.

Ganz im Sinne des neuen teilnehmerzentrierten Ausbildungskonzepts starteten die Lehrgangsteilnehmer mit einem Teambuilding, bei dem ein erstes Kennenlernen stattfand. Erst danach erfolgte die offizielle Begrüßung durch die Landestierärztin Frau Dr. Höfer (StMUV), Herrn Dr. Dr. Schick (Vizepräsident des LGL) und Frau Dr. Bellof (Akademieleiterin). In ihren Ansprachen hoben die Redner die Bedeutung der veränderten Anforderungen an die Amtstierärzte und die damit verbundenen Erwartungen hervor. Immer wieder fielen die Schlüsselbegriffe „Transparenz“, und „Kommunikation“. Denn reines Fachwissen reicht heute für die verantwortungsvolle Ausübung des amtstierärztlichen Berufs nicht mehr aus – interdisziplinäre Zusammenarbeit und Schlüsselkompetenzen sind ebenso gefordert.

Aus diesem Grund startet der Lehrgang sogleich mit einem mehrtägigen Workshop zu dem Thema „Kommunikation“, bevor es an das Fachwissen geht. Die gemeinsame Unterbringung während der jeweils zwei- bis dreiwöchigen Präsenzphasen im Pallotti-Haus in Freising gibt den TeilnehmerInnen in klösterlicher Atmosphäre die Gelegenheit, sich im Hinblick auf ihr weiteres Berufsleben gut zu vernetzen und die Team- und Gruppenarbeit zu trainieren. In den angeschlossenen Fernlernphasen nutzen die TeilnehmerInnen die bereitgestellte Lernplattform, wodurch eigenverantwortliches und selbstorganisiertes Lernen unterstützt wird. Während der gesamten Ausbildungszeit kehren die Teilnehmer immer wieder an ihre Arbeitsstellen zurück, um das erworbene Wissen in der Praxis umzusetzen und zu festigen.

Die umfangreichen Evaluationsergebnisse des Pilotlehrgangs 2015/2016 haben gezeigt, an welchen Stellen es noch Anpassungsbedarf gibt und dass die AGL insgesamt mit diesem neuen Ausbildungskonzept auf dem richtigen Weg ist.

Die AGL wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Start und viel Erfolg für die kommenden drei Semester.

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