Angebote für kommunale Vertretungen in Bayern

Beratung

Hitzeanpassung in Ihrer Kommune

Das Bayerische Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel begleitet Sie bei der Entwicklung von Hitzeanpassungsmaßnahmen (inkl. UV-Schutzmaßnahmen) bzw. Hitzeaktionsplänen. Besonders hervorzuheben ist das kostenlose Angebot des Kompetenzzentrums für individuelle Beratungstermine:

Frage Deinen Experten – Erweiterte Beratung

Sie haben weiterführende Fragen zu klimawandelbezogenen Themen, wie z. B. zu Hautkrebsprävention, Klimadaten und blau-grün-grauer Infrastruktur, in Ihrer Kommune?

Nutzen Sie unser Netzwerk von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis: Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), die AOK-Die Gesundheitskasse, das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Universitätsklinikum Augsburg – Institut für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit.

Button mit der Aufschrift 'Zum Beraungstermin'

Angebot für Ihre Bürgerinnen und Bürger – die Klima-Rallye für Ihre Kommune

Logo Heros for Future

Sie finden es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Gemeinde sich etwas unter Klimaanpassung vorstellen können? In unserer App „Healthy-CliMATE“ können Sie ganz einfach und kostenlos eine Klimarallye für Ihre Gemeinde oder Stadt erstellen lassen. Diese Rallye vermittelt Teilnehmenden ab acht Jahren spielerisch und interaktiv Fakten und wichtige Hinweise zu Klimawandel und Gesundheit - direkt vor der Haustür.

Die Erstellung ist kostenlos (Dauer ca. 2- 5 Stunden).

Termine

Das Bayerische Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel organisiert verschiedene kostenlose Veranstaltungen.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung für das Jahr 2026. Nähere Informationen (z. B. zur Anmeldung) werden kurz vor der jeweiligen Veranstaltung eingestellt.

Fachtag Klimawandel und Gesundheit

  • Termine: 18.03.2026, von 13-16 Uhr (online)
  • Inhalt: Fachvorträge zu den Schwerpunktthemen Hitze, UV-Strahlung und Ambrosia, fachlicher Austausch
  • Zielgruppe: Kommunale Vertreterinnen und Vertreter, Bürgerinnen und Bürger, Personen aus Wissenschaft und Forschungskontext, weitere Interessierte

  • Weitere Informationen zur Veranstaltung mit der Möglichkeit zur offiziellen Anmeldung finden Sie hier.

Kommunale Vernetzungstreffen

  • Termine: 06.05.2026 (online), 16.07.2026 (hybrid: online/München) und 12.11.2026 (online), jeweils ca. 13-16 Uhr
  • Inhalt: Erfahrungsberichte aus der Praxis, Austausch mit anderen Kommunen
  • Zielgruppe: Kommunale Vertreterinnen und Vertreter

Hitzeanpassung – kompakt: Ihr Informationspaket des Bayerischen Kompetenzzentrums für Gesundheitsschutz im Klimawandel

  • Termine: 10.06.2026, von 14-15 Uhr (online)
  • Inhalt: Vorstellung der Unterstützungsangebote des Kompetenzzentrums
  • Zielgruppe: Kommunale Vertreterinnen und Vertreter, Pädagogische Fachkräfte, Personen aus dem Pflegebereich, Personen aus Wissenschaft und Forschungskontext, sonstige Bereiche

Fachtag Hitzeanpassung in der Pflege

  • Termine: 15.10.2026, von ca. 10-16 Uhr (hybrid: online/ München)
  • Inhalt: Fachvorträge zu Pflege bei Hitze, Praxisbezug
  • Zielgruppe: Akteure aus dem stationären und ambulanten Pflegebereich

Multiplikatoren-Schulung zu Hitze und Gesundheit

  • Termin: 03.12.2026, ca. 13-16 Uhr (online)
  • Inhalt: Informationen zu gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und entsprechenden Anpassungsmaßnahmen sowie zur eigenen Durchführung von Schulungen in Ihrer Kommune vor Ort
  • Zielgruppe: Kommunale Vertreterinnen und Vertreter sowie Interessierte

Materialien - Download und Bestellungen

FAQ Kommunen – Hitzeaktionspläne

1. Was ist ein Hitzeaktionsplan (HAP)?

Ein HAP ist Teil einer Strategie zur Klimaanpassung. Ziel ist es, gesundheitliche Folgen von Hitze zu reduzieren, über Schutzmaßnahmen zu informieren und langfristig die Hitzebelastung zu mindern. Ein zentraler Bestandteil ist ein Maßnahmenkatalog, häufig gegliedert in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, der an lokale Gegebenheiten angepasst wird.

2. Wer ist für die Erstellung zuständig?

Die Maßnahmen eines Hitzeaktionsplans müssen an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Nach dem Beschluss der 93. Gesundheitsministerkonferenz aus dem Jahr 2020 sind daher die Kommunen für die Erstellung von HAPs zuständig.

Derzeit wird außerdem das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) vom 20. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 393) in Landesrecht überführt. Im KAnG ist festgelegt, dass die Bundesländer öffentliche Stellen für die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten bestimmen. Da HAPs Teil eines Klimaanpassungskonzepts sein können, ist diese Regelung auch für die Erstellung von HAPs relevant.

3. Wo kann ich Informationen zur Erstellung eines HAPs einholen?

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit Beispielen für hilfreiche Informationen zur Erstellung eines HAPs:

4. Wie beginne ich bei der Erstellung eines HAPs?

Wir empfehlen Ihnen bei der Erstellung eines HAPs den zehn Schritten aus dem Handlungsleitfaden zur Konzeption von Hitzeaktionsplänen für Kommunen zu folgen oder melden Sie sich für Ihren kostenlosen Beratungstermin an.

5. Welche Maßnahmen sollte ein HAP enthalten?

In unserer Toolbox „Hitzeaktionspläne in Kommunen“ finden Sie einen Maßnahmenkatalog mit konkreten Maßnahmen und einer Einschätzung zu Vor- und Nachteilen, Aufwand, Kosten, Realisierung und Wirkung dieser Maßnahmen. Zudem werden weiterführende Informationen, Materialien und Praxisbeispiele angegeben. Auch die Webseite „Hitzeservice“ bietet einen umfassenden Maßnahmenkatalog an.

6. Wie viel Zeit und Aufwand braucht ein HAP?

Zeit und Aufwand können variieren und hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Gegebenheiten vor Ort, finanzielle und personelle Ressourcen, die ausgewählten Maßnahmen sowie auch der politische Rückhalt für die Erstellung des HAPs. Um Zeit und Aufwand abschätzen zu können, empfehlen wir Ihnen diese und weitere beeinflussende Faktoren zusammenzutragen. Eine orientierende Einschätzung zum Aufwand verschiedener Maßnahmen finden Sie auch in unserer Toolbox „Hitzeaktionspläne in Kommunen“.

7. Wie kann man einen HAP mit wenigen Ressourcen umsetzen?

Zu Beginn können Sie mit weniger aufwendigeren Maßnahmen (z.B. Verteilung von Informationsmaterial, Ausweisung bestehender kühler Orte in der Kommune) starten. Verwenden Sie Material, das es bereits gibt. Eine orientierende Einschätzung zum Aufwand verschiedener Maßnahmen finden Sie in unserer Toolbox „Hitzeaktionspläne in Kommunen“. Um die Aufgaben in der Kommune gut zu verteilen, kann der frühe Einbezug von weiteren Akteurinnen und Akteuren in die Erstellung eines HAPs und die konkrete Festlegung von Zuständigkeiten hilfreich sein.

8. Wo kann ich mich mit anderen Kommunen zum HAP austauschen?

Wir bieten Informationsveranstaltungen und Vernetzungstreffen an. Für Veranstaltungshinweise können Sie sich in unseren Verteiler eintragen lassen: klimawandel@lgl.bayern.de