Angebote für pädagogische Fachkräfte

Schulungen

Das Bayerische Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel bietet folgende kostenlose Schulungen an:

  • Online-Schulung: Klimaanpassungsmaßnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Heilpädagogischen Tagesstätten

Materialien - Download und Bestellungen

FAQ

1. Warum sind Kinder durch Hitze und UV-Strahlung besonders gefährdet?

Kinder haben ein ungünstigeres Körperoberfläche-zu-Volumen-Verhältnis, erwärmen sich schneller und kühlen schlechter. Sie schwitzen weniger und sind oft aktiv, wodurch Wärme entsteht. Die Kinderhaut ist empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, da Hautschichten dünner sind. Kinder verbringen viel Zeit im Freien und können Gefahren oft nicht selbst einschätzen.

2. Warum ist Sonnenschutz vor allem für Kinder wichtig

UV-Strahlung kann dauerhafte Zellschäden verursachen; Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko für Hautkrebs im späteren Leben. Durch konsequenten Sonnenschutz lässt sich dieses Risiko deutlich senken.

3. Was sind Klimaanpassungsmaßnahmen und warum sind diese für Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sinnvoll?

Die Veränderungen des Klimawandels (z.B. zunehmende Hitzeereignisse) können sich auf unsere Gesundheit auswirken. Klimaanpassungsmaßnahmen helfen dabei, uns an diese Veränderungen anzupassen und so unsere Gesundheit zu schützen.
Klimaanpassungsmaßnahmen können in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Vorbereitende Maßnahmen für heiße Tage* und ab einem UV Index 3. Bei langen Aufenthalten im Freien sind Schutzmaßnahmen schon ab einem UV-Index Wert von 2 zu empfehlen.
  • Maßnahmen während Hitzephasen
  • Nachbereitung/Evaluation

Vorschläge und Tipps für konkrete Maßnahmen finden Sie in der Handlungshilfe zur Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und heilpädagogischen Tagesstätten.

* Die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) definierte „Gefühlte Temperatur“ berücksichtigt verschiedene Faktoren (Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung und Windstärke) ab. Ab einer Gefühlten Temperatur von 32 °C geht der DWD von einer starken Wärmebelastung der Bevölkerung aus (Hitzewarnung der Stufe I).

4. Welche Klimaanpassungsmaßnahmen schützen vor Hitze und UV-Strahlung?

Bei Hitze und hoher UV-Strahlung ist es wichtig, rechtzeitig zu handeln. Die folgenden Klimaanpassungsmaßnahmen schützen vor Hitze und UV-Strahlung:

  • Information: Das pädagogische Personal sollte über mögliche Gefährdungen durch Hitze und UV-Strahlung sowie Schutzmaßnahmen informiert sein, und auch Eltern sollten regelmäßig über das aktuelle Wetter und die getroffenen Maßnahmen informiert werden. Es empfiehlt sich die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdiensts und den UV-Newsletter des Bundesamts für Strahlenschutz zu abonnieren.
  • Räume kühl halten: Temperatur mehrmals täglich kontrollieren, besonders kühle Räume als Rückzugsorte nutzen. Rollläden, Jalousien oder Vorhänge tagsüber geschlossen halten und Schattenplätze schaffen.
  • Kühlen und Trinken: Kühlpacks oder Wasserspiele einsetzen. Kinder regelmäßig ans Trinken erinnern (ca. 0,75–1 Liter ungesüßte Flüssigkeit pro Tag für 2–6-Jährige) und leichte, wasserreiche Speisen wie Obst oder Salate anbieten.
  • Lüften: Vorzugsweise nur in den frühen Morgenstunden lüften, Ventilatoren und Belüftungsanlagen energieeffizient nutzen.
  • Auf Kinder achten: Verhalten und mögliche Symptome der Kinder beobachten, Vorkommnisse und Maßnahmen dokumentieren.
  • Aufenthalt im Freien anpassen: Zwischen 11 und 15 Uhr möglichst drinnen bleiben und anstrengende Aktivitäten vermeiden. Zum Schutz vor Hitze vorzugsweise ruhige Beschäftigungen wie Vorlesen oder Basteln anbieten. Ab einem UV-Index von 6 sollte der Aufenthalt im Freien auf den Vormittag begrenzt werden. Ab einem UV-Index-Wert von 8 sollten sich die Kinder nur im Innenbereichen aufhalten.
  • Sonnenschutz: Beim Aufenthalt im Freien Schatten aufsuchen, eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille (UV400), luftige und langärmlige Kleidung sowie den Fußrücken bedeckende Schuhe tragen. Zusätzlich bereits 20-30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien Sonnenschutzcreme mit LSF ≥ 50 auftragen und regelmäßig nachcremen.


5. Wo kann ich mich zusätzlich zum Thema informieren?